Purple Heart

Purple Heart

Originaltitel: Purple Heart
Genre: Thriller • Action • Drama • Krieg
Regie: Bill Birrell
Hauptdarsteller: William Sadler • Mel Harris
Laufzeit: Ca. 87 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 16

Purple Heart   08.10.2011 von Molle

Oft haben wir schon Kriegsverfilmungen aus dem Nahen Osten in der Hand gehalten und doch interessieren wir uns immer wieder dafür, denn Kriegsfilme versprechen oft actiongeladene Männerabende. Der erste Blick auf das Cover des Filmes "Purple Heart" und das Durchlesen der Zusammenfassung des Films, ist auf solche Vorurteile ausgelegt. Aber wird hier wirklich das gehalten, was auch versprochen wird?

 

Zur Story:

Oscar Padilla, ein ausgebildeter Scharfschütze einer Spezialeinheit der US-Army, fällt durch seine unglaubliche Trefferquote von 100% auf. Schnell wird den Generälen klar, dass er der Mann für einen speziellen Einsatz ist. Er soll tatsächlich Saddam Hussein ausschalten. Perfekt ausgebildet und bereit für den Kampf werden Oscar und sein Kamerad mitten in der Wüste von einem Helikopter abgesetzt. Doch sie laufen in einen Hinterhalt und werden von den feindlichen Truppen festgenommen. Tagelange Folterungen zwingen Oscar in die Knie und er bekommt das schreckliche Gesicht des Generals, der ihn gefoltert hat, nicht aus dem Kopf. Als sein Kamerad vor ihm enthauptet wird, bricht er komplett zusammen, doch glücklicherweise wird er von der US-Army letztendlich aufgespürt und befreit.

 

Oscar hat auch nach mehreren Monaten immer noch mit den psychischen Folgen der unmenschlichen Folterung zu kämpfen. Er wird regelmäßig von seiner Therapeutin behandelt und von den einzelnen Sitzungen werden Videos zur Analyse aufgenommen. Diese klären im Laufe des Films einiges auf. Doch plötzlich passiert etwas Unvorhersehbares. Oscar bricht vom Militärgelände aus und stellt eine potenzielle Gefahr für die Zivilisten dar. Der junge Soldat leidet immer noch unter Realitätsverlust und glaubt den grausamen General, der ihn gefoltert hat, töten zu müssen. Er hat außerdem noch nicht realisiert, dass er wieder in den USA ist. Daraufhin soll Colonel Allen, der Oscar bereits durch die Ausbildung begleitet hat, den Flüchtigen aufspüren und sicher zurück bringen.

 

Ob Colonel Allen ihn findet und ob es Oscar wieder besser gehen wird, möchte ich euch nicht erzählen. Ich kann euch zumindest verraten, dass das Ende einen überraschenden Verlauf einschlägt und es kein Happy End gibt.

Die Blu-ray:

Ich hatte das Vergnügen die Blu-ray testen zu dürfen. Allerdings muss ich sagen, dass Bild und Ton nicht unbedingt High Definition in kompletter Vollendung sind. Hier sind wir allerdings auch durch andere Filme wie z.B. "Transformers" verwöhnt. Zusammengefasst handelt es sich um ein solides Filmpaket. Außerdem gibt es keine zusätzlichen Inhalte, wie Trailer oder Szenen hinter der Kamera.

 

Der Film:

Spannend und packend ist er wohl eher nicht. Die schauspielerische Leistung ist leider das Manko in diesem Film. Emotionen werden meiner Meinung nach nicht gut rüber gebracht und genau das macht eigentlich einen guten Schauspieler aus. Bei der Story hat man das Gefühl, dass diese einfach nicht ins Rollen kommt und Kriegs-Action ist so gut wie gar nicht anzutreffen.


Das Fazit von: Molle

Molle

Wer meint hier einen Kriegsfilm in der Hand zu halten, der täuscht sich, denn wirkliche Kampfszenen gibt es leider kaum. Hier wird eher die Zeit nach einem Kriegseinsatz behandelt und wie der jeweilige Beteiligte damit zurechtkommt. So ist es eher ein Gerede um nichts und am Ende denkt man sich, dass das Cover und die Filmbeschreibung auf der Rückseite wesentlich mehr versprochen haben. Dieses Vorurteil trübt die Kernaussage, welche mit diesem Film eigentlich übermittelt werden soll. Ich kann immerhin sagen, dass der Film okay ist.


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