Pro Evolution Soccer 2010

Pro Evolution Soccer 2010

Publisher: Konami
Entwicklerstudio: Konami
Genre: Sport-Spiel
Sub-Genre: Fußball
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 22.10.2009
USK 0

Pro Evolution Soccer 2010   23.11.2009 von Molle

Ab in die nächste Runde, der Kampf zwischen Pro Evolution Soccer und Fifa geht weiter. Seit dem 22. Oktober steht PES in den Regalen. Letztes Jahr konnte EA Sports mit einem kleinen Vorsprung auf dem Siegertreppchen stehen. Doch wie wird es dieses Jahr aussehen? Konami hat einige Erneuerungen versprochen; wie es aber tatsächlich umgesetzt wurde und ob Fifa im Schatten stehen wird, könnt ihr in diesem Test erfahren.

Wer kennt es nicht, einen Sport-Simulator in die Konsole einlegen und irgendwie müsste man meinen, dass es genau das gleiche ist. Was kann sich schon in einem Jahr tun? Doch wer das denkt, hat sich wohl verschätz. Einiges hat sich getan, spielerisch sowie auch die Grafik und Sound haben sich stark verbessert. Die Frage ist natürlich auch, ob Veränderungen gleich positiv sind. Auf dem ersten Blick macht PES einen sehr guten Eindruck.

Ohne einen Plan starte ich einfach mal das erste Spiel. Für mich als Bayern-Fan würde ich gerne meine Mannschaft auswählen, doch leider hat es Konami dieses Jahr mit der Lizenzierung mit den deutschen Bundesliga Mannschaften nicht geschafft. Doch das sollte kein Problem darstellen, da schließlich auch andere Mannschaften Fußball spielen können. Hauptsächlich stehen Teams aus der Champions League und der Europa League zur Verfügung, auch wenn nicht alle vorhanden sind. Zusätzlich sind auch noch Nationalmannschaften zur Auswahl. Also bleibt es jedem überlassen, was für ein Spiel absolviert werden soll. Auch dieses Jahr das erste Mal mit dabei sind unsere DFB-Jungs sprich Phillip Lahm, Sebastian Schweinsteiger, Michael Ballack u.v.a.

Nach der Wahl der beiden Rivalen geht es in die Optionen unter denen man das Wetter, den Ball und auch das Stadion aussuchen kann. Interessant sind wohl die Wettereinstellungen, die durchaus den Spielfluss beeinträchtigen. Jedem des seinen, man kann die Einstellung auf Zufall lassen, so dass in jedem Spiel andere Wetterverhältnisse herrschen, oder sich auf eine Einstellung festlegt.

Nun gut, die ganzen Einstellmöglichkeiten sind wir durchgegangen und jetzt geht es an das Gameplay. Im ersten Moment, als die Spieler aus der Kabine ins Stadion einlaufen, war für mich schon klar, die Stimmung und die Grafik sind absolut gelungen. Man bekommt richtig Lust auf den Platz zu gehen und seine Tore zu schießen.

Anstoß! Der Ball rollt und die ersten Pässe gehen präzise zu den Mitspielern. Die Steuerung ist an sich gut auf die Tasten abgestimmt, so dass keine Probleme aufkommen. Doch die Spielerbewegung ist etwas hakig bzw. es entsteht kein richtiger Spielfluss. Man kann das ganz gut vergleichen, wenn ein Ball ins Rollen kommt und dieser immer wieder gestoppt wird. Auch dieses Jahr ganz neu, das 360° Dribbling, welches die präzise Steuerung der Spieler ermöglicht. Dieses Dribbling ermöglicht die Kontrolle des Spielers in alle Richtungen, welches natürlich vor allem in den Zweikämpfen interessant ist. Ein langer Pass nach vorne und der Ball schlägt ins Netz ein. Wenn du als Heimmannschaft spielst, ist die Feierlaune im Stadion sehr hoch. Als Auswärtsmannschaft hat man wohl eher die schlechteren Karten, da man wohl eher auf sich alleine gestellt ist. Auch wenn das Gastteam im Ballbesitz ist bzw. ein gegnerischer Spieler gefault wird, buht das ganze Stadion den Fußballprofi aus. In meinen Augen sehr gelungen und die Atmosphäre ist genial.

Nun beginnen die Fangesänge, welche wie ich finde sogar sehr gut inszeniert wurden, da es sogar die Teameigenen im „wirklichen Leben“ sind. Faul im Strafraum. Ein Getöse geht durch die Zuschauerreihen und der Elfmeterschütze wird ausgewählt. Hierbei muss ich allerdings sagen, dass die Ansicht beim Elfmeter etwas gewöhnungsbedürftig ist, da diese von der Seite eingestellt wurde. Hier leidet etwas die Zielgenauigkeit, zumindest anfangs, denn wie heißt es so schön, Übung macht den Meister.

