Proxy

Proxy

Originaltitel: Proxy
Genre: Horror • Thriller
Regie: Zack Parker
Hauptdarsteller: Alexia Rasmussen • Alexa Havins
Laufzeit: DVD (118 Min) • BD (123 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 18

Proxy   14.10.2014 von Zahnfee

Ein Kind zu verlieren ist der reinste Alptraum. Diesen Horror erlebt auch die junge Esther in Proxy. Doch wer denkt, sie hätte das Schlimmste damit hinter sich, der irrt. Der wahre Horror kommt erst noch …


Esther (Alexia Rasmussen) ist im achten Monat schwanger und wird auf dem Heimweg von einer Vorsorgeuntersuchung überfallen. Ihr Angreifer prügelt so sehr auf sie ein, dass Esther nicht nur fast stirbt, sondern gleich auch noch ihr Baby verliert, das die Ärzte nur noch tot entbinden können. Fast schon apathisch durch ihren Verlust, versucht sie das Erlebte in einer Selbsthilfegruppe zu verarbeiten. Dort lernt sie die sympathische Melanie (Alexa Havins) kennen, die Mann und Sohn auf tragische Weise verloren hat. Die beiden Frauen freunden sich an und geben sich gegenseitig Halt. Bis Esther eines Tages entdeckt, dass Melanie die ganze Zeit über gelogen hat. Als Esther ihre Freundin damit konfrontiert, überschlagen sich die Ereignisse und das Leben der beiden Frauen nimmt eine blutige Wendung ...

 

Viel mehr sei an dieser Stelle nicht verraten, denn Proxy ist ein Film, dessen Handlungsebenen und Zusammenhänge sich erst nach und nach offenbaren. Aufmerksamkeit ist dabei Pflicht, denn sonst verpasst man unter Umständen wichtige Elemente, um die Handlung zu verstehen. Auch sonst Horror erprobte Zuschauer könnten hier zu Beginn des Films durchaus an ihre Grenzen stoßen, denn der Überfall auf Esther wird erschreckend plastisch dargestellt und hinterlässt ein leicht flaues Gefühl in der Magegegend.


Qualitativ präsentiert sich Proxy im Format 2.35:1. Das Bild ist scharf und kontrastreich ohne nennenswerte Artefakte. Die Farbgebung ist leicht blass gehalten und unterstützt die Atmosphäre des Films. In der deutschen Fassung ist der Dialogton ein wenig frontlastig, der Bass kommt aber an all den wirklich wichtigen Stellen treffend zum Einsatz. Hervorzuheben ist an dieser Stelle der phänomenale Orchester-Soundtrack der Newton Brothers, der nicht nur eines Hitchcock-Films würdig ist, sondern die Handlung auch noch perfekt unterstreicht.

 

Bildergalerie von Proxy (11 Bilder)


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Alfred Hitchcock hätte tatsächlich seine helle Freude an Proxy. Weg von jeglichem Mainstream ist Proxy gleichsam verstörend wie gut konstruiert. Es gibt zwar kleinere Längen in der Handlung, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers absacken lassen, aber es lohnt sich, die knapp zwei Stunden am Ball zu bleiben. Sobald man denkt, der Film könnte nicht mehr wirklich kränker werden, als er schon ist, legt Regisseur Parker noch ein Schippchen drauf und führt sein Publikum an der Nase herum. Der Film ist zwar kein einziger Blutrausch, hat aber dennoch einige wirklich krasse Szenen in petto, die man so nicht erwartet hätte. Alles in allem bin ich mehr als nur positiv überrascht und kann Proxy nur empfehlen!


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