Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Gen.

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Gen.

Publisher: Namco Bandai
Entwicklerstudio: CyberConnect2
Genre: Action
Sub-Genre: Prügelspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 30.03.2012
USK 12

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Gen.   29.05.2012 von Benji

Auch wenn die Kämpfe in Animes gerne mal sehr spektakulär werden können, sind ihre Entwicklungen meistens sehr gut zu erahnen. Wenn der Protagonist am Ende ist und sein Körper anfängt zu glühen, dann nimmt die Action ziemlich bald an Fahrt zu. Die beliebtesten Anime-Serien in Deutschland sind Dragonball Z und Naruto Shippuden. Vermutlich auch, weil diese mitunter grandios inszenierte Kämpfe besitzen. Ein Beat’em up in diesem Setting dürfte aus diesem Grunde aber auch nicht nur für Anime-Fans interessant sein. Wir haben uns den dritten Teil der Videospielreihe um die Ninjas aus Konoha angesehen und verraten, für wen sich der Prügler sonst noch lohnen könnte ...

 

Der junge Naruto Uzumaki hat ein großes Ziel. Eines Tages will er Hokage des Dorfes Konoha werden. Das ist in etwa vergleichbar mit einem Bürgermeister. Dafür muss er allerdings erstmal als Ninja ernst genommen werden, und da er als Schüler der Schlechteste in der Klasse war, dürfte das nicht allzu einfach werden. Tatsächlich aber befindet sich in Naruto die Kraft des neunschwänzigen Fuchses und damit ein unvorstellbar großes Potenzial. Viele Jahre, zwei Serien, etliche Folgen und spannende Kämpfe später, ist Naruto einer der größten Kämpfer, der leider einige Schicksalsereignisse über sich hat ergehen lassen müssen. Sein bester Freund Sasuke hat sich seinen Rachegelüsten ergeben und sich dem Bösen angeschlossen und sein Lehrmeister Jiraiya wurde von der Bruderschaft der Akatsuki getötet.

 

All diese Ereignisse können nun in Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Generations nachgespielt werden. Dabei verwendet das Spiel eine Erzählweise, ähnlich der aus bekannten Beat’em ups wie Street Fighter und grenzt sich damit von seinen Vorgängern ab. Anders als dort gibt es keine freie Welt mehr, sondern nur noch kleinere Anime Sequenzen, welche die Geschichten der Charaktere beschreiben. Dafür ist aber immerhin möglich, nun die Abenteuer der Serien aus den verschiedensten Perspektiven zu spielen.

 

Der eigentliche Spielablauf ist ebenfalls typisch für ein Beat’em up. In diversen Kämpfen stellt Ihr Euch allen möglichen Charakteren der Serien und nutzt dabei das gesamte Repertoire eines Ninjas. Während die Genre-Primen Street Fighter und Tekken sich wieder auf eine 2D Umgebung besinnen, geht Ninja Storm Generations einen anderen Weg. Die Kämpfe finden in einem 3D Spielfeld statt, welches von einer intelligenten Kameraführung in Szene gesetzt wird. Das klappt überraschend gut. Stets hat man einen Überblick über das Kampfgeschehen und kann somit optimal darauf reagieren. Die Kämpfe selber sind von der Steuerung einfach gehalten. Per Knopfdruck lässt sich das Chakra sammeln, welches für größere Spezialangriffe benötigt wird. Diese auszuführen ist meist schon über die Kombination von zwei oder drei Knöpfen möglich. Verrenkungen mit dem Analog-Stick, wie z. B. aus Street Fighter bekannt, sind nicht notwendig.

 

Damit gehört Ninja Storm Generations zu einer Variante der Beat’em ups, die sich vor allem an Genre-Einsteiger richtet. Mit wenig Einsatz entspringen spektakuläre Kämpfe, und als Spieler steht man meist staunend vor dem, was die eigene Spielfigur an Effekten abfeuert. Dabei hilft natürlich auch der elegant gewählte Cell-Shading Look, der sich an dem Anime-Ursprung orientiert. Die Optik passt wunderbar zur Vorlage und zwischen den Spielszenen und den Anime-Sequenzen bemerkt man kaum einen Unterschied.

 

Bildergalerie von Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Gen. (7 Bilder)

Für eine Langzeitmotivation sollen die vielen Möglichkeiten zum Freischalten von Spielelementen sorgen. Leider funktioniert dies nur begrenzt. Einzig die 70 sehr unterschiedlichen Spielcharaktere sorgen für eine Vielfalt, die einen bei der Stange halten. Kleinere Bildchen aus der Serie oder diverse Titel für den Online-Modus können im Gegenzug dazu nur schlecht begeistern. Zudem ist es möglich, Karten des offiziellen Naruto Kartenspiels im Spiel zu registrieren. Als Belohnung warten dann ebenfalls wieder nur neue Titel und kleine Bildchen, was die Sinnhaftigkeit dieses Features eher zweifelhaft macht


Das Fazit von: Benji

Benji

Die reine Tatsache, dass ich mit zwei Knopfdrücken die Hölle über das Spielfeld ausbreiten konnte, hat mich in Ninja Storm Generations überrascht. Rein theoretisch könnte man als Kenner von Spielen wie Street Fighter dadurch schlussfolgern, dass dieses Spiel damit ein perfekter „Button Masher“ ist. Tatsächlich sorgt aber der taktische Umgang mit dem Chakra dafür, dass ein reines Knöpfehauen nicht funktioniert. Rein spielerisch sind die Naruto Spiele damit grandios. Leider fehlt hier ein wenig das Drumherum. In den Vorgängern von Generations hat die Kampagne für sehr viel Atmosphäre gesorgt, das fällt leider durch die Simplifizierung mit kleinen Storybildern weg. Fans von außergewöhnlichen Beat’em ups sollte dennoch einen Blick riskieren, auch weil Naruto Shippuden zu den spannendsten Anime Serien der letzten Jahre gehört.


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positiv negativ
  • Kampagne aus unterschiedlichen Sichten spielbar...
  • Simples aber gut inszeniertes Kampfsystem...
  • 70 teils sehr unterschiedliche Charaktere
  • Passender Cell-Shading Look für den Anime Stil
  • ... und leider nur über Anime-Bilder inszeniert
  • ... das Genre-Profis aber nicht genügen dürfte
  • Freischaltbares bietet nur wenig Anreiz





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