Parker

Parker

Originaltitel: Parker
Genre: Action
Regie: Taylor Hackford
Hauptdarsteller: Jason Statham
Laufzeit: Ca. 119 Minuten
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 16

Parker   13.08.2013 von Teppich

Wo Statham draufsteht, muss auch Statham drin sein! So oder so ähnlich könnte mein Fazit zum neuesten Film des fast schon immer wütenden Engländer lauten - schon einmal über den Hulk nachgedacht, Herr Statham?! Diesmal schlüpft er in die Rolle des Diebes Parker, der seinen letzten Coup nur knapp überlebte. Schuld daran sind seine Kollegen und nun sinnt Parker auf Rache...

 

Parker wacht plötzlich in einem Krankenhaus auf und gibt vor, nicht zu wissen wer er ist und wie er überhaupt ins Krankenhaus gelangte. Natürlich weiß der Modern-Day Robin Hood sehr wohl, warum er im Krankenhaus liegt und vor allem wegen wem. Parker ist ein Dieb, aber keinesweges ein gewöhnlicher. Er stiehlt nur von jenen, die es seiner Meinung nach verdient haben. Sein letzter Coup lief jedoch nicht wie geplant, denn als sich Parker dazu entschloss, sein Geld nicht in den nächsten Coup zu investieren, versuchten seine Kollegen prompt, ihn zu erledigen. Natürlich stirbt Parker nicht, der Film wäre ja auch sonst öde! Parker hat nun nur noch Rache im Sinn, und vor allem möchte er zurückhaben, was ihm gestohlen wurde. Hilfe bekommt der charismatische Dieb dabei von der Vermögensberaterin Leslie Rodgers (Jennifer Lopez). 

Der Film orientiert sich dabei an der Romanfigur Parker, die von Donald E. Westlake geschaffen wurde. Leider nimmt man sich nur den Namen zur Vorlage, denn der Rest des Films wirkt unausgereift und tröpfelt vor sich hin. Wer nun davon ausgeht, dass ein Statham-Film nicht langweilig werden kann, schließlich können ja immer noch tausende Liter Filmblut vergossen werden, der hat sich auch leider hier getäuscht. Parker bietet an sich wenig Action, eine unausgegorene Geschichte, und kann bis auf seine Besetzung nicht wirklich punkten. Das Problem liegt witzigerweise nicht an der Leistung der Schauspieler, sondern eher am sehr schlechten Drehbuch. Der Film ist in erste Linie eins: Viel zu lang! Denn Parker schlägt mit ganzen zwei Stunden zu Buche und erzählt in seiner ersten Stunde erstaunlich wenig. Erst zum Beginn der zweiten Stunde legt der Film an Fahrt zu und ist dann auch schon fast zu Ende. 

 

Bildergalerie von Parker (11 Bilder)

So wirklich retten kann den Film nur noch seine Besetzung, allen voran Statham selbst. Wobei ich gestehen muss, dass Jennifer Lopez eine gute Figur an der Seite des Engländers macht. Nichtsdestotrotz wirkt Parker leider ziemlich unausgegoren und konnte mich nicht wirklich unterhalten. Dies liegt vor allen in der elend langen Vorbereitung Parkers auf seinen Trip, die schließlich die Hälfte des Films in Anspruch nimmt.  Die Blu-ray-Fassung von Parker glänzt mit einem einwandfreien Bild, schließlich wurden hier mehrere Milionen "verbrannt", beim Ton verzichtete man jedoch auf die 7.1-Unterstützung und so kommt Parker nur mit 5.1 HD ins Wohnzimmer. 


Das Fazit von: Teppich

Teppich

Parker macht es einem nicht gerade leicht, ihn zu mögen! Dabei versuchen die Schauspieler ihr Bestes, um den Film noch zu retten. Aber bei einem so lausigen Drehbuch könnte Jason Statham auch putzpudelnackig mit zurückgebundenen Händen versuchen zu jonglieren, der Film würde dadurch nicht besser werden. Es ist immer wieder verwunderlich, dass Filme mit starken Vorlagen - in diesem Fall die Bücher von Donald E. Westlake - aufgrund ihres Drehbuchs scheitern. Solltet Ihr jedoch in absehbarer Zeit zwei Stunden zu viel haben, und mal richtig abschalten wollen: Dann greift zu Parker! Andere Leute kaufen teure Tabletten um gut zu schlafen.


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