Shadows of Kurgansk (Early Access)

Shadows of Kurgansk (Early Access)

Publisher: Gaijin inCubator
Entwicklerstudio: Yadon Studio
Genre: Survival Simulation
Art: Lowprice
Erscheinungsdatum: 09.10.2016
USK 12

Shadows of Kurgansk (Early Access)   03.08.2016 von VanTom

Das neue Indie-Spiel Shadows of Kurgansk ist als Early Access Titel erschienen und will verschiedene Spiele miteinander kombinieren. Zonen-Experte VanTom hat erste Schritte unternommen und berichtet von seinen Erfahrungen.

 

Nach dem Spielstart landet der Spieler sehr schnell im Spielmenü. Hier kann ich neben den normalen Einstellungen, wie Grafik und Steuerung zwischen den unterschiedlichen Spielmodi Geschichte, Überleben und Abenteuer wählen. Natürlich lasse ich mich nicht lumpen und wähle den ersten Modus mit den schönen Name Geschichte. Hier kann ich derzeit zwischen drei unterschiedlichen Missionen unterscheiden. Die erste Geschichte mit den Namen „Anleitung“ ist auch das was der Name verspricht. Es handelt sich um eine Art von Tutorial und führt den Spieler in die Spielmechanik ein.

 

Ich erwache in der Ego-Perspektive und erblicke eine Grafik im Cell-Shading-Look. Hinter mir brennt ein das Wrack eines Helikopters und ich scheine beim Absturz herausgeschleudert worden zu sein. Das könnte mein Leben gerettet haben. Ich nehme meine Umgebung war und sehe, dass ich in einem Talkessel zwischen zwei Schluchten stehe. Es gibt nur einen Ausgang und ich kann feststellen, dass dieser von Bäumen versperrt ist. Wohl oder übel werde ich mindestens einen Baum fällen müssen. Dummerweise stehe ich ohne eine Axt in der Umgebung. Natürlich zögere ich nicht lange und erforsche meine Umgebung. Wer rastet der rostet. Der Plan mir eine Axt zu bauen reift in meinem Verstand. Glücklicherweise finde ich mehrere praktische Stöcke und sammele diese auch direkt ein. Ein Stückchen weiter dem Berg hinunter finde ich noch mehrere Feuersteine, welche ich auch direkt mitnehme. So ein Glück. Mit diesen einfachen Materialien kann ich eine einfache Axt bauen. Gelernt ist eben gelernt. Gegen meine Axt haben die Bäume keine Chance und ich kann weitere Materialien sammeln. So kann ich praktische Holzblöcke mitnehmen. Es ist Zeit zu gehen und die Zone erwartet mich. Ich mache mir so meine Gedanken und erinnere mich an Gerüchte aus der Zone, dass Überlebende hier schnell in Depressionen verfallen und wahnsinnig werden können. Ich sollte also nach Möglichkeit kein rohes Fleisch essen und auf meine Stimmung achten. Wo ich gerade an Essen denke, fällt mir auf, dass ich langsam Hunger bekomme. Ich suche mir einen gesunden Apfel und überlege mir, wie ich etwas Essbares in der Zone jagen könnte. Ich könnte einen gefunden Stein auf die herumstreunenden Ratten werfen. Bei meinen weiteren Nachforschungen stoße ich auf eine Anomalie. Anomalien können mich verletzen, sodass der Wanderer ihnen besser aus dem Weg gehen sollte. Es soll aber auch positive Anomalien geben, aber ob ich dies ausprobieren möchte?

 

Ich komme nicht weit und eine Gestalt nähert sich mir. Sie nimmt mich wahr und stürmt auf mich los. Na warte, dir werde ich helfen. Ich nehme meine Axt und verteidige mich gegen meinem Angreifer. Dabei stelle ich fest, dass dieser nicht gerade mehr menschlich aussieht. Nach dem Kampf fallen mir Pflanzen auf, welche essbare Wurzeln haben. Ich schlage auf die Pflanze ein und ernte die Wurzeln. Das wird mir gut tun. Ich merke, dass sich mein Magen füllt und ich mich in der Zone regelmäßig um Nahrung kümmern muss. So werde ich Ratten und Hasen jagen müssen, sowie Äpfel und Wurzeln sammeln. Na das kann ja heiter werden. Ich muss allerdings ein Lagerfeuer errichten, damit ich meine Nahrung erhitzen kann und keine negativen Folgen auf meine Stimmung erfahre. Ich finde ein Haus, welches von einer Anomalie versperrt wird. Die Piloten haben gescherzt, dass jemand der ein solches Haus betritt langsam seinen Verstand verliert. So langsam kann ich diese Kindermärchen glauben. Ich lasse mich aber nicht einschüchtern und baue hier mein Lagerfeuer. Langsam wird es nach und ich höre ein Geräusch. Aus Beschreibungen weiß ich, dass es sich um eine teleportierende Anomalie. Ich zögere nicht lange und springe hinein in der Hoffnung damit nach Hause zu kommen.

