Diesmal ist es „Rio“, welches sich an der Filmvorlage orientiert und als Videospiel in den Verkaufsregalen landet. Im Gegensatz zu anderen Spielen setzt „Rio“ nicht auf die typischen Jump n´ Run Elemente, sondern entpuppt sich als Minispielsammlung. Diese gibt es mittlerweile auch wie Sand am Meer. Ob „Rio“ mit solch einer Sammlung herausstechen kann und für genügend Abwechslung sorgt, erfahrt Ihr hier …
Diejenigen von Euch, welche bereits einen Kinobesuch hinter sich haben und den Film „Rio“ angesehen haben (den Artikel zum Film findet Ihr hier), dürften auch die spielbaren Charaktere des Videospiels kennen. Hier stehen uns die fünf Tiere Blu, Jewel, Rafael, Eva, Nico und Pedro zu Verfügung. „Rio“ besitzt zwar auch einen Story-Modus, in dem uns die Geschichte durch kurze, computeranimierte Zwischensequenzen und Erzählungen nähergebracht wird. Doch diese stellen den Bezug zur
Filmvorlage nicht wirklich her. Spielerisch unterscheidet sich der Story-Modus nicht von den anderen Spielmodi, denn in jedem Modus müssen Minispiele absolviert und Punkte gesammelt werden. Dies kann man bis zu vier Spielern an einer Konsole erledigen, was dann natürlich gleich doppelt soviel Spaß macht. Jeder Spielmodus ist fast gleich aufgebaut und unterscheidet sich lediglich nur durch die Belohnungen. So bekommen wir zum Beispiel im Modus „Karnevalstanz“ tanzende Affen oder in einem anderen Modus Festkränze. Das Prinzip ist immer das Gleiche: Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt. Es gibt zwar insgesamt über 40 verschiedene Mini-Games, doch ist der Unterschied des Inhalts nicht immer sehr groß. Es gilt Früchte einzusammeln, Objekten auszuweichen, Objekte zu zerstören, Rhythmusgefühl zu zeigen und der Schnellste zu sein. „Rio“ erinnert sehr stark an „Mario Party“ und macht auch viele Sachen genauso gut wie der „große Bruder“. Im Partymodus zum Beispiel können wir uns selber eine Liste aus Minispielen zusammenstellen und diese dann spielen. Auch eine Art Glücksrad ist mit von der Partie. Hier entscheidet der Zufall welches Spiel an der Reihe ist und wie viel Punkte es für den Sieg gibt. Sind wir uns siegessicher, können wir auch vor Spielbeginn einen Joker benutzen, welcher die Punkte des aktuellen Spiels verdoppelt.
Der Schwierigkeitsgrad ist sehr einfach gehalten, doch wer auf die Schwierigkeit schwer umstellt, hat einiges zu tun. Denn hier werden auch erfahrene Spieler auf die Probe gestellt. Somit ist für jedermann etwas dabei. Am meisten Spaß bietet „Rio“ im lokalen Multiplayermodus. Bis zu vier Spieler tummeln sich auf dem Bildschirm. Jede Menge Lacher sind hier garantiert. Dank der über 40 vorhandenen Minispiele kann jeder seine Wünsche äußern und die Langeweile hinten anstellen.

Die technische Seite von „Rio“ hat auch einiges zu bieten. Seien es die schönen Zwischensequenzen, welche leider viel zu kurz sind oder die bunte Umgebungsgrafik. Für jüngere Spieler, an welche sich dieses Spiel auch hauptsächlich richtet, ist vieles für die Augen dabei. Auch über die Charaktermodelle lässt sich nichts Negatives sagen. Lediglich in bestimmten Minispielen ist es sehr unübersichtlich und kann zu Verwirrungen führen. Doch weiß man immer genau, was im jeweiligen Spiel zu erledigen ist, denn eine kurze und knackige Anleitung vor jedem Minispiel verrät uns das Ziel und die Steuerung. Erst wenn der Startknopf betätigt wurde, kann der Spaß losgehen. Die Steuerung ist sehr simpel gehalten und dürfte für Spieler jeden Alters keine Probleme darstellen. Meist werden nur zwei Knöpfe benötigt. Auf der einen Seite der linke Analog Stick zur Steuerung unseres Charakters und auf der anderen Seite ein Aktionsknopf. Mit diesem lassen sich Früchte schmeißen, Bälle schießen oder den Charakter springen lassen. Nun noch zur musikalischen Untermahlung. Diese ist sehr gelungen und dürfte Kennern des Films bekannt vorkommen. Die jeweiligen Minispiele werden durch die Hintergrundmusik noch einmal unterstrichen und jüngere Spieler werden sich daran immer erfreuen. Nur älteren Spielern dürfte dieser kindliche Soundtrack mit der Zeit auf die Nerven gehen, doch für so etwas gibt es ja eine Lautstärkeregelung in den Optionen.
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