Rabbits go Home

Rabbits go Home

Publisher: Ubisoft
Genre: Action / Jump & Run
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 05.11.2009
USK 0

Rabbits go Home   26.11.2009 von Panikmike

Bwahhhhhhhhhhhhhhh! Endlich ist das neue Bunny-Spiel aus dem Hause Ubisoft erhältlich. Dieses Mal ist es allerdings keine Zusammenstellung von Minispielen, sondern ein echtes Action-Adventure. Hier schlüpft man in die Rolle zweier Hasen und ist mit einem Einkaufswagen unterwegs. Ob dieser Weg fruchten kann, ihr werdet es gleich erfahren!

Auch wenn sich die Geschichte ein wenig wirr anhört, so hat sie natürlich einen Sinn. Wer auf der GamesCom in Köln war, der kennt vielleicht das neue Bunny-Shirt von Ubisoft. Darauf ist ein Hase in einem Einkaufswagen zu sehen, der in Richtung Mond schwebt. Das ist auch der Sinn des Spiels, ihr müsst diverse Gegenstände einsammeln, um etwas zu bauen, was zum Mond führt. Auch wenn die Geschichte ein wenig krank klingt, passt das aber genau zu unseren Schreihälsen. Also ab in den Einkaufswagen und los geht es. Hier sind alle Mittel recht. Natürlich wird alles in der bekannten Spaß-Tradition dargestellt. Rammt man zum Beispiel einen Schrank oder eine Vitrine, so schmeißt dieser gleich vor Angst alle Gegenstände weg, die sich in ihm befinden. Natürlich war das nicht alles, auch Passanten oder Hunde kann man anfahren. Die Menschen entledigen sich dann der Kleidung und der Hund wird direkt eingesteckt. So springt unser Scherge auf die Objekte, sammelt sie ein und packt sie in den Einkaufswagen. Dieser hat anscheinend ein integriertes schwarzes Loch, denn man kann unendlich viele Sachen reinpacken! Das funktioniert alles bis zum Ende eines Levels. Dann wird der Wagen entleert und alles gelangt durch die Kanalisation an unseren Zielort. Dort wird der Haufen größer und größer und bringt uns unserem Ziel einen Schritt näher. Ein kleiner Haufen wird zum großen Schritt für die Hasen.

Die Steuerung der Hasen ist denkbar einfach, mit dem Analogstick düse ich so durch die Gegend, mit dem A-Knopf gibt es einen Extraschub. Ähnlich wie bei bekannten Rennspielen, kann ich hier in engen Kurven zusätzlich meinen Turbo aufladen. Gewisse Personen kann man nämlich nur mit einer Portion Speed aus den Socken hauen, denn nur am Anfang erscheinen sie in normaler Montur, später sind sie dann extrem gepanzert und können nicht einfach so überfahren werden.

Das ganze Spiel baut sich leider auf diese chaotische Fahrerei auf. Ich drifte durch die Gegend, fahre gegen Objekte und Lebewesen, sammel dann Gegenstände auf und wiederhole das Ganze. Trotzdem macht das ganze Spaß und ist sehr abwechslungsreich. Nicht dass ich immer das gleiche machen muss, nein da gibt es schon noch mehr. Mal muss ich durch einen Fluss fahren und meinen Einkaufswagen als Hoverboat verwenden, mal muss ich Lebewesen verfolgen, mit dauerndem Blick auf meine ablaufende Zeit. Nebenbei kann ich später in einigen Levels mit Hilfe eines Bettes fliegen, mit einer Flugzeugturbine ein Terminal dem Boden gleich machen oder aber auch mit speziellen Pfeilen in einer Halfpipe Skateboard fahren. Witzig an dieser Stelle ist, beim Beenden eines Levels wird immer alles ins Klo gespült. Der Anblick ist jedes Mal wieder göttlich. Ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus, egal ob nun diverse Objekte oder sogar mal eine Kuh runtergespült wird. In gekonnter Manier kommt jeder Spieler immer wieder zu einem Lachflash. So soll es sein, nicht nur dass das Spiel Spaß macht, sondern auch die Lachmuskeln werden strapaziert. Aber das kennt man ja bereits von allen anderen Bunny-Spielen auf der Wii.



