![]() |
SBK 09: Superbike World Championship
|
BEWERTUNG |
07.09.2009 von DeWerni
Milestone kommt wieder mit dem diesjährigen Ableger des Racegames. Dabei gibt es ein paar Neuerungen, aber auch viel Bekanntes. Ob es sich wieder lohnt, sich auf das Motorrad zu schwingen, Gegnern und Zeit hinterherzujagen, um am Ende ganz vorne zu stehen, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest…
Vor kurzem erschien im Hause Codemasters durch die Entwicklung der Milestone-Spielschmiede die diesjährige Ausgabe des Motorrad-Racegames SBK 09: Superbike World Championship. Dabei handelt es sich für beide Beteiligte nicht um Spiele-Neuland. Bereits der Publisher wie auch der Entwickler
können auf eine Reihe von erfolgreichen Rennspielen zurückgreifen. Als Beispiel seien hier nur neuere und bekanntere Titel wie Superstars V8 Racing oder der Spitzentitel Racedriver GRID genannt. Allein dadurch sollte klar werden, dass hier einiger Entwicklerbackground vorhanden ist. Dementsprechend wurde auch dieses Jahr einiges von der Neuauflage erwartet.Eine der wichtigsten Neuerungen stellt auf jeden Fall die Aktualisierung der Lizenzen dar. So sind wieder aktuelle 13 Kurse der realen Rennserie als Termine in eurem Rennkalender reserviert und somit in das Spiel integriert. Fraglich ist nur, warum man den 14. offiziellen Termin einfach weggelassen hat. Hierbei handelt es sich um den Nürburgring, den die meisten Rennsportfans (vor allem aus Deutschland) bestimmt gerne als Rennstrecke zur Verfügung gehabt hätten. Allerdings handelt es sich auch bei den meisten anderen Strecken um bekannte Klassiker wie Monza, Magny-Cours, Valencia oder Assen. Bei den Rennen könnt ihr euch natürlich auch wieder einem der zahlreichen Rennteams bzw. Herstellern anschließen, darunter die üblichen Verdächtigen wie Ducati, Honda, Kawasaki, BMW und Yamaha. An dieser Stelle bleibt noch anzumerken, dass der Aufbau – gerade der Menüs und der Strecken und der gesamten Grafik – doch sehr an Superstars V8 Racing erinnert. Beide Spiele wurden garantiert auf der gleichen Basis entwickelt. Gameplay Zum Gameplay und damit dem Handling des Bikes bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass dieses perfekt umgesetzt worden ist. Perfekt ist es aus dem Grund, dass sich der Realismus-Grad der Steuerung in fünf Stufen an das Können des Spielers einstellen lässt. Die Einstellung geht dabei von „Einfach“ – in der auch Einsteiger das Gefühl für das Motorrad bekommen können – über „Arcade“, „Erweitert“ und „Simulation“ – in denen man stufenweise mehr und mehr gefordert wird – bis hin zu „Extrem“ – in der sogar Realismus-Fetischisten ihre Herausforderung am Spiel finden werden. Man hat also einen Weg gefunden, allen Arten von Spielern das Spiel schmackhaft zu machen. In den schwierigeren Einstellungen ist es allerdings teilweise fast unmöglich längere Zeit auf der Maschine zu sitzen, man muss schon in den Kurven mit extremem Feingefühl für den Gaszug ausgestattet sein, da jede kleinste Unachtsamkeit sofort auf den Boden der Tatsachen befördert. Genauso ist es umgekehrt aber kaum möglich, den Fahrer in der Einstellung „Einfach“ dazu zu zwingen, sein Bike zu verlassen. Zusätzlich zu diesen Einstellungen bietet SBK 09 weitere Optionen –wie Bremshilfe, Reifenabnutzung, Kollisionsgrad, Flaggenregeln usw. – an, um das Spiel an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. So kann jeder Spieler garantiert seine bevorzugten Einstellungen finden. Erwähnenswert ist außerdem eine Änderung gegenüber der Vorjahresversion was die KI der gegnerischen Fahrer angeht. So fahren diese nicht mehr stur Runde für Runde ihre eintönige Linie, sondern machen auch schon mal einige Schlenker, hindern euch bewusst am Überholen oder begehen auch schon mal kleinere Fahrfehler. Dies hat nicht nur zur Folge, dass das Rennen realistischer erscheint, sondern macht j edes Rennen auch durchaus spannender.Ein Manko ist aber die etwas merkwürdige Kollisionsabfrage. Es ist beispielsweise so, dass in manchen Szenen schon mal das Motorrad des einen Fahrers von dem Fahrer eines anderen überlagert ist oder