Operation Avalanche

Operation Avalanche

Originaltitel: Operation Avalanche
Genre: Thriller
Regie: Matt Johnson
Hauptdarsteller: Matt Johnson • Tom Bolton
Laufzeit: DVD (91 Min) • BD (95 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 12

Operation Avalanche   13.01.2017 von MarS

Verschwörungstheorien, wer mag sie nicht? Genau das dachte sich Drehbuchautor, Produzent und Regisseur Matt Johnson, als er für Operation Avalanche eine aufgriff, die wohl den Spitzenreiter darstellt: Die Mondlandung der USA. Wir haben uns auf eine Reise in die 60er begeben und sagen Euch, warum der Film etwas Besonderes ist...

 

Die USA in den 60ern. Der Kalte Krieg tobt und Präsident Kennedy erklärt öffentlich, dass es noch in diesem Jahrzehnt gelingen wird, den Mond zu betreten, womit das Wettrennen mit der Sowjetunion um den ersten Mann auf dem Mond beginnt. Während die CIA herausfindet, dass sich wohl ein sowjetischer Maulwurf in den Reihen der NASA befindet, schmieden ein paar junge Agenten, die eigentlich aufklären sollen, ob Regisseur Stanley Kubrick ein Spion ist, ihre eigenen Pläne um den feindlichen Mann zu entlarven. Trotz anfänglicher Bedenken ihres Vorgesetzten stimmt dieser zu, dass sich Matt Johnson und seine Kollegen als Dokumentarfilmer getarnt bei der NASA einschleusen, um den Maulwurf ausfindig zu machen. Doch als diese vor Ort das schreckliche Geheimnis lüften, dass eine Landung auf dem Mond technisch frühestens in 10 Jahren möglich ist, weckt dass Matts Ehrgeiz und er hat einen Plan, der die Geschichte entscheidend beeinflussen soll. Er möchte mit seinem Team und dem Wissen über die Filme Kubricks die Mondlandung nachstellen und damit die ganze Nation, ja sogar die ganze Welt, täuschen...

 

Operation Avalanche ist eine fiktive Dokumentation über die fingierte Mondlandung der USA im Found-Footage-Stil, verzichtet dabei aber größtenteils auf den Einsatz von übertriebener Wackelkamera und setzt bis ins kleinste Detail auf Realismus, Glaubwürdigkeit und Authentizität. Anfangs noch mit satirischen Untertönen und ordentlich Humor untermalt, entwickelt sich der im ungewöhnlichen 60er Jahre Look inszenierte Film immer mehr zu einem Thriller, der jedoch mehr durch seine interessanten Theorien und glaubhaften Geschehnisse überzeugt, als wirklich Spannung oder Atmosphäre aufzubauen. Wirklich beeindruckend ist die Art und Weise, wie Matt Johnson seinen Film realisiert hat, denn lediglich mit einem kurzen Drehbuch ausgestattet wurde mit teilweise völlig fremden Menschen und Unbeteiligten gedreht und improvisiert, um dem Ganzen einen noch authentischeres Flair zu verleihen. Highlight ist ganz klar die Tatsache, dass das Team sich für die Aufnahmen innerhalb des NASA-Geländes ähnlich wie die Filmemacher in Operation Avalanche unter dem Vorwand einer Dokumentation eingeschlichen haben und die benötigten Szenen ohne das Wissen oder die Genehmigung der NASA gedreht wurden. Nüchtern betrachtet ist der Film ein ungewöhnlich gemachter Thriller mit humoristischen Elementen, der nicht durch Spannung oder große Action zu überzeugen weiß, sondern eben durch seine Authentizität und die interessanten, glaubwürdigen Theorien in Bezug auf die Mondlandung der USA.

 

Bildergalerie von Operation Avalanche (7 Bilder)

Die technische Seite der Blu-ray ist, nicht zuletzt wegen des Found-Footage-Stils, extrem schwer zu bewerten. Das Bild wurde absichtlich schlecht gehalten, um den Dokumentarcharakter zu unterstreichen und das fiktive Alter des Materials darzustellen, sogar Verunreinigungen und Rauschen wurde extra hinzugefügt. Dies sorgt zwar für Authentizität, ist aber alles andere als schön anzuschauen. Schärfe und Details sucht man jedenfalls vergeblich, und auch Farbgebung und Kontrast sind auf alt getrimmt und wirken zwar stimmig, aber eben nicht gut. Die Tonspur ist eher unspektakulär und zeigt sich vorwiegend frontlastig. Nur selten dürfen sich die umliegenden Boxen mit einschalten, was aber auch gar nicht benötigt wird. Im etwas rasanteren Finale zeigt die Surroundanlage dann durchaus, dass die Abmischung über eine schöne Dynamik und saubere Signalortung verfügt.  


Das Fazit von: MarS

MarS

Wer kein Problem mit authentischer 60er Jahre Optik und Found-Footage-Stil hat und Interesse an Verschwörungstheorien sowie der Mondlandung besitzt, der sollte bei Operation Avalanche auf jeden Fall einmal einen Blick riskieren. Der Film ist extrem realistisch und glaubwürdig inszeniert und es wurde bis in kleinste Detail darauf geachtet echt zu wirken, was ihm einen absolut ungewöhnlichen und unterhaltsamen Look beschert. Zwar kommt der Thriller recht langsam in Fahrt, bis dahin überzeugt Operation Avalanche jedoch durch seine interessanten Theorien und sorgt mit einer ordentlichen Portion satirischem Humor für Auflockerung. Unterhaltsam, interessant und handwerklich mit viel Liebe für die Thematik gemacht - was will man mehr?


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