Pikmin 2 – New Play Control!

Pikmin 2 – New Play Control!

Publisher: Nintendo
Genre: Strategie
Sub-Genre: Taktik, Jump & Run
Art: Midprice Titel
Erscheinungsdatum: 24.04.2009
USK 0

Pikmin 2 – New Play Control!   02.06.2009 von Manu

Als Pikmin 2004 für den Gamecube erschien, waren viele kritisch, ob man die Qualität des ersten Teils übertreffen könne oder ob es sich als seichte Neuauflage oder Missionspack entpuppt wie so oft bei Fortsetzungen. Dass Pikmin 2 seinen Vorgänger in vielen Punkten übertraf, weiß man nun. Wie die Portierung auf die Wii geglückt ist, erfahrt ihr hier.

Pikmin 2 erschien hierzulande 2004 auf dem Nintendo Gamecube, wurde weltweit mit Höchstwertungen überschüttet und zählt bis heute zu den besten Spielen des Nintendo-Würfels (weltweit 90% Durchschnittswertung auf).

Da der Gamecube leider bei den Verkaufszahlen stets hinter den Erwartungen blieb, die Spielebibliothek aber einige exklusive Perlen wie eben die Pikmin Reihe aufweist, entschied sich Nintendo, ein paar dieser Spiele in Form von Portierungen unter der Reihe „New Play Control“ herauszubringen. Im Gegensatz zu den Virtual Console Games braucht ihr als für diese Klassiker keinen „alten“ Controller, sondern könnt, wie gewohnt, mit der Wiimote steuern. Auch die Auflösung wurde an moderne Verhältnisse und vor allem an das 16:9-Format angepasst. Der Kunstbegriff für diese Reihe lautet folglich „Wiimake“. Mehr erwarten dürft ihr erfahungsgemäß aber nicht, wie auch bei Pikmin 1 und Mario Tennisaus dieser Reihe, sind keine nennenswerten Zusatzlevel, -modi oder grafischen Verbesserungen eingeflossen.

Zur Story. Das Spiel schließt nahtlos an Teil 1 an: Die Firma Hocotate Freight, für die ihr als Captain Olimar arbeitet, steht vor dem finanziellen Ruin, da Louie, ein neuer Mitarbeiter, durch einen Überfall von Weltraumhasen (nein, nicht die Raymann Rabbids) eine komplette Ladung Pikpik-Karotten verloren hat. Auf Befehl seines Chefs kehrt Olimar daraufhin mit Louie zum Pikmin-Planeten zurück, um dort nach Schätzen im Wert von insgesamt 10.000 Pokos zu stöbern.

Natürlich bergt ihr diese Schätze nicht alleine sondern wie gewohnt mit Hilfe eurer farbigen kleinen Blumenfreunde. Deren Hilfe benötigt ihr auch, um die 201 auffindbaren Teile (im Vergleich: in Teil 1 gab es 30 Teile) zu bergen. Alle Farben aus Teil 1 sind zurück und dazu gesellen sich zwei neue Vertreter: Lila und weiß. Besonderheit bei beiden: Ihr könnt diese Farben nicht wie gewohnt aus Zwiebeln züchten, sondern verwandelt bestehende Pikmins in diese neuen Farben, indem ihr diese in bestimmte Blumen werft. Auf diese beiden Farben müsst ihr also besser aufpassen und sie sind deutlich seltener.

Violette Pikmin sind zehnmal so kräftig wie andersfarbige Pikmin, und durch ihr hohes Gewicht können sie beispielsweise Schalter betätigen. Weiße Pikmin sind giftig und fügen Gegnern, die sie fressen, großen Schaden zu. Außerdem können sie verborgene Schätze aufspüren.

Die wichtigste Neuerung und größter Kritikpunkt an Teil 1: Es gibt kein nerviges Zeitlimit mehr! Zwar müsst ihr immer noch vor Anbruch der Dunkelheit eure Pikmins in die Heia bringen, aber die Anzahl der Tage ist nicht mehr begrenzt. Somit könnt ihr ungestraft erkunden und experimentieren. Ebenfalls neu hinzugekommen sind sogenannte Sprays. Diese könnt ihr auf eure Pikmin sprühen, um diesen temporär einen Boost in gewissen Bereichen zu geben.

