Paranormal Hell -uncut-

Paranormal Hell -uncut-

Originaltitel: Fired
Genre: Horror
Regie: Sajit Warrier
Hauptdarsteller: Rahul Bose
Laufzeit: DVD (84 Min) • BD (84 Min)
Label: Intergroove
FSK 18

Paranormal Hell -uncut-   08.08.2014 von GloansBunny

Und weiter geht es mit der persönlichen "Shit-Liste" unserer Redakteurin GloansBunny. Heute in der Hauptrolle: der D-Horror-Movie Paranormal Hell. Wie viel kann eine Sofaheldin ertragen ...?

 

Der Londoner CEO Joy Mittal (Rahul Bose) tigert alleine durch ein menschenleeres Bürogebäude, sein einziger Begleiter ist die aufzeichnungsfreudige Überwachungskamera des Sicherheitsdienstes. Auf Grund drastischer Sparmaßnahmen des Konzernes musste Mittal fast die gesamte Belegschaft und auch seine Affäre Ruby (Militza Radmilovic) feuern, was durch die Weltwirtschaftskrise zu diversen sozialen Dramen und finanziellen Schicksalen führte. Da Joy nun vermeintlich unbeobachtet schalten und walten kann wie er möchte, packt er seine Aktentasche und zieht kurzerhand ins größte Büro des Firmensitzes ein, um es sich dort im Chefsessel gemütlich zu machen. Doch die Stille ist nur von kurzer Dauer, denn schon bald geschehen merkwürdige Dinge. Alltagsgegenstände bewegen sich auf unerklärliche Weise, dumpfe Geräusche tönen durch den Komplex und Betthase Ruby erscheint Joy als körperloser Schatten voller Vorwürfe. In den letzten Stunden vor dem Aufeinandertreffen mit dem Firmenvorstand suchen Mittal immer mehr Geister jüngst Entlassener und teils frisch Verstorbener heim, was den CEO an die Grenze des Wahnsinns treibt. Doch Joy will nicht zulassen, dass verrückte Gedanken inklusive Suizid sein letzter Ausweg sein soll, und stellt Nachforschungen an. Der verzweifelte Versuch, Erlösung zu finden, führt ihn zu den Aufzeichnungen der Überwachungskameras. Doch ist das, was Mittal dort zu sehen glaubt, geisterhafte Realität oder nur ein schlechter Streich seiner eigenen Fantasie ...?

 

Das Grundprinzip von Paranormal Hell beruht auf der Ein-Mann-Vorstellung von Bollywood-Star Rahul Bose, der gelegentlich von umtriebigen Geistern und gelungenen, aber vorhersehbaren Schockmomenten heimgesucht wird. Die Story ist seicht und wenig spannend, die wenigen Dialoge nicht der Rede wert und Logik ist auch nicht immer vorhanden. Über 80 Minuten Langeweile, Dunkelheit und künstlich anmutende Effekte machen Paranormal Hell zu einer wahren Schlaftablette. Dass Paranormal Hell auch unter dem Titel Fired - Mobben kann tödlich sein (Hier die Meinung eines zweiten Redakteurs) erschienen ist und durchaus im Ansatz passable Psychoaspekte zeigt, kann zudem nicht darüber hinweg täuschen, dass die Auflösung schon etwa bei der Hälfte des Filmes ersichtlich ist.

 

Bildergalerie von Paranormal Hell -uncut- (6 Bilder)

Technisch gesehen bewegt sich Paranormal Hell auf durchschnittlichem Niveau. Während die helleren Szenen relativ scharf und kontrastreich dargestellt werden, dominieren in den dunklen Abschnitten schlechte Schwarzwerte und permanentes Rauschen. Die Tonqualität ist akzeptabel, wenngleich der deutschen Synchronisation ein wenig mehr Leidenschaft und sinnigere Dialoge gut getan hätten. Die wenigen Schockmomente sind zu vorhersehbar und lieblos umgesetzt und der hohe Blauanteil der Kulissen sorgt statt Atmosphäre eher für Kopfschmerzen. Der leere Extras-Bereich mit seinem Wendecover und einem Trailer rundet den faden Geschmack von Paranormal Hell ab.


Das Fazit von: GloansBunny

GloansBunny

Paranormal Hell, der auch unter dem Titel Fired - Mobben kann tödlich sein veröffentlicht wurde, mutet zunächst ganz ansehnlich an. Doch spätestens ab der Hälfte des Films ist auch beim letzten Zuschauer der Groschen gefallen und die Auflösung der sowieso recht seichten Story bereits bekannt. Die langatmige One-Man-Show von Darsteller Rahul Bose mutiert trotz einiger vorhersehbarer Schockmomente und nettem Psychothriller-Aspekt kaum Neues oder gar Spannung. Die billigen Effekte, die schlechte Qualität von Bild und Ton (Synchronsprecher) sowie die Dreistigkeit, einen schon einmal verkauften Film einfach mit neuem Cover und anderem Namen 1:1 ein weiteres Mal zu veröffentlichen, senden Paranormal Hell postwendend in die filmische Hölle zurück. Finger weg, die 12 Euro lassen sich in durchaus bessere Dinge investieren als in diesen D-Movie!


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