Rise of the Argonauts

Rise of the Argonauts

Publisher: Codemasters
Entwicklerstudio: Liquid Entertainment
Genre: Action
Sub-Genre: Action - Rollenspiel
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 12.12.2008
USK 18

Rise of the Argonauts   19.12.2008 von Panikmike

Diablo hat es vor Jahren vorgemacht und seit dem ist die Action- und Rollenspielwelle nicht mehr aufzuhalten. Bei Rise of the Argonauts handelt es sich um ein Hack & Slay mit ein paar Rollenspielelementen. Ob das Spiel ein ideales Weihnachtsgeschenk ist, könnt ihr hier lesen…

Die Vorfreude war groß, ebenso wie meine Erwartung. Leider wurden diese nicht erfüllt und Rise of the Argonauts ist ein Titel, der einmal gespielt wird und dann im Regal verschwindet. Als ich es das erste Mal ins Laufwerk gelegt habe, kam schon die erste Enttäuschung. Die Videosequenzen sind für heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Sie sind zwar in Hülle und Fülle vorhanden, aber man sollte dann schon die volle Pracht genießen können. Leider ist von High Definition keine Spur. Aber gut, man soll sich ja nicht von den ersten Minuten gleich runterziehen lassen. Der zweite Schock kam dann leider auch sehr schnell, denn das Spiel läuft in keinster Weise rund, wie man es sich wünschen würde. Das Spiel hat einige Grafikfehler und es läuft leider nicht flüssig. Immer wieder hackt es, auch wenn sich nur ein paar Gegner auf dem Bildschirm befinden. Keine Ahnung, was sich dabei die Programmierer gedacht haben. Das Spiel wirkt unfertig und rutscht deswegen schon mal um eine ganze Wertung tiefer! Leider zieht sich das durchs ganze Spiel, es läuft selten richtig flüssig. Man kann hier nur hoffen, dass dieses Problem bald mit einem Patch behoben wird, denn es ist für einen Spieler, der viel Geld ausgibt, eine Zumutung! Aber ich wollte ja nicht schon nach 15 Minuten aufgeben und dann doch mal die positiven Seiten des Spiels betrachten. Und täuscht euch nicht, denn davon hat es sehr viel!

Die Geschichte orientiert sich an bekannten Göttern aus der griechischen Sage. Es ist schon sehr interessant, wer an deiner Seite kämpft und wen man während des Abenteuers alles kennenlernen kann. Viele der Charaktere kennt man aus dem Geschichtsunterricht, und ganz ehrlich, wer wollte nicht schon immer mal an der Seite von Herkules kämpfen. Figuren wie Medusa, Dädalus, Achilles oder Lysander sollten euch aber auch nicht fremd sein. Die Story ist sehr interessant, auch wenn sie nicht mit den wirklichen Mythen und Geschichten der Götter übereinstimmt. Der Spieler übernimmt die Rolle von Jason, der von seinem Onkel Pelias einen Auftrag bekommt, dass goldene Vlies zu suchen. Doch da seine Geliebte Alkmene am Tag der Hochzeit von einem Attentäter umgebracht wird, ist Jason nur noch mit Rachegelüsten gefüllt und will diese auch ausleben! Deshalb kommt ihm aber der Auftrag mit dem Vlies gerade recht, da er durch diesen mystischen Gegenstand, seine Geliebte aus dem Totenreich retten kann.
 

Alles ist wie in den alten Büchern, die man zu Schulzeiten gelesen und daraus gelernt hat. Okay ich muss zugeben, ich hab keine Ahnung mehr, was mir mein Lehrer damals erzählt hatte, aber so war es sicherlich nicht. Die Story wird mitreißend erzählt und mit schönen Zwischensequenzen untermalt. Diese sind leider wie das Intro in einer schlechten Qualität. Es ist nicht nur das Bildmaterial mies, sondern auch der Ton. Die Übersetzung und die Synchronisation sind okay, aber der Ton ist mit einer schlechten Qualität aufgenommen worden, ich denke mal aus Kosten- bzw. Platzgründen. Allerdings darf man nicht vergessen, dass die Musik von niemand anderem als dem Produzenten von Blockbuster 300 stammt. Doch leider existiert auch hier ein Problem: Obwohl ich das Spiel auf meine Festplatte installiert hatte, bleibt mir die Hintergrundmusik immer wieder mal für ein paar Sekunden hängen. Technisch gesehen ist das Spiel echt super mies und verdirbt einem auch total schnell die Laune.