der Zusammenstoß mehr Autoskooter ähnliche Auswirkungen hat und dadurch nicht mehr ganz realistisch wirkt. Dies ist allerdings nicht unbedingt die Regel, kommt aber leider doch des Öfteren vor. SBK 09 bietet als Spielmodi natürlich einerseits die typischen Vertreter in diesem Genre wie das Zeitfahren, der Trainingsmodus oder aber auch einzelne Rennen bzw. ganze Rennwochenenden. Bei den einzelnen Rennen bzw. Rennwochenenden sucht ihr euch eine Strecke und ein Team aus und schon kann es auch losgehen. Ihr fahrt lediglich Qualifying und Rennen, beim Rennwochenende kommen noch diverse Trainingssessions hinzu, in denen ihr die Einstellungen für eure Maschine optimieren könnt. Hier hat Milestone sogar die Änderung des Qualifyingmodus mit dem neuartigen Superpole-Reglement als Neuerung zur Vorsaison integriert. Dabei wird die begehrte Pole-Position in drei, jeweils zwölf Minuten langen Sessions ausgefahren, wobei in jeder ein paar der Fahrer ausscheiden und erst in der letzten die eigentliche Pole Position ermittelt wird. Dabei wurde sich natürlich an dem Modus der Formel 1 orientiert. Interessant ist noch, dass ihr zwischen allen Sessions nach Herzenslust an euren Bikes rumschrauben dürft, und euch dazu sogar noch einige Tipps eurer Renningenieure abholen könnt. Dabei könnt ihr euch bei SBK 09 richtig austoben, es gibt massig an Einstellungsmöglichkeiten, so dass ihr die Bikes nahezu perfekt an die Eigenschaften eines jeden einzelnen Kurses anpassen könnt. Das Herzstück von SBK 09 stellt aber der Meisterschaftsmodus dar, in dem ihr den ganzen (leicht verfälschten) Rennkalender nachfahren müsst. Dort kämpft ihr euch durch ein Rennwochenende nach dem anderen und bekommt dafür je nach Platzierung Punkte. Ziel ist es die meisten Punkte zu ergattern, um sich so die Meisterschaft zu sichern. Ein weiterer Modus stellen die Herausforderungen dar, von denen euch SBK 09 nicht gerade üppige 20 anbietet. Dabei steht ihr meist in einzelnen Rennsituationen und müsst den Sieg für euer Team doch noch ergattern. Je nachdem, wie ihr schnell ihr die Situationen meistert, bekommt ihr eine Medaille dafür, macht ihr es richtig gut, erwartet euch eine Platinmedaille. Abschließend noch einige Worte zum Multiplayermodus. Zunächst einmal die schlechte Nachricht. Es gibt leider keinen Splitscreenmodus oder die Möglichkeit, Rennen im lokalen Netzwerk auszutragen. Dafür ist aber der Onlinemodus umso besser umgesetzt. Dabei könnt ihr zum einen einzelne Sessions austragen, in denen ihr massig Optionen einstellen könnt, zum anderen aber auch ganze Online-Meisterschaften, wozu man den Entwicklern nur gratulieren kann. Ihr könnt euch online mit bis zu acht Fahrern gleichzeitig messen. Dabei läuft das Game meist ruckelfrei, nur selten kommt es zu einigen Aussetzern aufgrund von (Daten-)Kommunikationsschwierigkeiten. ![]() Grafik und Sound Grafisch gesehen muss man vor allem die Umsetzung der Motorräder erwähnen. Diese sind wirklich super und detailreich umgesetzt, was man von den Strecken nicht unbedingt behaupten kann. So geizen diese leider mit Details und wirken teilweise ein wenig langweilig. Insgesamt gesehen ist die Grafik aber durchaus in Ordnung, auch wenn sie nicht mit allen Vertretern des Genres mithalten kann. Die musikalische Untermalung in Menü und während der Fahrt ist in Ordnung, wobei man damit anscheinend auch ein wenig die lästigen und grässlich klingenden Motorengeräusche übertönen wollte. Dabei werden verschiedenste Musikrichtungen integriert, wenn auch meist eher die rockige Seite dominiert. Atmosphärisch gesehen ist SBK 09 somit kein absoluter Kracher, aber trotzdem auf dem aktuellen technischen Stand. Das Fazit von: DeWerni
|
|

können auf eine Reihe von erfolgreichen Rennspielen zurückgreifen. Als Beispiel seien hier nur neuere und bekanntere Titel wie Superstars V8 Racing oder der Spitzentitel Racedriver GRID genannt. Allein dadurch sollte klar werden, dass hier einiger Entwicklerbackground vorhanden ist. Dementsprechend wurde auch dieses Jahr einiges von der Neuauflage erwartet.
edes Rennen auch durchaus spannender.


Kommentare[X]