Outlander

Outlander

Originaltitel: Outlander
Genre: Action, Science Fiction
Regie: Howard McCain
Hauptdarsteller: Aidan Devine, Bailey Maughan, Cliff Saunders
Laufzeit: ca. 115 Minuten
Label: Koch Media
FSK 16

Outlander  25.01.2010 von Panikmike

Was kommt dabei raus, wenn man die Geschichte eines guten „Predator“ mit „Braveheart“ kreuzt? So ganz vorstellen kann man es sich im Vorfeld nicht, doch dafür kann man sich „The Outlander“ ansehen und sieht, was man aus so einer Geschichte machen kann. Eine neuartige Interpretation von Sagen und Mythen beginnt…

Greift man in den Sagen und Mythen-Topf, so kann man in der Vergangenheit einige Filme rausholen. Da wäre zum einen die bekannteste Saga um Beowulf, von dem es bisher mehrere Verfilmungen gibt. Zum anderen wäre „Braveheart“ und „Der 13te Krieger“ zu nennen. „The Outlander“ erzählt irgendwie nichts Neues, doch was der Film zeigt, ist anders. Ganz anders. Der Mix aus Saga und Science Fiction ist sehr eigenartig, jedoch gar nicht mal so schlecht in Szene gesetzt. Die Geschichte beginnt in Norwegen im 7. Jahrhundert. Ein brennendes Etwas stürzt in einen See, bei genauerem Betrachten merkt man, dass es ein Raumschiff aus einer anderen Zeit war. Die komplette Crew stirbt bei dem Absturz, nur einer kann sich retten. Der Pilot Kainan (Jim Caviezel) kann sich

gerade noch den Flammen und den Wassermassen entziehen. Er hat keine Ahnung wo er ist und was er hier verloren hat, jedoch hat er Glück. Ein Computer hat ebenso überlebt und kann Kainan mit Planetendaten und dessen Sprache füttern. Als er sich auf den Weg macht eine Zivilisation zu finden, wird er von den Wikingern gefangen genommen. Prinz Wulfric (Jack Huston) hat den Verdacht, Kainan und seine Männer hätten ein benachbartes Dorf dem Erdboden gleich gemacht. Dieser beteuert zwar seine Unschuld, jedoch glaubt keiner aus dem Wikingerdorf dem Fremden.

Doch kurz bevor ihm der Prozess gemacht wird, kommt eine grausame Kreatur aus dem Wald und setzt das Dorf in Brand. Kainan kennt dieses Monster, er hatte es als Gefangener mit an Bord, doch durch den Absturz kam es frei. Er rät den Wikingern den Kampf mit dem Ungeheuer nicht zu versuchen, denn sie würden ohne Chance alle sterben. Doch die Wikinger wollen das Monster tot sehen, die Gefahr ist viel zu groß, dass es ihr Dorf einebnet. Kainan hat eine Idee, bei der er die Unterstützung jedes Wikingers braucht. Er möchte dem Ding aus einer anderen Welt eine Falle stellen und bietet sich selbst als Köder an. Gemeinsam mit der Königstochter Freya (Sophia Myles), dem Prinzen Wulfric, den Barbarenfürsten Gunnar (Ron Perlman) und ein paar Auserwählten versuchen sie, das Monster zu töten.

Die Idee von Outlander präsentiert sich als frischer Wind, jedoch kann die Geschichte in dieser Ausführung nicht unbedingt punkten. Der Mythos der Wikinger, gepaart mit einem Mann aus der Zukunft, der eine außerirdische Lebensform im Schlepptau hat, ist einfach genial! Doch „The Outlander“ verschenkt viele Möglichkeiten aus dieser Story einen guten Film zu machen. Die Einführung von Kainan in die Welt der Wikinger wurde hier mit einem Computer gemacht, das ging schnell und keiner musste nachdenken, wie es denn wirklich ohne High-Tech wäre. Doch genau das hätte den Film einzigartig gemacht, Kommunikationsschwierigkeiten, eine andere Kultur, etc. Leider sieht man davon nichts, Kainan wird viel zu schnell als Freund aufgenommen, seine Kultur wird schlichtweg vergessen! Die Stimmung schwankt zwischen düster und erheiternd, jedoch passt das einfach nicht zusammen. Ebenso die Splatterszenen, die komplett fehl am Platz sind. Das ganze Spektakel wird dann sogar

von der FSK noch für 16-Jährige freigegeben – was soll das denn? Ein Spaßfaktor bleibt allerdings trotzdem, der Reiz des Ansehens wird immer wieder gegeben. So sind die Effekte der Kreatur gut umgesetzt, ebenso sind die Rückblenden sehr gut gemacht (auch wenn sie nicht zur Story beitragen).

Das Bild der Blu-ray ist in Ordnung. Die Farben kommen prächtig rüber, besonders die Effekte beim Auftauchen des Ungetüms sehen bombastisch aus. Der Sound dröhnt gut aus den Boxen, die Surround-Effekte sind gut platziert, jedoch in meinen Augen zu wenig. Alles in allem ist das Bild und der Ton eines guten Fantasy-Streifens würdig.

Die Extras bei der Single Disc Edition halten sich in Grenzen, dafür gibt es aber von Koch Media extra eine Spezial Edition, bei der dann sehr viel Bonusmaterial enthalten ist. Auf dieser befindet sich dann ein Making-of, ein animiertes Storyboard und noch einiges mehr. Auf der vorliegenden Single Disc Edition gibt es nur eine Trailershow und zwei Trailer von Outlander.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Mich konnte „The Outlander“ nicht überzeugen. Die Geschichte ist im Grunde genommen sehr krank, aber genial. Doch an der Umsetzung hapert es leider gewaltig. Der Film läuft seine Zeit ab, in keinem Moment war ich richtig gefesselt. Mir fehlt einiges, zum Beispiel das Aufeinandertreffen beider Kulturen oder die Entwicklung des Vertrauens und der Freundschaft. Das geht mir alles zu schnell, so machen es sich die Produzenten im Film viel zu einfach. So ungewöhnlich die Mixtur der Genres auch einen gewissen Reiz ausmacht, ist daraus leider zu wenig gemacht worden, als dass der Film als Gesamtwerk Spaß macht. Einmal ansehen kann man ihn sich, denn es ist auf alle Fälle ein gewisser Grad an Unterhaltung da, doch in die Kategorie Lieblingsfilm kommt „The Outlander“ sicherlich nicht!




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