NBA Jam

NBA Jam

Publisher: Electronic Arts
Entwicklerstudio: Electronic Arts Canada
Genre: Sport
Sub-Genre: Basketball
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 20.01.2011
USK 0

NBA Jam   29.03.2011 von BeN

Die meisten unter uns werden NBA Jam noch aus den guten alten Zeiten in Erinnerung haben. Wir schreiben das Jahr 1993, als der erste Titel der Serie seinen Einzug in die zahlreichen Spielhallen feiert. In den nachfolgenden Jahren erschienen unzählige Erweiterungen, Nachfolger und Portierungen der beliebten Basketballreihe. Dies hat sich bis zum heutigen Tage kaum verändert und somit erscheint der neuste Titel „NBA Jam“ für die Nintendo Wii. Ob der Titel seinem Ruf als bestes Sportspiel der E3 gerecht wird, oder hier nur viel heiße Luft um nichts gemacht wird, erfahrt ihr natürlich in unserem Review.

Arcadespaß statt Simulationsfrust

Unter dieser Leitidee stehen ziemlich viele Nintendo-Titel, so auch NBA Jam. Es wurde viel Wert auf eine einfache Steuerung gelegt, die man schon nach wenigen Spielen voll beherrscht. Lediglich 4 Tasten benötigt Ihr, um Eure Athleten über das Parkett zu steuern. Dabei unterscheiden sich, wie gewohnt, zwei steuerungsentscheidende Situationen: die Offensive und die Defensive. In der ersteren habt Ihr die Möglichkeit, einen Pass zu spielen, den Wurf zu machen oder aber eine Körpertäuschung zu vollziehen. Solltet Ihr jedoch mal nicht im Ballbesitz sein, könnt Ihr entweder einen Block stellen oder versuchen den Ball zu erobern. Als besonderes Feature wartet bei NBA Jam die sogenannte Turbofunktion auf Euch. In Kombinationen mit den bereits erwähnten Grundlagen, bieten sich so völlig neue Möglichkeiten, beispielsweise rüde Attacken auf Eure Gegner.

Doch nicht nur in Punkto Steuerung überzeugt NBA Jam durch Leichtigkeit, auch das Gameplay weiß zu gefallen. Eine klassische Partie wird immer im 2 gegen 2 bestritten. Ihr habt die Wahl aus 6 verschiedenen NBA Mannschaften, die allesamt 3 bekannte Spieler beherbergen. Im Spiel selbst steht Euch entweder ein CPU gesteuerter Mitspieler oder ein Kumpel zur Seite. Weitere Merkmale des Arcadetitels sind eine unsichtbare Spielfeldbegrenzung, der nicht vorhandene Schiedsrichter und das Vernachlässigen der Erdanziehung. Denn alle Spieler und Teams tragen zwar die originalen Namen, haben aber ansonsten  nicht allzu viel mit ihrem echten Pendant zu tun. Die Spieler können nämlich 4 Meter hoch springen, von der 3er-Linie dunken und sind dabei flink wie ein Wiesel.

Dies alles spielt sich in einer unglaublichen Geschwindigkeit ab, eben ganz und gar Arcademäßig. Um gerade auf den höheren Schwierigkeitsgraden zu bestehen, empfehlen wir den Classic Controller. Zwar ist die Steuerung per Remote und Nunchuck ebenfalls möglich, aber nicht so gut umgesetzte wie per Controller. Doch genug zur Steuerung und Gameplay, kommen wir nun zu den verschiedenen Spielmodi.

Den Anfang macht der Classic-Modus oder auch die Meisterschaft. Hier spielt Ihr einfach eine Saison, bestehend aus 37 Partien, um am Ende der Meister der NBA Jam Welt zu sein. Dies könnt Ihr dann in bis zu 4 verschiedenen Schwierigkeitsgraden probieren. Der nächste im Bunde sind die Bosskämpfe. Hier tretet Ihr im 1 gegen 1 gegen bekannte Spieler wie Larry Bird oder Magic Johnson an. Um diesen Modus zu bestehen, ist jedoch einiges an Erfahrung vonnöten. Eine weitere Variante ist der sogenannte Remix-Modus. Dort spielt ihr prinzipiell eine klassische Partie mit Power-Ups. Außerdem gibt es noch den Elimination- und Blackjackmodus. All diese verschiedenen Spielmodi werden in der sogenannten Remix-Tour zusammengefasst. Dort werdet Ihr anhand eurer Leistungen mit einer Bronze-, Silber- oder Goldmedaille ausgezeichnet. Wie ihr seht, bietet Euch NBA Jam also allerhand Abwechslung.

Grafik ist ja nicht alles, oder?

Bei vielen Spielen haben wir eine merkwürdige Verbindung entdeckt. Je besser das Gameplay, desto schlechter die Grafik. Herrscht hier eine direkte Proportionalität?  NBA Jam macht es jedenfalls vor. Konnten wir über das Gameplay nur Lob aussprechen, hagelt es bei der Präsentation der Spieler nur Kritik. In NBA Jam tragen die Spieler nämlich keinen normalen Kopf auf dem Hals, sondern vielmehr einen überdimensionalen Screenshot des echten NBA Spielers. Das klingt nicht nur merkwürdig, sondern sieht auch so aus. Zwar gab es so etwas noch nicht, aber Einzigartigkeit macht es noch lange nicht zu einer guten Idee. Zwar wurde aus dem Konzept noch das Beste herausgeholt, aber ungünstig bleibt nun mal ungünstig.

Besser gelungen ist dagegen das Drumherum. Soll heißen, dass sowohl die Zuschauer als auch das Spielfeld schön anzusehen sind und den Arcadespaß weiter vertiefen. Natürlich läuft das ganze Spiel ohne Grafikfehler oder Frameeinbrüche ab, so wie wir es von EA gewohnt sind.

Der Letzte Punkt auf unsere Liste, wäre dann der Sound, dieser präsentiert sich ungewohnt klassisch. Wobei klassisch hier keine Anspielung auf Bach, Mendelssohn und co. ist, sondern den Bezug auf das Originalspiel aus dem Jahre 1993 zeigen soll. Der Kommentator ist nicht nur lustig und gelungen eingesetzt, sondern könnte auch aus einer aktuellen NBA Übertragung stammen. Solltet Ihr mal im Hauptmenü herumklicken oder eine Pause einlegen, empfangen Euch stimmige HipHop Töne.


Das Fazit von: BeN

BeN

NBA Jam wurde nicht ohne Grund zum Sportspiel der E3 gewählt, es überzeugt durch ein sehr gutes Gameplay und einer einsteigerfreundlichen Steuerung. Auch die musikalische Untermalung präsentiert sich in gewohnter EA Manier und macht Lust auf mehr. Weniger gelungen ist dafür die Grafik. Wobei hier nicht einmal die Grafik selbst das Problem darstellt, sondern die glorreiche Idee, den Spielern einen überdimensionalen Screenshot anstelle eines Kopfes zu geben. Doch Spielspaß ist bei uns trotzdem aufgekommen. Besonders die Sessions mit drei guten Freunden auf einer Konsole bringen viel Spaß. NBA Jam können wir also sowohl alten Basketballhasen als auch Frischlingen empfehlen.


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