Nach einem ausgiebig gefeierten Sieg geht es wieder zurück ins Hauptmenü. Um gewisse Situation auszuprobieren, hat Konami einen Trainingsmodus integriert. Hier können Freistöße, Ecken, Elfmeter und natürlich auch das Passspiel im „Freien Training“ getestet werden. Hier können leider nicht wie in FIFA 10 Laufwege einstudiert werden um diese dann entsprechend im Spiel anzuwenden. Auch gibt es hier leider keine Einführung in Tastenkombinationen, wie diese auch in FIFA 10 in Tuturials erklärt werden. Somit ist leider PES 2010 was die Benutzerfreundlichkeit vor allem für Neueinsteiger nicht so weit vorne wie sein Mitbewerber.

Außerdem ist dieses Jahr auch der „Werde zur Legende“ Modus vorhanden. Hier ist man auf einen Spieler fokussiert der durch eine konstante und außergewöhnliche Spielleistung auffällt. Dieser Spieler wird anfangs erst einmal von euch erstellt. Ihr könnt mit einer Kamera euer Gesicht einscannen oder auch einen Spieler nach euren Vorstellungen kreieren. Auch Position, Verletzungsanfälligkeit, Rechts- oder Linksfüßer, alles kann perfekt nach euren Wünschen eingestellt werden. Der nächste Schritt findet dann auf dem Platz statt. Wichtig ist es erst einmal in die Startaufstellung zu gelangen. Nach jedem Spiel wird man bewertet und auch andere Clubs fangen an sich für dich zu interessieren. Angebote gehen ein und du musst dich für einen Verein entscheiden. Dein Ziel ist natürlich einmal im Champions League Finale zu stehen und am Schluss als verdienten Lohn den Pokal in deinen Händen halten zu können. Die Ansicht ist hier auf deinen Spieler fixiert und die Teamkameraden werden vom Computer gesteuert und somit hat man indirekt das Spiel in den Händen.

Zudem gibt es den „Meister-Liga“. Hier bist du der große Manger und hast deinen Verein im Griff. Du musst Spieler verpflichten, Talente in der ganzen Welt suchen um am Ende das Dreamteam an die Spitze des Weltfußballes zu bringen. Eine Mannschaft sowie der Verein können ohne Sponsorenverträge nicht überleben. Anfangs werden einem drei Sponsoren aufs Auge gedrückt welche auch im Laufe der Kariere wieder auslaufen. Deshalb ist es wichtig die Verträge im Auge zu behalten. Im Großen und Ganzen kann man sagen es handelt sich hier um einen Manager-Modus. Die Einnahmen müssen stimmen und natürlich auch die Ausgaben. Wer das alles im Überblick behält, dem stehen alle Türen offen.

Nicht zu vergessen ist der Modus „Liga-Pokal“. Hier kannst du dein eigenes Turnier erstellen und entsprechen auch die teilnehmenden Mannschaften. Wie auch in den anderen Modi ist dein Ziel das Endspiel und der Pokal.

Der Online-Modus ist in meinen Augen gut gelungen. Keinen langen Wartezeiten und es lässt sich immer ein Spiel finden. Natürlich merkt man die Unterschiede, wer schon Langzeiterfahrung hat und wer Neueinsteiger ist. Trotz alle dem gehen hier die meisten Spiele auch fair von statten und der große Frust kommt nicht auf. Natürlich ärgert es hier einen, wenn man das Spiel nicht gewinnt, doch es kann eben nur eine Mannschaft gewinnen.

Jetzt möchte ich gerne noch im Allgemeinen etwas über die Grafik sowie auch das Gameplay schreiben. Alleine schon die Inszenierung der Champions League ist super genial getroffen und auch in Sachen Grafik und auch der Spieler hat Konami einiges gut gemacht im Vergleich zum Vorjahr. Die Bewegungsabläufe z.B. bei Standartsituationen, wie der Spieler den Ball hinlegt, sehen super aus. Man könnte fast meinen das ist eine Fernsehübertragung. Leider habe ich etwas am Gameplay zu bemängeln. Das 360° Dribbling bringt frische ins Spiel, doch der Ballfluss funktioniert nicht richtig. Wahrscheinlich liegt das hier auch an der Ballphysik welche etwas zu träge gestaltet ist. Auch das Laufen der Spieler mit dem Ball sieht etwas komisch aus. Hier muss ich leider sagen hier hat Fifa die Nase vorne.


Das Fazit von: Molle

Molle

Das Spiel ist gut, aber einiges ist verbesserungswürdig. Ich muss leider sagen dass Fifa auch in diesem Jahr die Nase vorne hat. Zwar nicht von der Grafik, allerdings allgemein vom Gameplay. Der Spielfluss läuft flüssig und es ist etwas schwieriger Tore zu schießen. Auch das Erfolggefühl einen Spieler sauber auszutricksen, ist bei Fifa höher. In Sachen Inszenierung hat PES aber klar die Nase vorne. Doch jedes Spiel hat seine Fangemeinschaft und der Streit um den Fußballthron wird wohl weitergehen. Mein Schlusswort: Geschmackssache!


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positiv negativ
  • Geniale Atmosphäre
  • Guter Sound
  • Schöne Grafik
  • Solider Multiplayer
  • Großer Umfang
  • Kein flüssiger Spielfluss möglich
  • Bewegungsmuster der Spieler
  • Geringer Umfang der Lizenzierung der Vereine





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