Rache - Bound to Vengeance

Rache - Bound to Vengeance

Originaltitel: Bound To Vengeance
Genre: Thriller
Regie: José Manuel Cravioto
Hauptdarsteller: Richard Tyson • Amy Okuda
Laufzeit: DVD (76 Min) • BD (79 Min)
Label: Tiberius Film
FSK 18

Rache - Bound to Vengeance   01.09.2016 von MarS

Rape-and-Revenge Thriller sind trotz ihrer inzwischen hohen Zahl an Genrevertretern immer noch sehr beliebt bei Fans, auch wenn viele davon mehr Wert auf eine spektakuläre und extrem blutige Rache legen als auf eine interessante oder stimmige Geschichte. Der vorliegende Rache - Bound to Vengeance versucht dem Genre nun seinen eigenen Stempel aufzudrücken, und ob dies gelungen ist erfahrt Ihr in der folgenden Kritik.

 

Eve wurde entführt, schafft es aber schließlich nach Monaten der Qual ihren Peiniger zu überwältigen. Doch Eve ist nicht das einzige Mädchen, das dem Mann in die Hände gefallen ist, und so zwingt sie ihn dazu, sie zu den anderen Verstecken zu führen, um dort auch die übrigen Frauen zu befreien. Aber was sie auf ihrer Tour erwartet hätte sie sich nie träumen lassen, und offensichtlich arbeitet Eves Entführer nicht allein...

 

Im Gegensatz zu seinen Gerne-Kollegen ist schon der Anfang von Rache - Bound to Vengeance gänzlich anders gestaltet und beginnt nicht mit einer möglichst expliziten Darstellung von Gräueltaten gegenüber den Opfern im Film, sondern setzt direkt mit der Befreiung und damit der Umkehrung der Machtstellung ein. Dies bringt nicht nur frischen Wind ins Genre, sondern liefert auch eine interessante Grundlage für den weiteren Verlauf, welcher den Zuschauer ein ums andere Mal überraschen kann und atmosphärisch sehr gut inszeniert wurde. Dank Rückblenden ins Leben der Hauptfigur und eingestreuten Hinweisen im Verlauf der Befreiungstour durch die Stadt entwickelt sich die Geschichte dabei erst Stück für Stück weiter und kann dadurch eine stetige Spannung aufrechterhalten. Leider mangelt es jedoch der Story immer wieder an Logik und Glaubwürdigkeit, im Gegensatz zu den absolut authentisch und intensiv agierenden Hauptdarstellern, die ihre Rollen hervorragend auszufüllen wissen. Auch die Kameraarbeit kann man nur positiv hervorheben, denn immer wieder ist der Zuschauer mittendrin im Geschehen und wird dank dem gewählten Blickwinkel mit einbezogen, was für zusätzliche Atmosphäre sorgt. Diverse recht blutige Splattereffekte sind sehr gut umgesetzt und fügen sich dank dem (mit einer Ausnahme) nie als Mittel zum Zweck eingesetztePlatzierung stimmig mit ein. 

 

Bildergalerie von Rache - Bound to Vengeance (6 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist ingesamt sehr schön und offenbart zahlreiche Details bei angenehmer Schärfe. Der Kontrast ist durchaus stimmig, und auch der Schwarzwert liefert im Großen und Ganzen gute Werte, was der überwiegend im Dunkeln spielenden Inszenierung sehr gut steht. Kleinere farbliche Stilmittel unterstützen sehr gut die Atmosphäre des Films. Die 3D-Fassung des Films beweist einmal mehr, dass nicht jeder Film für 3D geeignet ist. Die Tiefenwirkung ähnelt der 2D-Version und auch mangels Popouts gibt es eigentlich keinerlei Mehrwert zur normalen Filmversion. Hier sollte der Filmfan am besten zur Limited 2-Disc Edition greifen, die neben dem Film auf Blu-ray und DVD auch noch ein 24-seitiges Booklet mit Informationen zum Film enthält. Die 3D-Fassung lohnt sich in diesem Fall nicht. Der Ton liefert ebenso gute Arbeit und zeigt sich vor allem während des Soundtracks sehr dynamisch und weitläufig. Diverse kleinere Effekte auf allen Boxen der Surroundanlage liefern immer wieder feine Details. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Rache - Bound to Vengeance ist eine erfrischende Ausnahme innerhalb des Genres und zeigt sich innovativ und interessant, wobei aber auch "normale" Gorehounds nicht zu kurz kommen, selbst wenn andere Genrebeiträge hier deutlich mehr zu bieten haben. Wären da nicht diverse Logiklücken und fehlende Glaubwürdigkeit innerhalb der Inszenierung, so hätte der Film ein herausragendes Highlight werden können, aber auch so wie er ist kann er absolut überzeugen. Rache - Bound to Vengeance punktet durch seine guten Schauspieler und die vorherrschende Atmosphäre, vor allem aber durch den ungewöhnlichen Aufbau und damit eigenständigen Beitrag zum Rape-and-Revenge Genre. 


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