Doch was ist mit einem zweiten Spieler? Jederzeit kann ein weiterer Mensch mit einsteigen. Er nimmt einfach eine zweite Fernbedienung und los geht´s. Es gibt zwei Möglichkeiten, welche dieser übernehmen kann. Entweder er sammelt einfach alle Gegenstände ein, indem er einfach auf diese mit dem Controller zielt oder er schießt alle paar Sekunden Bunnys ab. Der Sinn ist ganz einfach, man kann somit Menschen aufhalten und kurze Zeit lähmen. Auch im Einzelspielermodus ist dies möglich, jedoch macht es das Spiel dadurch in meinen Augen viel zu einfach. Nebenbei kann man, wenn einem die Optik des Hasen zu langweilig erscheint, ein Hasen-Tuning vollbringen. So kann man den Schuß-Hasen mit allerlei Verschönerungen ausstatten. Verschiedener ulkiger Kopfschmuck steht zur Verfügung, ebenso kann man den Kopf deformieren oder aber auch diverse Teile im Gesicht verschieben.

Die Grafik ist wieder einmal sehr niedlich, aber auch unglaublich amüsant gestaltet. So gibt es eine gute Portion Abwechslung in Sachen Grafik und Szenario. Mal ist man auf einem Flughafen, mal auf einer Kuhweide oder in einem Atomkraftwerk. Jeder dieser Abschnitte hat seinen eigenen Charme und passt so zum Gesamtkonzept der Hasen. Leider werden oftmals große Pixel sichtbar und auch die Polygone könnten runder sein. Auch wenn die Wii nicht die Power einer Xbox 360 oder Playstation 3 besitzt, so gibt es einige Beispiele, dass es viel besser geht.

Der Sound ist ebenso gut gelungen. Klar kommt oft wieder das typische „Bwahhhhhhhhhhh“ aus den Boxen, aber das gehört auch zu den Ubisoft-Hasen dazu. Ohne diesen Schrei wäre das Spiel nur halb so gut. Die Hintergrundmusik ist manchmal ruhig, öfters mal hektisch, je nachdem in welchem Levelabschnitt man sich befindet. Generell komm ich mir bei der Musik allerdings wie in Bayern vor. Hump-Dada, Hump-Dada, eine feine Blasmusik zieht sich durch das ganze Spiel. Allerdings passt alles sehr gut zueinander, ebenso sind die Soundeffekte gut und klar abgemischt worden. Klasse!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Alles in allem ist Ubisoft erneut ein gutes Hasenabenteuer gelungen, jedoch ist der Schwierigkeitsgrad viel zu niedrig angesetzt. Der Spieler hat zwar immer was zu tun, aber dies macht ein Spieler mit links. Dafür gibt es eine gehörige Portion Humor, kranke Ideen und unglaublich geniale Ausführungen. Man muss einfach damit leben können, dass das Spiel einfach ist, zu wenig Forderung bietet und kaum Abwechslung in Sachen Angriff und Verteidigung bietet. Sieht man über diese Mankos drüber, so ist das Spiel für Jung und Alt einfach der Hammer. Rabbits go Home ist hoffentlich der erste Teil einer Gag-Reihe, denn hier kann man weitaus mehr draus machen, als bei diesem Spiel passierte. Trotzdem ist es ein solides Spiel, mit ein paar Worten zu sagen: I love it.


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positiv negativ
  • Zwei-Spieler-Modus…
  • Unglaublich viele Gags
  • Schöne Animationen der Hasen, der Menschen und der Tiere
  • Geile Spielidee
  • Tuning-Möglichkeit des Fernbedienungs-Hasen
  • Online Bewertung des Tuning-Hasen möglich
  • Nette Zwischensequenzen
  • … der leider nicht so viel bieten kann
  • Aufgaben bräuchten mehr Abwechslung
  • Grafik oftmals unschön
  • Spiel zu kurz
  • Schwierigkeitsgrad zu niedrig





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