Neopets Puzzle Adventure

Neopets Puzzle Adventure

Publisher: Capcom
Genre: Geschicklichkeitsspiel
Sub-Genre: Puzzle
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 22.05.2009
USK 0

Neopets Puzzle Adventure   27.05.2009 von Panikmike

Capcom präsentiert ein niedliches kleines Puzzlespiel, das zwar für die kleinen Spieler unter uns programmiert worden ist, aber dennoch erwachsene Spieler fordern kann. Das alles ist in eine nette Geschichte verpackt worden und wurde auf dem PC, der Nintendo Wii Konsole und dem Nintendo DS released.

Schon am Anfang bemerkt man, dass das Spiel für Kinder entwickelt wurde. Alles ist sehr niedlich gestaltet und erinnert mich ein wenig an Pokemon. Zuerst muss man sich einen Neopet erstellen, um loslegen zu können. Zunächst wählt man einen von zwölf Spezies aus. Sie unterscheiden sich nicht nur vom Aussehen, sondern es wird auch zwischen drei Eigenschaften unterschieden: Stärke, Bewegung und Verteidigung. Danach wählt ihr noch das Geschlecht und eine von sechs Farben aus. Nun noch schnell einen Namen vergeben und schon kann es losgehen.

Man befindet sich in Shenkuu, der sagenumwobenen Stadt in den Wolken. Man sieht eine kleine Minimap und kann im Laufe des Spiels die verschiedenen Levels auswählen. Ich beginne natürlich mit der ersten Mission „Ein guter Anfang“. Hier wird mir nur kurz etwas erklärt und es geht schon zur eigentlichen Mission „Verscheuch das Blobagus“ . Die Zwischensequenzen sind relativ einfach gehalten, Figuren kommen als Bild rein und sind nicht animiert. Es ploppen Sprechblasen auf, die man mit der Maus weiterklicken muss. Für Kinder mag das ganz nett sein, doch heutzutage sollte man schon ein wenig mehr Animationen bieten.

Nachdem ich den Auftrag angenommen habe, bekomme ich erst das Spiel erklärt. Vor mir ist ein schachbrettartiges Feld, in dem blaue und rote Steine liegen. Ziel des Spiels ist es, alle Steine so umzudrehen, dass alle die eigene Farbe haben. So kann man zum Beispiel über Farben des Gegners springen und sie so erobern oder man legt einfach eigene drauf, um zu verhindern, dass der Gegner meine erobern kann. Das Spielprinzip ist wie bei den Brettspielen GO und REVERSI. Auch wenn es jetzt nicht allen Lesern klar ist, so wird es sehr deutlich, wenn man die Trainingsmission absolviert hat.

Neben den normalen Steinen gibt es zum Beispiel noch den Druckwellenstein. Dieser löst sich bei erfolgreichen platzieren auf und erobert automatisch ein benachbartes Feld. Ebenso gibt es Edelsteine, die einen Bonus bringen, wenn man sie bekommen hat.

So spielt man sich insgesamt durch über 150 verschiedene Levels. Auch wenn alle vom Spielprinzip gleich sind, so ist es immer wieder ein Heidenspaß ein paar Abenteuer zu bestreiten.

Besteht man ein Level, so bekommt man wie bei einem Rollenspiel Erfahrungspunkte und kann im Rang aufsteigen. So könnt ihr eure Attribute steigern und auch besondere Bonusitems bekommen. Mit diesen könnt ihr im Spiel dann euren Sieg eher herbeiholen, oder ihr setzt die Boni falsch ein und mindert eure Chancen. Wichtig ist Folgendes: Ihr müsst am Ende nicht die Mehrheit der Steine besitzen, sondern mehr Punkte als der Gegner haben. Das schafft man nicht nur durch intelligentes Setzen der eigenen Steine, sondern auch mit viel Glück und Extrafeldern.

Aber es geht nicht nur um einfaches Rätseln, sondern man kann auch noch ein wenig mehr machen. Findet man zum Beispiel ein wildes Tier, so kann man es mit einem bestimmten Extra einfangen und danach trainieren. Hierzu musst du ein anderes kleines Spiel absolvieren, bei uns nennt man es Memory. Ihr habt verschiedene Plättchen umgedreht vor euch liegen und dürft immer zwei davon drehen. Findet ihr ein Pärchen, so dürft ihr es behalten. Wenn ihr zum Schluss mehr gefunden habt als euer Tier, so habt ihr es gezähmt und könnt es im Kampf einsetzen! Wenn ihr das Tier nun aufleveln wollt, so könnt ihr diese Prozedur wiederholen, allerdings geht es von nun ab gegen die Zeit.

Das Spiel wiederholt sich natürlich ständig, aber durch geschicktes Einbauen der Story, verschiedenster Elemente und der großen Auswahl an Items hat es einen hohen Wiederspielwert. Capcom hat sich dazu einiges einfallen lassen, Kinder werden es lieben. Die Struktur ist tatsächlich ähnlich wie Pokemon, viele verschiedene Gegner, niedliche bis schauderhafte Gestalten begegnen euch auf eurer Reise. Neben der Hauptgeschichte kann der Spieler auch Minispiele absolvieren.

Die Grafik und der Sound sind okay. Klar kann man da nicht von überragend oder super toll reden, aber man muss auch davon ausgehen, das es kein Vollpreistitel ist und man in Sachen Puzzlespiel auch nicht so viel erwarten muss.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich finde das Spiel eigentlich ganz gut. Auch wenn es eigentlich für Kinder gemacht worden ist, so finde ich immer wieder ein paar Minuten Zeit, in denen man es mal spielen kann. Was mich ein wenig stört, ist das Rauszögern des eigentlichen Spiels. Manchmal läuft man sinnlos von Punkt A nach B und dann nach C bis der nächste Kampf erscheint. Wenn ich ein Puzzlespiel haben will, dann brauche ich das Drumherum nicht wirklich. Kinder mögen es vielleicht, als Erwachsener kann ich mich damit nicht anfreunden. Aber es ist ein gutes Spiel, dass das Denkvermögen in Anspruch nimmt und den Hirnschmalz zum Glühen bringt.


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