Sanctum

Sanctum

Originaltitel: Sanctum
Genre: Drama
Regie: Alister Grierson
Hauptdarsteller: Richard Roxburgh
Laufzeit: Ca. 109 Minuten
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 16

Sanctum   06.10.2011 von Panikmike

James Cameron hat die Messlatte mit Avatar sehr hoch gehängt, besonders was die neue 3D Technik angeht. Der Gott des 3D war nun ausführender Produzent bei einem Film, der die meiste Zeit in einer Höhle oder Unterwasser spielt. Auf einer Expedition in Papua-Neuguinea taucht ein Team um das Leben, nachdem sie keine Chance mehr haben, den ursprünglichen Weg nach oben zu erreichen…

Frank McGuire (Richard Roxburgh) ist der beste Höhlentaucher seiner Zeit. Er fühlt sich ohne Tageslicht sehr wohl und kann sich nur dann voll entfalten. Dummerweise hat er dadurch aber seine Familie und besonders seinen Sohn Josh (Rhys Wakefield) vernachlässigt und auch schlecht behandelt. Beide befinden sich in Papua-Neuguinea und wollen ein unerforschtes Fleckchen Erde genannt Esa'ala erforschen. Das gigantische Höhlensystem ist wahrscheinlich der letzte Ort, den die Menschheit bisher nicht gesehen hat. Die Kosten für diese Expedition trägt der abenteuerlustige Milliardär Carl Hurley (Ioan Gruffudd), der selbst ein Tauchfan und Extremsportler ist.

Eines Tages erreicht ein Hubschrauber den Höhleneingang, samt Ausrüstung, Carl, seiner Freundin und Josh im Schlepptau. Alle drei möchten runter zu Frank und ihn bei seiner Suche unterstützen. Vor allem geht es dem Milliardär aber darum, dass die unerforschte Höhle seinen Namen bekommen soll. Unten angekommen treffen sie auf die Abenteurer und eine Leiche. Eine Taucherin ist bei einem Tauchgang gestorben, Josh macht seinen Vater dafür verantwortlich. Ein Streit bricht aus und bringt Josh dazu, die Höhle und seinen Vater sofort wieder zu verlassen. Während das Verhältnis von Frank und seinem Sohn vor Ort noch mehr als sonst zusammenbricht, tobt draußen ein extremes Unwetter, von dem sie noch nichts bemerkt haben. Als Josh und ein Teil der Gruppe wieder auftauchen möchten, brechen die Wassermassen in die Höhle. Doch er macht eine Kehrtwende, um seinen Dad zu warnen. Wie es der Zufall so möchte, bricht ein Stück Fels aus der Höhle heraus und verstopft so den einzigen Ausgang in die Freiheit. Sie sind nun von der Außenwelt abgeschnitten und flüchten weiter ins Innere des Berges in der Hoffnung, irgendwo anders einen Ausgang zu finden. Sei es durch den Berg, oder aber auch durch einen unterirdischen Fluss, der ins Meer münden soll…

Wird die Gruppe einen Weg finden oder werden sie alle den Heldentod sterben? Können sie überhaupt überleben, wenn die Hälfte der Ausrüstung weggespült wurde? Wird es einen Kampf um Leben und Tod geben, wenn die Luft tief unten in der Höhle immer knapper wird?


Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit, allerdings ist unglaublich viel Fiktion dabei. 1988 ging es einigen Forschern ebenso, dass sie wegen eines verschlossenen Ausgangs von der Oberfläche abgeschnitten wurden. Außer dass sie auch auf einer Expedition waren und ein unerwarteter Sturm aufkam, gibt es keine Gemeinsamkeiten. In Wirklichkeit konnten alle Menschen gerettet werden, dies wäre natürlich für einen Filmstoff viel zu langweilig. Daher sterben in Santcum auch einige, auch wenn es teilweise unwahrscheinlich und unglaubwürdig rüberkommt. Der Film selbst kann als Katastrophenfilm gepaart mit Action und dramatischen Sequenzen trotzdem nicht überzeugen. Dafür ist die Handlung zu schwach und die Überraschungsmomente sind zu vorhersehbar. Warum James Cameron seinen Namen für diesen Film hergegeben hat, ist mir unklar, jedoch wird er es im Nachhinein bereuen.

Die Aufnahmen Unterwasser hingegen sind sehr gut gemacht, leider ist dies bei der Qualität des restlichen Films nicht so. Der Film wirkt stellenweise wie ein B-Movie, teilweise sind auch die Aufnahmen so geworden. Die Charaktere wirken blass und eindimensional, das Verhältnis von Vater und Sohn abgedroschen und das Höhlensystem undurchschaubar. Vergleicht man den Film mit „The Descent“ , dann muss sich „Sanctum“ in Sachen Spannung und Thematik weit hinten anstellen. Auch wenn es kein Horrorfilm im eigentlichen Sinn sein soll, so wirkt er zu wenig dramatisch und die Action kommt auch zu kurz. Alles in allem ein durchschnittlicher Film, der irgendwie nicht weiß, in welche Richtung er gehen soll – schade!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Die Erwartungen an den Film waren hoch, sie wurden leider zu keiner Zeit auch nur annähernd erreicht. Der Meinung waren viele Kinogänger und ich kann dies ebenso bestätigen. Warum hier James Cameron draufsteht, ist mir unklar, jedenfalls ist hier in keinster Weise James Cameron drin. Der Film ist zwar von den Unterwasserszenen her gut gelungen, jedoch ist der Rest drumherum nicht gut geworden. Die Geschichte ist lau, die Spannung fehlt fast im gesamten Film und die Dialoge waren auch schon mal besser. Sehr schade, denn normalerweise zünden die Filme von Cameron immer. Man merkt hier einfach, dass lediglich sein Name benutzt wurde, um einen guten Film vorzugaukeln.


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