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Pinguine aus Madagascar Dr. Seltsam kehrt zurück

Publisher: THQ
Entwicklerstudio: Griptonite Games
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Kinder-Kinect-Spiel
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 16.09.2011
USK 6

Pinguine aus Madagascar Dr. Seltsam kehrt zurück   10.11.2011 von Panikmike

Wie aus ein paar Nebenrollen wichtige Figuren mit einer eigenen Serie und mittlerweile sogar einem Videospiel werden können, sehen wir am Beispiel der vier Pinguine Kowalski, Skipper, Private und Rico. Ursprünglich hatten sie einen mehr oder weniger kurzen Auftritt im Animationsfilm „Madagascar“ und - schwupps - ein paar Jahre später sind sie selbst die Stars. Ob der Auftritt im neuen Videospiel gelungen ist???

Die Geschichte ist schnell erzählt, sie ist aber bei so einem Spiel auch nicht das Wichtigste. Ein Bösewicht namens Dr. Seltsam hat böse Pläne, die Ihr durchkreuzen müsst. So kommen wir im Zoo von New York an und gliedern uns schnell in das Team der vier Protagonisten ein. Auch wenn es anfangs so aussieht, als ob man eine fünfte Rolle einnehmen würde, so spielt man im Spiel selbst doch nur die vier Helden namens Skipper, Private, Rico und Kowalski. Jeder der vier hat unterschiedliche Qualitäten, die man im Spiel allerdings nicht ausnutzen kann - jeder Held spielt sich quasi gleich. Kowalski ist der kluge Kopf der Bande, der mit seinen bahnbrechenden Erfindungen immer wieder für Ahhhhs und Ohhhhs sorgt. Rico ist der Rambo unter den Pinguinen. Er kennt keine Gnade und kann eine Maschinenpistole im Schlaf auseinander- und wieder zusammenbauen. Private ist ein Meister im Rutschen, er trägt nicht umsonst den Titel „König des Schlitterns“ und Skipper ist quasi der General unter den Freunden. Was er sagt, wird auch ausgeführt - verstanden Soldat?

Das gesamte Spiel ist aus drei Kapiteln aufgebaut, welche wiederum vier Level beinhalten. Diese spielen nicht nur im bekannten New Yorker Zoo, sondern auch in der Stadt und in der stinkenden Kanalisation. Gott sei Dank gibt es bisher noch kein Geruchsspiel, sonst wäre dieser Level definitiv nicht mein Lieblingsabschnitt! Neben unseren vier Pinguinen trefft Ihr natürlich während der Kampagne auf allerlei Freunde, welche man aus der Serie und den Filmen kennt. King Julien und Maurice dürfen dabei natürlich nicht fehlen, diese haben auch immer wieder einen lustigen Spruch auf den Lippen.

Doch was muss man eigentlich in diesem Spiel machen? Da es ein Kinect-Titel ist, fällt die Controller-Steuerung natürlich komplett flach – Ihr seid der Controller. Ihr bewegt Euch durch die Level und müsst quasi euren Helden steuern. Doch allzu viel müsst Ihr trotzdem nicht machen, denn unser Held läuft von alleine und Ihr agiert quasi hin und wieder. Wenn Ihr Euch nach links oder rechts bewegt, dann steuert auch der Held in diese Richtung. Ihr braucht diese Bewegung, um verschiedene Sachen in den Level einzusammeln. Nebenbei werdet Ihr immer mal aufgefordert zu springen, Euch zu ducken oder eine bestimmte Bewegung zu machen. In Minispielen könnt Ihr Euer Geschick aber auch Euren Hirnschmalz unter Beweis stellen, denn hin und wieder werden verschiedene Aufgaben oder Quizfragen gestellt. Es gibt zwar einige Minispiele, jedoch sind sie oftmals sehr ähnlich und wiederholen sich. Auf Dauer nerven sie den Spieler, alleine schon, weil das Spielgeschehen immer unterbrochen wird.

Habt Ihr ein Level absolviert, dann winkt Euch eine Medaille, je nachdem wie gut oder schlecht Ihr gewesen seid. Für Kinder ist es wahrscheinlich eine Herausforderung, für Erwachsene eher ermüdend, weil die meisten Bewegungen viel zu einfach sind. Leider macht Euch auch die Kinectsteuerung einen Strich durch die Rechnung, da sie teilweise die Figuren nicht erkennt und Ihr dann eventuell von vorne oder von einem Savepunkt aus wieder anfangen müsst. Es ist mir nicht nur einmal passiert, dass ein Sprung oder eine Figur nicht erkannt wurde und man dadurch im Level zurückgesetzt wurde. Das nervt, vor allem weil andere Spiele beweisen, dass es auch gut funktionieren kann. Es ist mir sogar öfters passiert, dass man durch eine Wand oder den Boden fällt und dann diesen Level komplett von vorne anfangen muss. Solche Bugs dürfen definitiv in einem Spiel nicht vorhanden sein! Ebenso haben die Entwickler in Sachen Umfang und Spieldauer geschlafen. Ist man geschickt, so braucht man nur ein paar Stunden und schon ist alles vorbei. Selbst für Kinder ist dies zu wenig, weil der Wiederspielwert nicht allzu hoch ist. Einzig und allein zwei Minispiele sind danach noch ein wenig interessant. Man kann mit King Julien entweder ein bisschen tanzen oder Euch in „Grünes Licht, Rotes Licht“ langweilen. Keine Ahnung, ob dies als Lernspiel für Fußgänger konzipiert wurde oder um das Spiel einfach künstlich aufzublähen. Fakt ist jedenfalls, dass man sich das Spiel hätte schenken können. Im Endeffekt war das dann schon das ganze Game, einen Mehrspielermodus gibt es nicht. Dieser hätte die Wertung aber noch hochtreiben können, denn ganz alleine vor dem Fernseher rumhampeln macht selten lange Spaß.

Kurzum noch ein paar Worte zur Grafik und dem Sound. Die Grafik ist nett, mehr kann man dazu aber nicht sagen. Sie ist definitiv nicht mehr, da sie nicht wirklich abwechslungsreich ist und sicherlich auch keinen Preis gewinnen wird. Der Ton hingegen ist gut umgesetzt, die amüsanten Sprüche können immer mal ein Lächeln ins Gesicht zaubern – und dass nicht nur bei den erwachsenen Spielern.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Eigentlich mag ich Kinderspiele, doch von Dr. Seltsam und seinen Pinguinen bin ich echt enttäuscht. Am Anfang war es noch witzig und schön zu spielen, doch als sich immer mehr Fehler eingeschlichen hatten, wurde dadurch der Spielspaß schnell nach unten gezogen. Kinect erkennt nicht alle Figuren, das Spiel hat ein paar nervige Bugs, man hat es zu schnell durch und selbst Kinder werden nur indirekt eine Herausforderung darin sehen. Sehr schade, da das Thema an sich sehr interessant gewesen wäre vor allem für Kinder. Dieses Spiel zeigt mal wieder, dass ein Spiel mit Filmhelden nicht gut sein muss, nur weil die Serie oder der Film zu den Protagonisten gut ist. Sehr schade, in meinen Augen ist dieses Spiel nur bedingt empfehlenswert.


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  • Für Kinder gedacht…
  • Man muss viele verschiedene Bewegungen machen…
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  • Kein Mehrspielermodus
  • … doch auch die langweilen sich schnell
  • … die Kinect aber teilweise nicht richtig erkennt
  • Grafik nicht up-to-date
  • Auf Dauer langweilige Minispiele
  • Sehr kurze Spielzeit
  • Leider immer wieder auftretende Bugs





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