Party Animals 3 - Willkommen auf der Uni

Party Animals 3 - Willkommen auf der Uni

Originaltitel: Van Wilder: Freshman Year
Genre: Klamauk-Komödie
Regie: Harvey Glazer
Hauptdarsteller: Jonathan Bennet • Kristin Cavallari
Laufzeit: 97 Minuten
Label: Paramount
FSK 16

Party Animals 3 - Willkommen auf der Uni   07.03.2010 von Garnelenkönig

Was sorgte doch damals die Teenager-Komödie American Pie (1999) für Aufsehen. Die Presse bescheinigte dem doch harmlosen Streifen „derben Sexualhumor“ und fand ihn „gnadenlos geschmackslos“, während das Publikum vor Begeisterung die Kinosäle füllte. Auf einer ähnlichen Erfolgswelle konnte auch der Klamauk-Nachzügler Party Animals schwimmen. Der Produktionswert von circa 5 Millionen US-Dollar wurde gleich siebenfach wieder eingespielt, was zwei weitere Sequels hervorbrachte. Der jüngste Vertreter Party Animals 3 – Willkommen auf der Uni erschien vergangenes Jahr und kann an die alten Erfolge nicht anknüpfen, handelt es sich hierbei doch um eine Direct-to-DVD-Produktion. Völlig zurecht, denn zum Lachen geht man hier besser in den Keller.

Wäre Van Wilder (Jonathan Bennett) real, würde er an Stelle von Jürgen Drews als  König von Mallorca treten. Der selbst ernannte Partykönig und angehende College-Student liebt ausgelassene Feten mit jeder Menge Hochprozentigem Schnaps, barbusigen Mädels und fetziger Techno-Musik. Zu seinem Entsetzen ist genau dies auf dem Campus, auf dem er künftig studiert strengstens verboten. Dort herrscht das Gesetz des verklemmten Dekans (Kurt Fuller), der sein Reich mithilfe von Soldaten-Kadetten vor den Auswüchsen der heutigen Spaßgesellschaft verteidigt. Das können Wilder und seine zwei Kommilitonen, ein ständig bekiffter Junkie und ein leicht schüchterne Asiate, nicht auf sich sitzen lassen. Sie beschließen das Collegejahr so richtig zu rocken und die Uni vor der Party-Ladehemmung zu befreien.

In den darauffolgenden 96 Minuten wird der Zuschauer mit abgedroschenem Fäkalhumor, nackten (aber heißen) Mädels und einer seichten Liebesgeschichte konfrontiert. Der Plot ist vorhersehbar und ermüdet mit seinen stereotypen Charakteren und platten Dialogen, eigene Anstöße der Filmverantwortlichen etwas Neues auf den Bildschirm zu bahnen, finden sich nicht. Dass es bei Party Animals 3 um ein Prequel handelt, ist angesichts der nicht vorhandenen Geschichte praktisch irrelevant. Diese Schwächen ließen sich ja verschmerzen, gäbe der Streifen genug Lacher an einem Videoabend her. Doch selbst das wird nur bedingt erfüllt.

Die wenigen Szenen, die für ein Schmunzeln sorgen, sind dem Asiaten an der Seite des Protagonisten Van Wilder zu zu schreiben. Er füllt seine Rolle als Auslandsstudent, der den American Way of Life „hautnah“ erleben möchte, bestens aus. Einen soliden Job erledigt auch Bösewicht und Dekan des Campus Kurt Fuller. Van Wilder (Jonathan Bennett), der eigentliche Star des Streifens, nervt hingegen mit seinem übertriebenen Spiel zwischen Bad Boy und bester Kumpel. Den filmischen Dolchstoß versetzt letztlich aber seine absurde Liebesgeschichte zu der heißen Offiziersanwärterin und Campus-Schönheit Kaitlin (Kristin Cavallari). 

Grundsolide ist die Ausstattung der DVD. Neben einem Making-Of von 16 Minuten Länge und einem unterhaltsamen Einführungsvideo (3 Minuten) findet man auf der Scheibe auch einige kleinere Featurettes vor, die die Entstehung der wichtigsten Szenen im Film näher beleuchten. Angereichert wird das Ganze mit Interviews der Casts, die die ein oder andere Anekdote besteuern sowie dem Audiokommentar. Auf eine Animation des DVD-Menüs hat Paramount verzichtet, dafür liegt der Film in der ungeschnittenen Fassung vor.


Das Fazit von: Garnelenkönig

Garnelenkönig

Party Animals 3 – Willkommen auf der Uni ist eine weitere, abgedroschene Teenie-Klamotte, die die Welt nicht braucht. Statt die abgefahrenen Pfade des Genres hinter sich zu lassen, bedient sich Regisseur Harvey Glazer sinnentlernter und bereits dutzende Male gehörter Gags, die nicht so recht beim Zuschauer einschlagen wollen und können. Da helfen auch die heißen barbusigen Mädels nicht, die der Streifen ständig zelebriert.


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