Die meiste Zeit ist man im Spiel nicht alleine, sondern man kann verschiedene Mitstreiter rekrutieren. Allerdings sollte man schon ein wenig redegewannt sein, da nicht jeder mitgeht und man die Antworten geschickt auswählen sollte. Wie im echten Leben, gibt es auch hier verschiedene Charaktere mit verschiedenen Denkweisen. Die Begleiter laufen einem immer hinterher und sind bei einem Kampf stehts an deiner Seite. Sie können ebenso wie der Hauptcharakter kampfunfähig werden. Allerdings helfen sie im Kampf ungemein und sind unverzichtbar. Manchmal laufen alle eure Gefolgsleute mit, manchmal könnt ihr auch nur einen oder zwei zur nächsten Mission auswählen. Das bringt ein wenig Abwechslung und Pfiff ins Spiel, da jeder eurer Argonauten andere Fähigkeiten im Kampf besitzt. Allerdings gibt es auch hier etwas zu bemängeln, da sich die Mitstreiter meistens wie dumme Zombies verhalten. Sie laufen einem einfach nach und in schmalen Gängen existiert dann das Problem, dass einem in einer Sackgasse der Rückweg versperrt wird.
 

Aufstiegs- und Bonussystem sind grafisch schön gestaltet und sehr einfach gehalten. Man hat ähnlich wie bei bekannten Hack&Slay Spielen einen Gott, den man durch Punkte besänftigen kann. Im Klartext bedeutet das Folgendes: Wenn man Aufgaben erledigt, bekommt man pro erfolgreicher Quest einen Punkt. Diesen kann man dann im Menu gegen Energie eintauschen. Ist die Energieleiste voll, so gibt es Attributspunkte. Mit denen kann man sich dann, je nach Anzahl, ein Attribut des Gottes aussuchen. Manche haben aber gewisse Voraussetzungen, die man erst zu späteren Zeitpunkten erfüllen kann. Somit ergeben sich 25 Ausbaumöglichkeiten bei vier verschiedenen Göttern. Das heißt, im Laufe des gesamten Spiels hat man schöne Kombinationsmöglichkeiten, um seinen Kämpfer zu verbessern. Die Attribute machen den Charakter stärker, er bekommt andere Angriffsarten oder aber es kommt Magie ins Spiel. Für Bastler ist dieses System sehr gut, da viele zum einen die verschiedenen Möglichkeiten schon fast studieren, um das Beste aus seinem Helden rauszubekommen. Zum anderen kann man so das Spiel öfters durchspielen und sich immer einen anderen Charakter formen. Der Kampf selbst läuft immer gleich ab, ihr habt zwei Buttons für den Kampf und einen zum blocken. Wenn ihr aber verschiedene Buttons mit den Schultertasten kombiniert, so kann man einige Spezialangriffe durchführen. Diese sind auch in der deutschen Version sehr brutal. Man kann einen Gegner in der Mitte teilen oder aber den Kopf runterschlagen. Dies wird alles mit dem roten Saft untermalt. Für Fans sicherlich schön anzusehen, aber nicht unbedingt notwendig.

Welche Heldentaten man vollbringen muss, um an Punkte für das Aufstiegssystem zu bekommen, kann man schön im Spiel nachsehen. Dort ist alles mit vielen Sternen aufgebaut. Man sieht die verschiedensten Sternzeichen und kann die jeweiligen anklicken und erfährt so die ganzen Miniquests. Das Sternmenu ist schön gestaltet worden und auch super übersichtlich. Man merkt schon, dass sich die Programmierer hier sehr viel Mühe gegeben haben, neue und gute Ideen in die Tat umzusetzen.

Es gibt auch allerlei Waffen und Rüstungen, die man im Laufe des Spiels bekommen kann. Auf der Argo, dem Schiff von Jason, kann man sich dann jederzeit alle ansehen und bei Bedarf auch wechseln. Auch hier ist das System sehr schön, aber die Auswahl hätte ein wenig größer ausfallen müssen.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Das Spiel erinnert mich ein wenig an Schwiegermütter. Irgendwie hasst man sie, irgendwie liebt man sie. So ist es hier auch, denn losreißen konnte ich mich nicht, obwohl es so viele Schwächen hat. Ich war zum Teil stundenlang an meine Konsole gefesselt, und hab die Welt um mich herum einfach schlichtweg vergessen. Doch die vielen Fehler ärgern immer wieder aufs Neue und somit bin ich auch nicht gewillt, das Spiel erneut durchzuspielen. Viele Fehler und leider viel verschenkt, denn das Spiel hätte ein Hit werden können!


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positiv negativ
  • Schöne, imposante Bosskämpfe
  • Abwechslungsreiche Grafik
  • Tolles Aufstiegssystem
  • Schöne Zwischensequenzen, allerdings nicht in High Definition
  • Stimmungsvoller Sound...
  • Steuerung hackelig
  • Mitstreiter blockieren in engen Gassen den Weg
  • Kein Koopmodus
  • Spiel zu kurz
  • Schlechte künstliche Intelligenz
  • ... der oft hängenbleibt
  • Bosskämpfe zu einfach





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