Sacrifice - Todesopfer

Sacrifice - Todesopfer

Originaltitel: Sacrifice
Genre: Thriller • Mystery
Regie: Peter A. Dowling
Hauptdarsteller: Radha Mitchell • Rupert Graves
Laufzeit: DVD (87 Min) • BD (91 Min)
Label: EuroVideo
FSK 16

Sacrifice - Todesopfer    19.04.2017 von MarS

Mit Sacrifice - Todesopfer erscheint die Verfilmung des gleichnamigen Thriller-Romans der britischen Autorin Sharon Bolton. Wir haben uns angesehen, ob der Film ähnlich erfolgreich ausgefallen ist wie die Vorlage...

 

Tora Hamilton ist Frauenärztin im Krankenhaus, kann jedoch zu ihrem Leidwesen selbst keine Kinder bekommen. Von ihrem Mann Duncan lässt sie sich dazu überreden, in dessen Heimat auf den Shetland-Inseln zu ziehen, um dort ein ruhigeres Leben zu führen und in einer ansässigen Klinik nach der Wartezeit von einem Jahr ein Kind zu adoptieren. Dort angekommen genießen die Beiden zunächst das entspannte Leben in der Abgeschiedenheit, bis Tora eines Tages hinter dem Haus eine vergrabene Leiche entdeckt. Für die örtliche Polizei ist die Moorleiche eine klare Sache, denn anscheinend liegt diese schon mehrere hundert Jahre dort, und so wird der Fall direkt geschlossen. Doch Tora zweifelt an dieser einfachen Lösung und wittert hinter der verstümmelten Frauenleiche, in deren Körper sonderbare Runen eingeritzt wurden, mehr als nur einen einfachen Mord, sondern eine erst kürzlich begangene rituelle Opferung. Bei ihren Nachforschungen stößt sie jedoch auf wenig Zuspruch oder Hilfe aus der örtlichen Bevölkerung und kommt dabei einem uralten, heidnischen Kult auf die Spur...

 

Vom Grundsatz her ein Okkultismus- oder Mystery-Thriller ganz im Stile von Wicker Man wirkt Sacrifice - Todesopfer mehr wie eine einfache Kriminalgeschichte, bei der Stück für Stück die Ereignisse wie ein Puzzle zusammengefügt werden. Der Film verzichtet auf Gruselelemente oder gar Schocks und richtet sich somit eher an ein Thrillerpublikum denn an Freunde des Horrorgenres, geht dabei jedoch sehr linear und stellenweise stark vorhersehbar bzw. konstruiert vor. Echte Spannung kommt dadurch zwar nie so richtig auf, unterhaltsam und kurzweilig ist das Ganze letztendlich dann aber doch, was vor allem an der soliden Inszenierung, der atmosphärisch passenden Location der schottischen Shetland-Inseln und den souverän agierenden Darstellern liegt. Wie einst Miss Marple entdeckt Rhada Mitchell als gelangweilte Ärztin den Detektiv in sich, versucht auf eigene Faust die Hintergründe eines Mordes aufzuklären und gerät dabei auch selbst in Gefahr. Eine eingeschworene Kleinstadt mit dunklen Geheimnissen wird von einem neugierigen Außenseiter aufgemischt und enttarnt - das alles ist nicht sonderlich neu oder überraschend, Sacrifice - Todesopfer leistet sich dabei jedoch keine Schnitzer und weiß das Geschehen ansprechend zu gestalten. 

 

Bildergalerie von Sacrifice - Todesopfer (7 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist ansprechend und zeigt sich sehr scharf und kontrastreich. Hin und wieder fällt die Schärfe ein klein wenig ab und das Bild wirkt dadurch weicher und weniger detailliert, insgesamt bietet die Scheibe jedoch HD-würdige Ansichten fürs Auge. Die Farbgebung ist weitestgehend natürlich und setzt so die schönen Landschaftsaufnahmen Schottlands ins richtige Licht, nur in wenigen Szenen ist der Farbkontrast etwas zu stark eingestellt. Die Tonspur zeigt sich trotz eher ruhiger, dialoglastiger Gangart des Films sehr weitläufig und dynamisch und setzt gezielt die Surroundboxen für feine atmosphärische Effekte ein. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Sacrifice - Todesopfer bietet solide Thrillerkost mit okkultem Hintergrund für Freunde von einfachem Rätselraten und Puzzleaufbau, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Linear und oftmals vorhersehbar lebt der Film vor allem von der stimmigen Atmosphäre, unterstützt von der kargen Landschaft der Shetland-Inseln, sowie den sehr gut agierenden Darstellern, kann inhaltlich aber nur bedingt Spannung aufbauen...von Grusel oder Mystery-Horror keine Spur. Thrillerfans können einen Blick wagen, Horrorfreunde sind hier ganz klar fehl am Platz. Sacrifice - Todesopfer ist ein Film, den man ohne Bedenken einmal anschauen kann, aber auch nichts verpasst wenn man es nicht tut.


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