Insgesamt ist Pikmin 2 deutlich strategischer geworden als Teil 1. Ihr könnt nur 100 Pikmins auf einmal mitnehmen, also überlegt euch gut, was ihr erreichen wollt und in welcher Anzahl ihr welche Farbe mitnehmt. Die Erforschung der „Höhlen“ ist ebenfalls nicht ohne Planung zu empfehlen, da ihr innerhalb der Höhlen-Levels keine Pikmin-Verluste ausgleichen könnt. Auch die Einführung eines zweiten steuerbaren Captains, erhöht den Strategieanteil. Ihr könnt nun endlich an zwei Orten agieren und müsst nicht mehr ellenlange Wege in Kauf nehmen, ihr schaltet einfach bequem zwischen Olimar und Louie um.

Multiplayer
Neu hinzugekommen ist ebenfalls der damals lang ersehnte Multiplayer-Modus. Im Battle Modus kämpft ihr gegeneinander um eine Handvoll Murmeln, im Challenge Modus kämpft ihr euch zu zweit durch Höhlenlevel. Eine spaßige Ergänzung zum Hauptspiel.

Grafisch ist das Spiel nun zwar auf sehr hohem Niveau, aber eben auf dem Stand von 2004. Erstaunlicherweise sieht es trotzdem besser aus als so manche Wii-Gurke heutzutage, aber dennoch wirken die Texturen matschig, vor allem auf einem HDTV. Der 16:9 Modus ist wie beim Vorgänger natürlich auch dabei, aber das war es dann schon wieder. Wenn man aber bedenkt, dass Nintendo Wiimakes nicht zum Vollpreis anbietet, relativiert sich das wieder. Einziger Wehrmutstropfen: Das Originalspiel des Gamecubes bekommt ihr deutlich billiger und es läuft auch auf der Wii. Wenn ihr also über einen Gamecube-Controller verfügt und kein 16:9 Format braucht, holt euch das billigere Original. Dadurch verliert ihr natürlich die Option, die wie für Pikmin geschaffene Steuerung via Wiimote zu nutzen. Die Entscheidung liegt bei euch. Aber Spielen müsst ihr dieses Spiel auf jeden Fall!

Ein neuer, dritter Teil der Pikmin-Reihe wurde übrigens während der letztjährigen E3 von Shigeru Miyamoto offiziell bestätigt. Man darf also gespannt sein, was die diesjährige E3 zu diesem Thema an News bringen wird. 


Das Fazit von: Manu

Manu

Pikmin 2 gehört in jede Spielesammlung eines echten Nintendo-Fans. Wer das Original auf dem Gamecube gespielt hat, kann pausieren, alle anderen haben hoffentlich auf meinen Rat aus dem ersten Test gehört und auf Pikmin 2 gewartet, welches den guten Vorgänger in allen Punkten verbessert und übertrifft. Wer auf taktische Tiefe mit dem unverwechselbaren Nintendo-Knuddel-Charm steht, wird hier sehr gut für sein Geld unterhalten. Wer ein paar Cent sparen möchte, greift zum Originalspiel von 2004, alle anderen können mit Pikmin 2 nichts falsch machen. Und nun stellt sich die gleiche Frage wie damals: Schafft es Nintendo, mit dem Nachfolger Pikmin 3 an diese Perle anzuknüpfen? Man darf gespannt sein!


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Kein Zeitlimit wie in Teil 1
  • Neue Pikmin-Arten bringen Spieltiefe
  • Noch taktischer als der Vorgänger
  • Zufallsgenerierte Höhlenlevel
  • Zwei Multiplayer-Modi
  • 16:9 Modus
  • Keine grafischen Verbesserungen
  • Keine Bonus-Items oder Level
  • Matschige Texturen





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