Mystic Vale

Mystic Vale

Genre: Kartenspiel
Autor: John D Clair
Spieleverlag: Pegasus
Empfohlenes Alter: 10+
Spieldauer: 45-75
Anzahl Spieler: 2-4

Mystic Vale   12.03.2017 von Dante

Ein Fluch liegt auf dem Tal des Lebens. Durch den Aufschrei der Naturseelen machen sich vier Druidenclans auf den Weg, um das Land zu heilen und die Naturseelen zu retten. Habt Ihr den Mut und lasst genug Vorsicht walten, um das Tal erneut mit Leben zu füllen und den Fluch zu besiegen? Dante hat sich für euch in das Mystic Vale getraut. Was ihn dort erwartete, lest Ihr im Artikel.

 

Das Ziel

 

Bei Mystic Vale handelt es sich um ein sogenanntes Deckbuilding Game. Bei dieser speziellen Art der Kartenspiele baut man sich während des Spielens sein eigenes Kartendeck. Ziel ist es eine möglichst gute Kombination aus Karten zu sammeln, um am Ende möglichst viele Siegpunkte zu besitzen. Das Ende ist erreicht, sobald der Vorrat an Siegpunkten oder aber alle Stufe 2 Unterstützungskarten aufgebraucht sind.

 

 

Das Spielmaterial

 

Mein erster Gedanke war: „Ui das ist aber ein ungewöhnlich großer Karton für ein Kartenspiel“. Kaum machte ich ihn auf, wusste ich auch wieso. Die Karten haben eine ungewöhnliche Größe. Sie sind breiter als normale Spielkarten und wesentlich höher. Hinzu kommt, dass die Aufwertungskarten aus einer durchsichtigen stabilen Folie bestehen. Solche Karten habe ich persönlich noch nicht gesehen. So toll das Material auch anmuten mag, stellt es sich beim Spielen doch als hinderlich heraus. Die Karten lassen sich weder mit noch ohne Folie gut mischen. Anfällig für Kratzer sind sie ebenfalls. Sollten jedoch Karten beschädigt sein oder verloren gehen, bietet Pegasus einen Ersatzteilservice an. Einfach eine E-Mail an ersatzteilservice@pegasus.de senden und einem wird geholfen. So einen Service bekommt man nicht oft geboten. Die restlichen Spielkarten sind aus einer sehr resistenten Pappe, zusätzlich zum Schutz werden auch noch 100 Kartenhüllen mit dazu geliefert, die vor allem die Starterdecks schützen und die Aufwertungen fixieren sollen. Die Karten sind allesamt kleine Kunstwerke. Der einzige Nachteil: einige der Karten sind auf Englisch. Bei Rücksprache mit Pegasus stellte sich dieses Problem als bekannt heraus. Die "falschen" Karten können allerdings problemlos über die oben stehende E-Mail Adresse ausgetauscht werden. Eine offizielle Stellungnahme von Pegasus dazu wird noch folgen.

 

Der Aufbau

 

Der Aufbau gestaltet sich als recht komplex, in der Anleitung ist er aber sehr gut abgebildet. Die einzelnen Kartenarten müssen nach Stufe sortiert und nach einem bestimmten Muster angebracht werden. Dafür benötigt man nicht gerade wenig Platz. Die Verpackung mit den vielen Schobern, erleichtert einem allerdings das Sortieren. Im Bild kann man sehr schön den Aufbau erkennen.

 

Der Rundenablauf

 

Der Ablauf besteht aus vier Phasen:

 

  • Vorbereiten
  • Pflanzen
  • Ernten
  • Aufräumen

 

In der ersten Phase bereitet man sein Feld, das hier wörtlich gemeint ist, vor. Dazu deckt man die oberste Karte seines Kartendecks auf. Diese kann man nun auf seinem Feld anpflanzen. Das macht man solange bis man insgesamt drei Verfallsymbole auf Feld und Nachziehstapel liegen hat.

 

Wenn das Feld vorbereitet ist entscheidet man sich, ob man noch eine weitere Karte pflanzen möchte. Doch Vorsicht, denn sind vier oder mehr Verfallsymbole zu sehen, verdirbt man sein Feld und darf es nicht ernten.

 

Beim Ernten holt man die Früchte seiner Arbeit ein. Man nimmt sich erspielte Siegpunkte und kauft mit den Währungen Unterstützungs- und Aufwertungskarten. Welchen Wert die einzelnen Karten haben und wieviel Währung man ausgeben kann, ist auf den Karten vermerkt. Ziel ist es also mit überschaubarem Risiko möglichst viel Währung zu sammeln, um Karten zu kaufen, damit man am Ende die meisten Siegpunkte hat.

 

Zu guter Letzt fehlt noch das Aufräumen. Hier nimmt man die gekaufte Aufwertungskarte und schiebt sie in die Hülle einer der Deckkarten, aber so, dass das Bild dieser nicht verdeckt wird. Es können bis zu 3 Bilder auf einer Karte mit Aufwertungen zu sehen sein. Anschließend wird das Feld aufgeräumt und verdeckt abgelegt. Diese Karten bilden den Ablagestapel. Sollten irgendwann keine Deckkarten mehr übrig sein, wird der Ablagestapel gemischt.

 

Ist alles aufgeräumt, darf der nächste Spieler seinen Zug starten. Für fortgeschrittene Spieler wird vorgeschlagen mit Nummer zwei, dem Pflanzen, zu beginnen und den Zug mit dem Vorbereiten zu beenden, dadurch kann der Zug des Gegners besser abgeschätzt werden.

 

Bildergalerie von Mystic Vale (11 Bilder)

Der Inhalt

 

  • 80 Startkarten
  • 114 Aufwertungen
  • 36 Unterstützungen
  • 4 Übersichtskarten
  • 54 Siegpunktplättchen
  • 4 Manaplättchen
  • 100 Kartenhüllen

Das Fazit von: Dante

Dante

Mystic Vale ist ein Spiel für Fans von Kartenspielen. Es ist ein sehr ausgeklügeltes Spiel mit vielen Varianten, besonders der Glücksspielfaktor hat es mir angetan. Darin gibt es viele Möglichkeiten wie zum Beispiel ein Karte zu nehmen und das Feld damit zu verderben oder Glück zu haben und noch mehr Währung zum Kauf zur Verfügung zu haben! Interessant finde ich besonders, dass es keine Handkarten gibt, sondern immer nur den aus 20 Karten bestehenden Deckstapel. Dadurch kann man abschätzen, was man noch im Deck hat und kann so die Möglichkeiten abwägen. Was mir nicht gefällt ist, dass das Spiel gemischte Karten mit Deutsch und Englisch enthält, denn das trägt zur Verwirrung bei. Da das Problem bekannt und ohne großen Aufwand zu beheben ist, entsteht hierdurch jedoch kein Nachteil. Meine Bewertung für das Spiel liegt bei guten 9 von 10 Punkten und ich sehe auch noch viel Erweiterungspotential.


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