Riddick - Überleben ist seine Rache

Riddick - Überleben ist seine Rache

Originaltitel: Riddick: Dead Man Stalking
Genre: Science Fiction • Action
Regie: David Twohy
Hauptdarsteller: Vin Diesel
Laufzeit: DVD (114 Min) • BD (127 Min)
Label: Universal Pictures
FSK 16

Riddick - Überleben ist seine Rache   11.02.2014 von Zahnfee

“Richard B. Riddick. Entflohener Sträfling. Mörder.” 13 Jahre nach dieser Vorstellung ist Anti-Held Riddick zurück auf der Leinwand, und das in seiner alten Form und Größe im dritten Teil mit dem Namen Überleben ist seine Rache ...

 

Von den Necromongern verraten und zum Sterben zurückgelassen findet sich Riddick (Vin Diesel) auf einem unwirtlichen Planeten wieder, auf dem jegliches Leben erloschen zu sein scheint. Schon bald muss er sich gegen aggressive Aliens zur Wehr setzen, die ihn unerbittlich attackieren. Schwer verletzt zieht er sich erst einmal zurück und versucht zu Kräften zu kommen, ehe er den Kampf aufnehmen und mit seinem neu gewonnen Freund aufbrechen kann, um eine etwas lebensfreundlichere Region des Planeten zu finden.

 

Nur zu bald stellt sich jedoch heraus, dass der Planet ihm kein längerfristiges Zuhause bieten kann. Um seiner misslichen Lage zu entkommen, sendet Riddick ein Notsignal von einer stillgelegten Merc-Station. Dank der Gesichtserkennung und des übermittelten Steckbriefs landen zwei Schiffe auf dem Planeten und die Mercs eröffnen die Jagd auf ihn ...

 

Eingefleischte Riddick Fans konnten ihr Glück kaum fassen, als die Produktion eines neuen Teils der Saga im letzten Jahr von Vin Diesel persönlich auf dessen offizieller Facebook Seite verkündet wurde. Nach dem Erfolg von Pitch Black gelang es Riddick in dem eher mittelmäßigen Anime Dark Fury und der Fortsetzung Chroniken eines Kriegers nicht mehr so recht, die Fangemeinde zufrieden zu stellen. Nicht zuletzt, weil die Fortsetzung aufgrund der Beschränkungen durch Universal der Schere zum Opfer fiel und den Kino-Auftakt mit einem ungewohnten FSK 12 Rating absolvieren musste, wo doch Pitch Black und Dark Fury Riddicks Charakter damals noch mit einem FSK 16 Rating Respekt zollten. Gerüchten im Netz zu folge hat sich Vin Diesel die Freiheit eines FSK 16 Ratings mit seinem Cameo-Auftritt in Tokyo Drift von Universal zurückerobert, und so machte sich das Erfolgsteam Diesel/Twohy an die Arbeit.

 

Atmosphäre, Bilder, CGI- und Special Effects sind großartig – genauso wie Vin Diesel, der Riddick nicht nur spielt sondern ihn tatsächlich lebt. Nicht nur im Film, sondern auch von der Art wie Diesel selbst immer wieder über sein Alter Ego spricht, gewinnt man den Eindruck, dass ihm dieser Charakter besonders nahe steht. Und selbstverständlich versteht es David Twohy wie kein anderer, Riddick in Szene zu setzen und die Stimmung einzufangen. Die anderen beteiligten Schauspieler, vor allem Katee Sackhoff ist hier lobend zu erwähnen, liefern ebenfalls eine grundsolide Leistung ab und sind ein insgesamt gut abgestimmtes Ensemble mit einigen wirklich guten Highlights bei der Interaktion ihrer Charaktere.

 

“Back to the roots” war die erklärte Devise des Duos Diesel/Twohy und das haben sie tatsächlich geschafft. In Überleben ist seine Rache ist Riddick charakterlich so nah an Pitch Black, dass es nach den weichgespülten Chroniken eines Kriegers eine wahre Wohltat ist, diesen Film zu sehen. Diese Nähe ist jedoch auch leider der größte Kritikpunkt, denn das Setting, die Zusammenstellung der Charaktere und auch große Teile des Handlungsstrangs sind fast 1:1 mit Pitch Black deckungsgleich. Das hinterlässt trotz aller Freude über den Film einen schalen Nachgeschmack, auch wenn es aufgrund der Historie der letzten beiden Riddick-Filme ein Stück weit nachvollziehbar ist, dass nah am ursprünglichen Erfolgskonzept gearbeitet wurde.

 

Bildergalerie von Riddick - Überleben ist seine Rache (9 Bilder)

Ein weiterer Kritikpunkt sind die Ereignisse auf der Basilica, dem Necromonger-Mutterschiff, die dem Zuschauer durch verschiedene Zeitsprünge präsentiert werden, um zu erklären, wie Riddick auf dem Planeten strandete. Im Endeffekt sorgte dies aber für einige Fragezeichen über den Köpfen der Zuschauer. Glaubt man Diesel, so ist Riddicks Reise noch nicht zu Ende und es soll noch wenigstens ein weiterer Teil folgen. Wir dürfen also alle gespannt sein!

 

Wer die Wahl zwischen DVD und Blu-ray hat, der sollte alleine schon aufgrund der 8 Minuten längeren Extended Fassung zur blauen Scheibe greifen. Doch auch die Qualität spielt bei der Wahl eine Rolle. Die Blu-ray hat natürliche Farben, einen satten Schwarzwert und einen verdammt hohen Detailgrad. Besonders die Effekte auf dem gestrandeten Planeten sehen sehr gut aus, doch auch der Rest kann komplett überzeugen. Tontechnisch bekommt der Fan einiges für seine Ohren, besonders die Surround-Lautsprecher bringen eine verdammt gute Atmosphäre ins Wohnzimmer. Die Stimmen aus den vorderen Lautsprecher sind sehr gut zu verstehen, egal ob die deutsche oder auch die englische Fassung angesehen wird. Die Extras runden den Extended Cut ab, einzig und allein ein Making Of wäre noch wünschenswert gewesen. 


Das Fazit von: Zahnfee

Zahnfee

Unter dem Strich hat sich für mich der Kinobesuch im September 2013 als Riddick-Fan gelohnt, denn er ist endlich wieder der Alte. Wer jahrelang sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet und es nicht ins Kino geschafft hat, der kann den Film nun auch bequem auf Blu-ray oder DVD anschauen. Nebenbei gibt es für den Fan einige nette Extras. Wer die Blu-ray kauft, der kann sich den etwa 8 Minuten längeren Extended Cut ansehen und hat dadurch noch mehr von Vin Diesel. Ganz besonders habe ich mich auf die englische Version gefreut, denn Riddicks Reibeisenstimme ist einfach unvergleichlich. Zugleich sind seine Sprüche im Original noch um einiges cooler. Die Genialität des ersten Teils wird nicht erreicht, dennoch macht auch das dritte Werk von Riddick Spaß. 


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