Safe House - Staffel 1

Safe House - Staffel 1

Originaltitel: Safe House - Series 1
Genre: Krimi • Drama • Thriller
Regie: Marc Evans
Hauptdarsteller: Christopher Eccleston
Laufzeit: DVD (180 Min) • BD (180 Min)
Label: Polyband
FSK 16

Safe House - Staffel 1   09.02.2016 von MarS

Der britische Schauspieler Christopher Eccleston ist bekannt für seine ruhige und wortkarge Darstellung komplexer Charaktere. Auch in der Kriminalserie Safe House wird er seinem Ruf gerecht, ob diese auch inhaltlich überzeugen kann soll folgende Kritik klären.

 

Der Ex-Polizist Robert lebt zusammen mit seiner Frau Katy zurückgezogen in einem abgeschiedenen Haus im Lake District in Nordengland. Nach einem Zwischenfall während eines Auftrags plagen ihn die Erinnerungen an die Ereignisse und er hofft, in der Abgeschiedenheit Ruhe zu finden und sich davon zu erholen, angeschossen worden zu sein. Sein ehemaliger Boss Mark macht Robert jedoch ein Angebot, dass dieser nicht ablehnen kann: Er soll sein Haus als Safe House zur Verfügung stellen, um langsam wieder in den alten Job zu finden. Die ersten Kandidaten sind auch schnell gefunden, und so bieten Robert und Katy der Familie eines Gefängniswärters Zuflucht, nachdem der jüngste Sohn nur knapp einer Entführung entgangen ist. Ein gefährliches Spiel nimmt seinen Lauf, denn die Geheimnisse der Familie bedrohen das Leben aller Beteiligten...

 

Wie für britische Kriminalserien üblich zeichnet sich auch Safe House durch seine sehr ruhige, gemächliche Erzählweise aus und verlässt sich fast ausschließlich auf das Talent seiner Darsteller. In diesem Punkt gibt es auch nichts auszusetzen, denn alle machen ihre Sache sehr gut und agieren glaubwürdig und authentisch, vor allem Christopher Eccleston glänzt erneut durch wenige Worte aber viel Ausdruckskraft. Auch die karge, abgeschiedene Landschaft kann dank der hervorragenden Kameraführung als eigener Teil der Besetzung gesehen werden und unterstützt die düstere, melancholische Grundstimmung perfekt. Die Geschichte ist interessant und wendungsreich und teilt sich in zwei Handlungsstränge auf. Zum einen ist da die Geschichte um die gefährdete Familie, die aus zunächst undurchsichtigen Gründen Schutz benötigt, zum anderen dreht sich die Inszenierung aber auch um Robert und seine Vergangenheit, an die er sich vorerst nur wenig erinnert und erst nach und nach neue Fakten offenbart werden. Während die Handlung der Familie in der kurzen ersten Staffel abgehandelt wird, bleibt die Geschichte um Robert selbst offen und ebnet so den Weg für eine zweite Staffel. 

 

Leider gibt es trotz der lediglich vier Folgen umfassenden und damit recht kurzen ersten Staffel im Verlauf einige Längen, die sowohl durch die ruhige Erzählweise als auch den zwar vielschichtigen aber nicht besonders umfangreichen Inhalt begründet sind. Dadurch geht viel der geschaffenen Spannung und Atmosphäre immer wieder verloren. Ein etwas kompakteres, dichteres Vorgehen, vielleicht sogar in Form eines einzelnen Filmes, hätte mir hier deutlich besser gefallen.

 

Das Bild der Blu-ray passt durch seine entsättigte aber natürliche Farbgebung sehr gut zur vorherrschenden Atmosphäre der Serie. Glasklar und detailreich leistet sich das Bild keine nennenswerten Fehler, auch Kontrast und Schwarzwert können überzeugen. Der Ton ist auf Grund der ruhigen, dialoglastigen Inszenierung eher frontlastig und bietet nur wenig Arbeit für die Surround-Anlage - viel Potential dafür ist aber ohnehin nicht vorhanden. Insgesamt ist die technische Seite der Blu-ray absolut solide und völlig ausreichend.


Bildergalerie von Safe House - Staffel 1 (7 Bilder)

Abschließend der Episodenguide zu Safe House - Staffel 1:

 

  • Folge 01 - Freundschaft
  • Folge 02 - Familie
  • Folge 03 - Liebe
  • Folge 04 - Verrat

Das Fazit von: MarS

MarS

 

Safe House - Staffel 1 kann zwar inhaltlich und atmosphärisch überzeugen, hat aber mit einigen Längen in der Erzählweise zu kämpfen. Auch wenn ich nichts gegen eine ruhige Inszenierung mit ausführlicher Charakterzeichnung habe, wäre hier weniger eindeutig mehr gewesen. Die Geschichte ist wendungsreich und spannend, büßt seine Qualitäten durch langatmige Passagen aber immer wieder ein. Safe House ist unterhaltsam, zum fesselnden Highlight fehlt es jedoch am flüssigen, erzählerisch dichten Fluss. Vielleicht macht es die zweite Staffel in diesem Punkt besser...


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