Ready Player One: Leben in einer virtuellen Welt?

Ready Player One: Leben in einer virtuellen Welt?

Publisher: 1 & 1
Genre: Cloud Computing
USK 18

Ready Player One: Leben in einer virtuellen Welt?   28.11.2017 von CommercialJoe

Kommenden März liefert uns Spitzenregisseur Stephen Spielberg ein wahres Science-Fiction-Spektakel mit 80er-Flair: Die von Warner Bros. produzierte Blockbuster-Verfilmung des weltberühmten Ernest-Cline-Romans „Ready Player One“ (2011) spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Jugend, genannt die „verlorenen Millionen“, ihre meiste Zeit in einer virtuellen Welt namens „Oasis“ verbringen. Alles Zukunftsmusik – oder etwa doch nicht? Was geht jetzt schon, wo liegen die Grenzen und werden wir bald in einer Simulation leben?

 

 

Warum „Oasis“ machbar wäre


Wade Watts, der Protagonist des Films (gespielt von Tye Sheridan), loggt sich mithilfe eines Rigs aus einem VR-Headset und haptischen Handschuhen in Oasis ein. Hier kann er sich im Körper seines Avatars frei bewegen, Einfluss auf seine Umgebung nehmen und virtuellen Besitz wie Fahrzeuge (zum Beispiel den DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“), Skins, Gegenstände und vieles mehr erwerben. Alltägliche Aktivitäten wie der Gang zur Schule oder der abendliche Clubbesuch finden ausschließlich im Cyberspace statt. Und wenn es ihm nach Action gelüstet, nimmt er an brachialen Autorennen und epischen Schlachten teil. Der feuchte Traum eines jeden Gamers. Vieles davon ist natürlich schon heute möglich, wenn auch in abgespeckter Form. Man denke zum Beispiel an den boomenden VR-Markt, das Online-Universum „Second Life“ oder die Möglichkeiten des E-Learnings in „Massive Online Classrooms“ (MOCs). Um aber den Grad an Realismus und Immersion zu erreichen, wie er im Trailer dargestellt wird, wären gigantische Rechnerkapazitäten nötig. Der fiktive Oasis-Konzern löst dieses Problem, indem er auf die Computer aller registrierten Spieler zugreift und sie als Mikroserver verwendet. In unserer Welt passiert das zum Großteil noch anders herum: Internet-Dienstleister wie 1&1 stellen ihre technischen Ressourcen per Cloud Computing bereit, damit innovative Firmen sie für ihre kreativen Projekte nutzen können. Von einen solchen externen Prozessor-Power profitiert zum Beispiel das Londoner Milliarden-Startup „Improbable“, das mit seiner Software „SpatialOS“ gerade drauf und dran ist, die Oasis aus Ready Player One Wirklichkeit werden zu lassen…

 

Die perfekte Simulation – zum Greifen nah?


Die Vision von CEO Herman Narula ist ambitioniert: Die Schaffung einer wahrhaftigen künstlichen Realität, einer lebensechten Simulation, um genau zu sein. Was beliebte MMOs begonnen haben, soll logisch weitergeführt werden: eine nahezu unbegrenzte und persistente Welt, die von Millionen (richtig gelesen) Spielern gleichzeitig bevölkert und fortwährend verändert wird. Auch SpatialOS soll über die Cloud funktionieren, nämlich die von Google, dem größten Geschäftspartner von Improbable – und wenn der Digitalriese an einen Erfolg glaubt, muss etwas dran sein. Sobald sie voll ausgereift ist, soll die Software-Struktur für Entwickler frei zugänglich sein. Eine offene Beta ist bereits verfügbar. Videospiele mit noch nie dagewesenen Möglichkeiten sind aber nur der Anfang. SpatialOS soll mittels komplexer Simulationen eine „Entscheidungsfindungsplattformen“ für verschiedenste Branchen werden, sei es Industrie, Marketing, Bauwesen, Infrastruktur, Forschung oder Medizin. Selbst das britische und US-amerikanische Verteidigungsministerium gehören zum aktuellen Kundenkreis. Wie sich Narula und sein Team das Ganze genau vorstellen, lest ihr in diesem ausführlichen Artikel. Eines ist jedenfalls klar: So „unwahrscheinlich“ scheint die Zukunft von Ready Player One gar nicht mehr zu sein.

 

 

Bildrechte: Wikimedia Commons - SDCC2017 – Ready Player One Panel [3] William Tung CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten




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