Shadow Dancer

Shadow Dancer

Originaltitel: Shadow Dancer
Genre: Drama / Thriller
Regie: James Marsh
Hauptdarsteller: Andrea Riseborough • Clive Owen
Laufzeit: DVD (102 Min) • BD (107 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Shadow Dancer   07.01.2014 von DeWerni

Die junge Collette wächst in Belfast im Zentrum der IRA-Aktivitäten im Rahmen der irischen Unabhängigkeitsbewegung in den 70er Jahren auf. Als sie Anfang der 90er Jahre einen Sprengsatz in einer Londoner U-Bahnstation versteckt, wird sie vom britischen Geheimdienst erwischt. Sie muss sich nachfolgend zwischen Gefängnis oder die Arbeit als Spitzel entscheiden ...

 

Bereits in ihrer Kindheit im irischen Belfast wächst Collette (Andrea Riseborough) im familiären Umfeld der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) auf, die für die irische Unabhängigkeit von Großbritannien gekämpft hat. Sowohl ihr Vater als auch ihre Brüder Gerry (Aiden Gillen) und Connor (Domhnall Gleeson) haben sich da bereits dem Widerstand angeschlossen. Ihr Hass gegen Großbritannien wird dabei durch den Tod ihres kleinen Bruders Sean (Ben Smyth) im Kreuzfeuer weiter geschürt.

 

Der eigentliche Großteil des Geschehens spielt dann allerdings in den 90ern. Collettes Brüder sind in der Hierarchie der IRA längst aufgestiegen, sie selbst ist ebenfalls Mitglied der Organisation und mitten im Geschehen. Ein Schicksalsschlag trifft sie dann bei einem versuchten Bombenanschlag auf die Londoner U-Bahn. Sie wird bei der Deponierung der Bombe gefilmt und später im Kreise der Familie festgenommen. Doch bei den Behörden handelt es sich zunächst nicht um die Polizei, sondern um den britischen Geheimdienst. Der Agent Mac (Clive Owen) und seine Chefin Kate Fletcher (Gillian Anderson) haben ganz andere Pläne mit ihr als die strafrechtliche Verurteilung ihrer Taten. Sie wollen vielmehr an die Macher und den Verantwortlichen der IRA-Aktivitäten. Plötzlich und ungewollt hat sie so die Wahl zwischen 25 Jahren Knast oder als Spionin der Briten gegen ihre eigenen Freunde vorzugehen. Doch so leicht die Wahl für Collette auch scheint, ist es nicht. Schließlich muss sie mit der Entscheidung auch für oder gegen ihre eigene Überzeugung leben. Doch selbst nach der Wahl läuft für Collette nicht immer alles rund. Ständig spielt sich ihr Leben in Gefahr ab. Sie befindet sich immer auf der Messers Schneide zwischen den Machenschaften des britischen Geheimdienstes, der sie noch immer ins Gefängnis stecken kann, und Kevin Mulville (David Wilmot), der ihr als Beobachter der IRA immer mehr auf die Schliche kommt und alle Taten von ihr mit schärfstem Auge beobachtet …

 

Bildergalerie von Shadow Dancer (6 Bilder)

Wie wird das familiäre IRA-Drama schließlich für die Beteiligten ausgehen? Kommt die Regierung an die geforderten Informationen und kann somit die IRA ausrotten? Oder gibt es eine weitere Chance für die Organisation und im Besonderen Collette, ihre Aktivitäten fortzusetzen?!

 

Die technische Seite des Werks ist zweischneidig zu betrachten. Wenn man dem Bild heutige technische Maßstäbe anlegt, könnte man es ziemlich schlecht bewerten. Doch die Aufnahmen sind stilistisch gesehen einfach passend gewählt. Die Bilder erscheinen etwas unscharf und sind ganz einfach mit einem Rauschfilter überzogen, der dem Werk den richtigen, atmosphärischen Look verpasst. Ähnlich sieht es mit den Farben aus. Diese wurden von der Sättigung her bewusst etwas schwach gewählt. In einzelnen Einstellungen erkennt man dann allerdings die saturierenden Effekte, mit dem speziellen Details im Bild oder im Rahmen des Geschehens hervorgehoben werden. Schwarzwert und Kontrast könnten in manchen Einstellungen allerdings etwas besser ausfallen, passen so allerdings komplett ins Umfeld. Die tontechnische Umsetzung geht durchaus in Ordnung, auch wenn das Ganze recht frontlastig aufgrund der relevanten Dialoge ausfällt, die meist – wenn auch nicht immer – gut verständlich sind. Die vorhandenen Effekte sind dann allerdings räumlich gut in den Szenen platziert und kommen mit gutem Wumms daher. Die musikalische Untermalung ist gut gelungen und unterstützt das teils recht dramatische Geschehen passend. In Summe ist die technische Realisierung der Scheibe nichts für Technikästheten, sondern vielmehr für Liebhaber von passender technischer Atmosphäre, die sich gelungen das Geschehen auf der Leinwand und dem Bildschirm ansehen wollen.

 


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Grundlegend ist das Thema rund um die Irisch-Republikanische Armee (IRA) und deren Kampf um Unabhängigkeit in Großbritannien der 70er bis 90er Jahre nicht uninteressant. Und ebenso verhält es sich auch mit diesem Film, auch wenn er nicht so richtig überzeugen kann. Der rote Faden des Werks ist erkennbar, trotzdem gibt es zu viele langgezogene und damit etwas langweilige Abschnitte. In Summe ist einfach zu wenig Action vorhanden. Nichtsdestotrotz gelingt es den Machern, Gefühle und Atmosphäre der Charaktere gut zum Zuseher zu transportieren, was nicht zuletzt auch an der hochkarätigen Besetzung vor allem mit Andrea Riseborough und Clive Owen liegt. So ist der Film auf jeden Fall Liebhabern von Dramen ans Herz zu legen. Wer kurzweilige Action erwartet, der wird hier sicher enttäuscht werden – genauso wie auch Technikästheten.


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