PC Gehäuse - Antec Six Hundred

PC Gehäuse - Antec Six Hundred

Publisher: ANTEC
Genre: Hardware
Erscheinungsdatum: Februar 2007
FSK 0

PC Gehäuse - Antec Six Hundred   30.06.2010 von Xthonios

Da war es also. Das Paket von Antec. Also erstmal das Paket geöffnet und das Gehäuse ausgepackt. Kommen wir zum ersten Test: Wie schnell bekommt man das Gehäuse zerlegt. Werkzeug? Check! Pflaster für Schnittwunden? Check! Dann mal ran ans Werk. Die Seitenteile sind wie üblich mit zwei Schrauben am hinteren Ende befestigt. Sind diese erst mal entfernt, dann können beide Seitenteile einfach abgenommen werden. Dank den Schienen können die Seitenteile auch wieder schnell problemlos eingesetzt werden.

Weiter zur Front. Meist kann man hier die Spreu vom Weizen trennen. Doch hier kommt eine erste große Überraschung. Statt einfachen Plastikclipsen,,welche unhandlich und nur mit Werkzeug zu öffnen sind, findet man hier Metallklammern, die man ganz einfach biegen und so die Abdeckung entfernen kann. Sehr vorbildlich.

Die Halterung für den Einbau optionaler Lüfter für die Front kann man ebenfalls auf fast dem gleichen Wege ohne jegliches Werkzeug entfernen. Hier wurde wirklich sehr schön auf die "Gamer" geachtet, die nicht jedes Mal ein Werkzeug in der Hand haben, wenn man z.B. auf einer Lanparty eben was umbauen möchte.

Durchaus gelungen sind auch die großzügigen Öffnungen auf der "rechten" Seite des Gehäuses. Man hat für die CPU einen Ausschnitt gelassen, so dass man auch von der anderen Seite im Falle eines Lüftertausches alles reibungslos umbauen kann. Auch an die Halterungen für Laufwerke und Festplatten kommt man von beiden Seiten gut heran. Positiv ist hier auch, dass man hier genug Stauraum hätte, um auf Wunsch diverse Kabel zu verstecken, wenn Man(n) auf Ordnung im PC steht.

Ein Highlight in dem Gehäuse ist auch ein HOT-SWAP Anschluss für S-ATA Festplatten. Nach einer einmaligen Einrichtung kann man hier also bequem Wechseldatenträger und / oder Festplatten zur Sicherung im laufenden Betrieb ein- und ausstecken.

Aber man soll ein Gehäuse nicht zu früh loben. Als Nächstes habe ich mir mal die Kanten und Ecken angeschaut und war auf der Suche nach den üblichen Schmerzpunkten. Ich wurde leider enttäuscht. Obgleich meine Pflaster voller Vorfreude bereit lagen, brauchte ich sie nicht. Alle Kanten und industrielle Schnitte wurden fast vorbildlich abgerundet. Antec scheint seine Hausaufgaben gemacht zu haben.

Also auf geht´s zum nächsten Test: Dem Einbau. Antec liefert zu dem Gehäuse ein enormes Sortiment an Schrauben und Halterungen mit. Ein Asus Mainboard konnte passgenau eingebaut werden, auch das Netzteil war mit einigen kleinen Griffen verbaut und anschlossen. Die Festplatten und das Blu-ray Laufwerk konnten problemlos mittels Schienen in die richtige Position gebracht und befestigt werden – sehr schön. Mir persönlich gefiel jedoch, die leider notwendige Verlegung des Stromkabels zum Mainboard, nicht. Da das Netzteil unten platziert wurde, um für die Lüfter oben eine bessere Zirkulation zu erreichen, ist es notwendig, das Kabel mittig über die Steckplätze zu verlegen. Für Anwender mit großen Grafikarten möglicherweise eine potentielle Schwachstelle.

Die Verlegung der Frontpanel-Kabel ist ebenfalls recht gut gelöst. In der oberen Ecke hat Antec eine Kabelhalterung angebracht, um dem Benutzer die Verlegung zu erleichtern - gute Wahl. Schön wäre es jedoch gewesen, wenn es nicht nur eine einzige Halterung gegeben hätte, sondern noch 1-2 weitere. Aber selbst Perfektionisten werden dies sicherlich ohne großes Murren akzeptieren.

Kommen wir abschließend zum letzten Test, nämlich der Geräuschentwicklung:

Durch die Lüftersteuerung hinten am Gehäuse kann man die Geschwindigkeit und auch die Beleuchtung kontrollieren. Wer es also nicht so bunt und hell mag, kann mittels eines kleinen Schalters einfach dem großen Lüfter das Licht ausknipsen. Auf der kleinsten Stufe der Lüftersteuerung sind beide Lüfter angenehm leise und kaum hörbar. Selbst auf höchster Stufe arbeitet das Gebläse recht ruhig und durch die vernünftige Lagerung gibt es auch keine unnötigen Vibrationsgeräusche. Wer den PC unter den Arbeitstisch stellt, der hat im Sommer garantiert immer frisch gekühlte Beine.

Kleine Abstriche in der Gesamtbewertung gibt es für das fehl am Platz wirkende Plexiglasfenster über dem Bedienpanel. Wenn man - wie üblich - das Laufwerk im oberen Slot einbaut, hat man von dem Fenster exakt... Nichts. Auch wie ich bereits erwähnt habe, finde ich die notwendige Kabelverlegung quer über die Steckplätze nicht vorteilhaft.



Für die Technikbegeisterten unter den Lesern hier noch die genauen Abmessungen:

Abmessungen
:

 

  • - 491 mm (H) x 211,6 mm (B) x 492 mm (T)
  • - 19,3" (H) x 8,3" (B) x 19,4" (T)

 

Gehäuseabmessungen

 

  • - 565mm (H) x 273mm (B) x 559mm (T)
  • - 22,25" (H) x 10,75" (B) x 22" (T)

 

Gewicht:

 

  • - Nettogewicht: 6,4 kg
  • - Bruttogewicht: 8,5

 

HIER gibts die ausführlichen Produktinformationen.

 

Last but not least hab ich für euch bei You Tube noch ein kleines Video gefunden, in dem das Gehäuse ein wenig dargestellt wird.
 


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Obwohl ich eher ein Freund des unscheinbaren Moddings bin, hat mich das Case durchaus überzeugt. Auch im Punkto Lautstärke hatte ich aufgrund der großen Lüfter arge Bedenken, wurde aber auch hier positiv überrascht. Das Lüfterkonzept ist für Übertaktungen und / oder viel Hardware ideal. Ebenfalls sehr gut gelungen sind die Möglichkeiten, möglichst mit wenigen Handgriffen und ohne unnötiges Werkzeug, das gesamte Gehäuse fast vollständig zu zerlegen. Antec hat mit diesem Ding wirklich ein gutes Gehäuse zu einem Top-Preis rausgebracht. Klasse!


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