Mysterium (Steam)

Mysterium (Steam)

Publisher: Asmodee Digital
Entwicklerstudio: Playsoft
Genre: Strategie • Kombination
Art: Lowprice

Mysterium (Steam)   29.04.2017 von Born2bewild

Immer mehr Brettspiele erhalten ein virtuelles Pendant in Form einer App oder sogar als Umsetzung auf dem PC. Wir haben uns diesbezüglich die „Steam“-Variante von Mysterium angesehen und berichten Euch, ob sich eine Anschaffung lohnt…

 

Die Umsetzung von Mysterium auf dem PC ist wirklich 1:1 vergleichbar mit dem Brettspiel. Mit der Ausnahme, dass es eine Art „Story“-Modus gibt, bei dem man die Grundsätze des Spiels beigebracht bekommt und gleichzeitig Fälle in Zusammenarbeit mit computergesteuerten Kontrahenten löst. Dabei startet man zuerst als unerfahrener Spiritist und wechselt dann aber auch mal die Seite, um als Geist den KI-Spiritisten die Visionen zu übermitteln, die sie zum Mörder, dem Tatort und der Waffe führen. Identisch zum Spiel gibt es auch bei der PC-Variante als Spiritist die Möglichkeit, auf die Tipps der Mitspieler zu setzen und somit Hellsichtpunkte zu erhalten. Diese sind dann am Ende bei der Abstimmung notwendig, um möglichst viele Visionskarten anschauen zu dürfen. Im „Story“-Modus sind die einzelnen Fälle dabei aus der Sicht des Spiritisten bis auf die Abstimmung identisch. So ist der eigene Tatverdächtige, Ort und die Mordwaffe dieselbe, lediglich am Ende wird die richtige Kombination scheinbar zufällig ausgewählt. Besonders schwierig sind aber die Fälle, bei denen man auf der Seite des Geistes spielt, denn das ist schon mit menschlichen Spielern schwierig, auf einen Nenner zu kommen. Mit Nichtspielercharakteren ist es dann - zumindest gefühlt - nochmal eine besondere Herausforderung.

 

Die Steuerung

 

Um die Regeln des Spiels muss man sich in der digitalen Version natürlich nicht kümmern, das passiert alles automatisch. Die ersten „Story“-Missionen sind sehr gut gemacht, um erst einmal die Grundsätze und die Möglichkeiten, die man in seinem Zug hat, zu verinnerlichen. So klickt man sich durch die Visionskarten, um sie größer zu sehen, und entscheidet sich als Spiritist für einen Verdächtigen, einen Ort oder eine Tatwaffe. Anschließend wird alles grafisch aufgelöst und es geht weiter. Als Geist kann man sich auch seine Visionskarten anschauen und muss den Spiritisten passend zu ihren richtigen Verdächtigen, Orten oder Tatwaffen eine oder mehrere passende Visionskarten zusammenklicken. Dabei klickt man zuerst auf den Spiritisten, sieht dann seine richtige Karte hervorgehoben und kann ihm ein Set aus Visionskarten zusammensuchen.

 

Der Mehrspielermodus

 

Der „Mehrspieler“-Modus hat sich im Zuge unseres Tests immer weiterentwickelt. So kam zum Beispiel der „Weitergabe“-Modus hinzu, bei dem zwei Spieler an einem PC spielen können. Daneben gibt es das Direktspiel, bei dem man möglichst schnell in ein Spiel einsteigt, sowie das Onlinespiel, das eine normale Partie darstellt, bei der man entweder selbst ein Spiel erstellen oder eines aus einer Liste zum Einsteigen auswählen kann. Darüber hinaus kann man bei dieser Variante wählen ob man als Geist oder Spiritist teilnehmen möchte und es können weitere Einstellungen, wie zum Beispiel der Schwierigkeitsgrad, vorgenommen werden. Beim „Blitz“-Modus wird ein schnelles Spiel erstellt und beim „Solo“-Modus, ähnlich wie beim „Story“-Modus, ein Spiel mit computergesteuerten Gegnern. Insgesamt klappten die „Mehrspieler“-Matches ganz gut. Besonders das Direktspiel ist empfehlenswert, da gerade beim normalen Onlinespiel der Start der Partien etwas länger dauert. Hier ist aber positiv aufgefallen, wenn ein Spieler aussteigt, dieser sofort durch einen computergesteuerten ersetzt wurde.

 

Bildergalerie von Mysterium (Steam) (10 Bilder)

Die Grafik und der Sound

 

Die Grafik ist zwar nicht besonders Anspruchsvoll, kann aber dennoch überzeugen, die Karten die zur Auswahl stehen, sind dabei identisch zum Grundspiel. Eine Besonderheit, die man beim Brettspiel nicht hat, ist die musikalische Untermalung. Diese sorgt für eine schöne Atmosphäre und kann von der Asmodee Homepage auch für die Brettspielvariante heruntergeladen werden.


Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Für mich ist Mysterium eine ganz nette Ergänzung zum Brettspiel. Wenn man mal alleine zuhause ist und Lust auf ein Spiel hat, ist es bei Mysterium doch etwas schwierig allein zu spielen. Das PC-Spiel ermöglicht hier zum einen gemeinsam mit Nichtspieler-Spiritisten auf Täterjagd zu gehen oder eben mit anderen Spielern online. Beide Varianten haben ihren Charme und die musikalische Untermalung sorgt für eine schöne Atmosphäre. Etwas schade finde ich lediglich, dass man sich beim „Story“-Modus nicht etwas mehr Mühe gegeben hat und zumindest die Intros vertont hat. Nur Text ist dann doch ein bisschen wenig in der heutigen Zeit. Da es aber ansonsten gut umgesetzt ist und das bietet, was man erwartet, immerhin 7/10 Punkte.

 

Josi:

Ich habe Mysterium am PC nur „angespielt“ und mir ist sofort aufgefallen, dass es sehr nah an dem Brettspiel dran ist. Es bietet also keine großen Neuerungen, ist aber für Neueinsteiger besser geeignet, da man hier anfangs durch die Möglichkeiten geführt wird. Kennt man also das Brettspiel schon, ist der Einstieg super einfach und man kann direkt mit „echten“ Spielrunden loslegen. Das Ganze wird zeitlich auch nicht stark begrenzt, sodass man sich in Ruhe für die Visionen oder eben die Wahl des Verdächtigen, Ortes oder der Tatwaffe entscheiden kann. Für einen kleinen Zeitvertreib auf jeden Fall geeignet und man muss das Brettspiel nicht zwangsweise haben. Daher erfüllt es seinen Zweck und ich gebe gute 8 von 10 Punkte.


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