Es hat mich schon sehr gewundert, dass es einen Film mit Sylvester Stallone aus den Achtzigern geben soll, der bis jetzt vollständig an mir vorbei gegangen ist. Zusammen mit seinen Kollegen, B-Movie-Ikone Rutger Hauer und „Lando Calrissian“ Billy Dee Williams, entstand 1981 ein Action-Thriller Namens Nighthawks. Es ist erst einmal kein gutes Zeichen, dass ich bis jetzt nicht von diesem Film wusste. Aber wer weiß, vielleicht versteckt sich dahinter eine echte Film-Perle?
Deke DaSilva (Sylvester Stallone) und Matthew Fox (Billy Dee Williams) sind im
Dezernat von New York City für die etwas ausgefalleneren Aufträge zuständig. So fängt die Zwei-Mann-Spezialeinheit unter anderem in Frauenkleidung Handtaschendiebe. Doch ihr jetziger Auftrag ist ein ganz anderes Kaliber. Der international tätige Top-Terrorist Wulfgar (Rutger Hauer) sorgt in New York City für Angst und Schrecken. Kein Gebäude ist vor seinen Bombenattacken sicher. Gemeinsam mit seiner Komplizin Shakka (Persis Khambatta) plant er den ganz großen Coup: Einen Angriff auf die Delegierten der Vereinten Nationen. Aus diesem Grund nimmt Wulfgar er eine vollbesetzte Gondel unter Beschlag, um seine Forderungen durchzusetzen.
Doch hat er nicht mit den Ehrgeiz der beiden Cops gerechnet. Dennoch gelingt es Wulfgar immer wieder in letzter Sekunde zu fliehen. Die Frage ist klar: Wird es den Polizisten gelingen Wulfgar zu schnappen und die Gefahr endgültig aus New York zu verbannen?
Typischer kann ein Action-Thriller aus den Achtzigern gar nicht sein. Zwei Buddys stehen zueinander und verfolgen gemeinsam den Bösewicht – immer und immer wieder. Die Story bemüht sich um ein bisschen Tiefgang, dafür fehlt es ihr allerdings an Witz und Geschwindigkeit.
Bis auf eine gewisse Unschärfe kann sich das fast 30 Jahre alte Bild wirklich sehen lassen. Bei einigen Außenaufnahmen fallen ein paar kleinere Drop-Outs auf, der Bildstand ist dafür jedoch sehr ruhig und die Farben leuchten kräftig. Ein für die Cinema Finest Collection typisch guter Bildtransfer.
Der Ton liegt leider nur in Stereo vor. Hier fehlt es vor allem an Dynamik. Gerade ein Action-Thriller lebt von einer guten Dynamik und schönen Surround-Effekten. Aufgrund des Filmalters müssen wir dies wohl als gegeben hinnehmen.
Gutes gibt es über das Bonusmaterial zu berichten. Zwar ist seiner Zeit kein Making off entstanden, dafür hat es aber eine exklusive Dokumentation über Sylvester Stallone auf die Scheibe gebracht. Ganze 47 Minuten lang ist diese Episode der Amerikanischen Sendung "Hollywood Rivals". Diese Doku befaßt sich mit der Entwicklung von Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger, von ihrer Kindheit bis zu ihren größten Erfolgen. Leider wurde sie nicht synchronisiert,, doch es stehen deutsche Untertitel zur Verfügung und die Dokumentation ist wirklich einen Blick wert.
Der englische Trailer und die Bildergalerie sind daneben kaum erwähnenswert. Das Wendecover weißt neben der FSK-Logo-Befreiung noch ein alternatives Cover auf.
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