Nightmares in Red, White and Blue

Nightmares in Red, White and Blue

Originaltitel: Nightmares in Red, White and Blue
Genre: Horror-Dokumentation
Regie: Andrew Monument
Hauptdarsteller: Larry Cohen • John Carpenter
Laufzeit: ca. 92 Minuten
Label: Schröder Media
FSK 18

Nightmares in Red, White and Blue   22.07.2010 von DeWerni

In dieser Dokumentation wird die Entwicklung rund um den amerikanischen Horrorfilm dargestellt. Dabei wird vor allem auch auf den Zusammenhang zum gesellschaftlichen Status von Beginn des Genres in den 20er Jahren bis in die heutige Zeit eingegangen. Dabei kommen auch viele Genrestars zu Wort und schildern die Entwicklungen aus ihrer Sicht…

 

Bei den „Nightmares in Red, Blue and White“ handelt es sich um eine Dokumentation, die die Geschichte und die Entwicklung der amerikanischen Horrorfilme genauer beleuchtet. Dabei wird der Zuschauer durch eine Zeitreise geführt, die in den 20er Jahren mit den Anfängen und den allerersten Filmen des Genres wie „Das Kabinett des Dr. Caligari“ oder „Nosferatu - Eine Symphonie des Grauens“ beginnt, die interessanterweise sogar beide deutsche Produktionen waren. Im weiteren Verlauf werden dann auch die 30er („Die Mumie“ oder „King Kong und die weiße Frau“) Jahre beleuchtet, in denen Horrorfilme noch meist an irgendwelchen Monstern ausgerichtet wurden, wie auch die 40er („Der Wolfsmensch“ oder „Der Menschenfresser von Kumaon“), in denen meist menschliche, teilweise auch verstümmelte Menschen das Böse verkörperten, und die 50er („Tarantula“ oder „Der jüngste Tag“), in denen das Böse oft mit den Folgen eines militärischen Atomschlags verbunden wurde – in menschlicher als auch tierischer Form.

 

In den 60er Jahren entstanden einige der heute noch bekannten Horrorklassiker wie beispielsweise „Psycho“ oder „Die Vögel“, die das Genre zu dieser Zeit wirklich auf den Kopf stellten und revolutionierten. In den 70er („Das letzte Haus links“ oder „Halloween – Die Nacht des Grauens“) und 80er („Poltergeist“ und „Freitag, der 13.“-Serie) Jahren dagegen gab es sehr viele Veröffentlichungen, die wir heute im Rahmen eines Remakes wieder in den Kinos betrachten dürfen. In den 90ern kam die Welle der Stephen King Filme („Cujo“ oder „Christine“) und das Genre wurde um die Splatterfilme („Scream“) erweitert. Auch seit 2000 gab es einige revolutionäre Filme, die wieder Schwung in das teilweise etwas lahmende Genre brachten. Als Beispiele seien hier nur die „Saw“-Serie und „Hostel“ oder „Pans Labyrinth“ genannt. Interessant ist auch der gesellschaftliche Background, der zu den verschiedensten Stilen über die Zeit hinweg führte. Außerdem werden in der Dokumentation zu den einzelnen Epochen Genregrößen wie John Carpenter oder George A. Romero selbst befragt. Aber wenn ihr mehr wissen wollt, dann schaut euch die Dokumentation doch einfach selber an…

Welche Filme gab es über die Zeit hinweg noch, an die man sich vielleicht gar nicht mehr erinnert? Welcher Bezug zum gesellschaftlichen Status quo besteht dabei? Und was sagen die bekanntesten Genregrößen zur Entwicklung des Horrorfilms?


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Also ich finde die Dokumentation über die Entwicklung des amerikanischen Horrorfilms einfach nur rundum gelungen. Man macht sich so erst mal wirklich bewusst, wie die ersten Gehversuche des Genres in den 20er Jahren ausgesehen haben und welche Entwicklung mit welchem gesellschaftlichen Hintergründen die Filme über die Jahre hinweg genommen haben. Das Einzige, was es zu beanstanden gibt und was auch zu Wertungsabzügen geführt hat, war das qualitativ minderwertige Bild. Bei den Originalaufnahmen älteren Kalibers ist das ja noch zu verstehen, warum allerdings die relativ aktuellen Interviews qualitativ schlecht sind, ist mir ein Rätsel. Auf jeden Fall ist die Dokumentation allen ans Herz zu legen, die etwas fürs Genre übrig haben und mehr auch über die Hintergründe erfahren wollen.


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