Peelers

Peelers

Originaltitel: Peelers
Genre: Horror • Kömödie
Regie: Sevé Schelenz
Hauptdarsteller: Wren Walker
Laufzeit: DVD (95 Min) • BD (95 Min)
Label: SchröderMedia Handels GmbH
FSK 18

Peelers   01.11.2017 von Beef Supreme

Es ist still geworden im Fun-Splatter-Genre. Wo sind die ganzen Kanister Kunstblut die völlig übertrieben großflächig den Teppich einsauen? Wo ist der Gummidarm, der pittoresk den Esszimmerzisch ziert? Gegen diesen unnützen Ernst und den grauen Realismus im Gore-Business muss was getan werden! Genau das versucht Peelers und als Bonus liefert der Film auch noch einige zeigefreudige und gut aussehende Damen. Möpse und Massaker, kann eigentlich gar nichts schief gehen, oder?

 

Es ist der letzte Abend in Blue Jean’s Striplokal. Die Mädels sollen nochmal alles geben und zeigen bevor sich die Türen für immer schließen. Doch ausgerechnet heute verirren sich vier schmierige Mexikaner in den Schuppen und das ist wörtlich zu nehmen. Von oben bis unten eingesaut in eine ölige Flüssigkeit hielten es die Herren nicht für nötig, sich zu reinigen bevor sie ihrem versauten Voyeurismus frönen. Nur ist das Zeug, das an ihnen haftet, kein Öl sondern irgendeine Flüssigkeit, die jeden der damit in Kontakt kommt zum willenlosen Zombie macht. So begab es sich dann auch, dass zum eigentlich letzten Abend voller Titten und Bier noch ein Stapel Leichen hinzukommt und manche davon gönnen sich noch ein bisschen Hirn bevor sie von dannen schlurfen. Für Blue Jean und ihre Mädels geht’s jetzt ums nackte Überleben und blöderweise scheinen Feuerwaffen keine durchschlagenden Argumente zu haben.

 

From Dusk till Dawn meets Zombie Strippers. So lässt sich der Film hervorragend zusammenfassen. Eine Bar, viel nackte Haut, gallonenweise Alk und irgendwann gesellen sich noch blutrünstige Zombies zur Party. Peelers bedient sich fast schamlos an bekannten Elementen bereits dagewesener Filme, beherrscht aber das Kunststück, trotzdem nicht nur wie eine blanke Kopie zu wirken. Originell geht sicher anders aber der Film macht Laune. Hier wird auch nicht davor zurückgeschreckt, mal einen lieb gewonnenen Charakter zerfetzt werden zu lassen. Und das geschieht höchst explizit. Peelers lässt sich nicht lumpen, fährt das volle Massakerprogramm auf und sieht dabei auch noch richtig gut aus. Viel Handgemachtes und nur wenige CGI-Schandtaten schmücken die zahlreichen und gut gemachten Ableben. Dabei kommt auch der Humor nicht zu kurz, gerade Blue Jean’s jüngerer Bruder Logan hat immer einen lockeren Spruch auf den Lippen, was dem Film gut tut. Nur sind die Untoten etwas zu Ninja mäßig unterwegs. Zu oft kommt es vor, dass sich jemand plötzlich mit einem Spieß zwischen den Rippen wiederfindet und völlig überrascht Blut kotzt. Denn sieht man die Zombiemexikaner mal on screen, sind sie weder besonders gewandt noch leise. Wie kommt’s dann, dass sie immer wieder plötzlich hinter einem auftauchen? Abgesehen davon macht der Film aber vieles richtig und weiß über die ganze Laufzeit zu unterhalten, mal witzig, mal blutig, mal scharf.

 

Bildergalerie von Peelers (11 Bilder)

Zur Technik und den Extras lässt sich nicht viel sagen, da uns eine Vorabversion zur Verfügung gestellt wurde. Die deutsche Synchronisation allerdings ist überaus gelungen, gerade für einen Film in diesem Budget-Segment. 


Das Fazit von: Beef Supreme

Beef Supreme

 

Habt Ihr Bock auf einen gediegenen Männerabend? Bierchen auf den Tisch und Peelers rein! Titten, Zombies, Blut. Mit dem Film macht Ihr nur wenig falsch, vor allem wenn euch From Dusk till Dawn oder Zombie Strippers gefallen hat. Qualitativ reicht Peelers nicht ganz an die beiden ran, doch im Rahmen seiner Möglichkeiten hat Regisseur Sevé Schelenz ein stabiles kleines Filmchen abgeliefert, das sich zwar ordentlich bedient, das Zusammengeklaute aber richtig gut umsetzt. 


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