 

An dieser Stelle endet die erste Geschichte und beschreibt schon ganz gut, worum es bei Shadows of Kurgansk geht. Die Hintergrundgeschichte mit der Zone, den Anomalie und Artefakten könnte aus S.T.A.L.K.E.R – Shadow of Chernobyl stammen. Der Spieler findet jeweils eine große Karte vor, welche zum Erforschen einlädt. Hier können so viele Gegenstände und Materialien gefunden werden, sodass deutliche Anleihen an Minecraft oder anderer Crafting-Games zu sehen sind. Wir finden zwar ab und an schon fertig Gegenstände, aber aufgrund der Haltbarkeit gehen diese auch wieder kaputt und müssen ersetzt werden. Dazu benötigen wir die entsprechenden Rezepte, welche aber auch teilweise erst aus mehreren Plänen zugesetzt werden müssen. So haben wir auch mehrere Stationen zum Craften. Schon in der zweiten Geschichte wird ein anderer Überlebender in die Zone verschlagen und findet ein Dort vor. In diesem Dorf gibt es einen weiteren Überlebenden, welcher bei einem Funkturm wohnt. Fortan ist es unsere Mission diesen Funkturm wieder in Betrieb zu nehmen. Dazu müssen wir weitere Missionen erfüllen. So werden wir auch in einen anderen Teil der Map geschickt und können zunächst nicht wieder in das Startgebiet zurückkehren. Zunächst muss erst ein entsprechendes Artefakt gefunden werden. Um die ganzen Missionen erfüllen zu können, finden ich in einem der Häuser einen Herd und eine Werkbank, sowie einen Labortisch. Mit dem Herd kann ich mir schmackhafte Gerichte aus Ratten kochen, während ich auf der Werkbank bessere Gegenstände, wie Pfeil und Bogen bauen kann. Dies sollte auch frühzeitig angegangen werden, da sich Pfeil und Bogen als effektive Waffen gegen Elende gezeigt hat. Dabei handelt es sich um die Monster, welche am häufigsten in der Zone herumstreunen. Auf den Labortisch können wir gefundene Artefakte aktivieren, welche meist einen Vorteil versprechen, aber gleichzeitig auch einen Nachteil bedeuten. Die Beschreibung der Gegenstände hilft meistens weitere.

 

Während der Spieler in der Zone überlebt vergeht auch Zeit und es wird Nacht. Nachts sollte der Spieler nur herumrennen, wenn es zwingend erforderlich ist, da sonst seine Stimmung darunter leidet. Ist die Stimmung ganz im Keller, kann es passieren, dass der Charakter langsam wahnsinnig wird, was mit einer massiven Einschränkung des Sichtbereichs und einem schwarz vor Augen werden einhergeht. Dumm wenn gerade eine Horde Monster hinter ihm her ist.

 

Bildergalerie von Shadows of Kurgansk (Early Access) (16 Bilder)

Hat der Spieler eine Nacht überstanden, erscheint eine Tagesübersicht und zeigt an, was der Spieler so gemacht hat. Dabei wird beispielsweise angezeigt, wie viele Gegner der Spieler getötet hat oder wie viele Dinge zerschlagen wurden. Für viele Aktionen erhält der Spieler, welche er am Ende des Tages ausgeben kann, um in Fähigkeiten zu steigen. So kann er beispielsweise nach und nach mehr Lebenspunkte erhalten, oder seine Ausdauer erhöhen. Damit hat das Spiel auch einen leichten Rollenspielanteil.

 

Im Modus Überleben hat der Spieler die volle Kontrolle und muss keine Missionen erfüllen, sondern eben nur überleben. Dabei ist er in seinen Handlungen vollkommen frei. Wenn er aber stirbt, muss er von vorne anfangen. Im Abenteuer-Modus müssen verschiedene Missionen erfüllt werden. Derzeit ist aber nur die Geschichte eines Freundes verfügbar.


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Für einen Early Access-Titel bietet Shadows of Kurgansk schon sehr viele Funktionen und bietet mit dem schönen Cell-Shading-Look eine doch sehr gruselige Atmosphäre. Die Musik und Geräusche unterstützen dies ebenfalls, so dass ich am liebsten einfach in meinem Haus verweilen wollte. Dies kann ich aber nicht, da meine Spielfigur regelmäßig Nahrung benötigt. An dieser Stelle könnte durchaus noch etwas geschraubt werden, da die Spielfigur offensichtlich Energie sehr schnell verbrennt und dementsprechend auch schnell wieder Hunger hat. Der Spieler muss auf viele Parameter, wie Infektionsgrad und Stimmung achten, wenn er keine negativen Effekte erleben will. Gegenstände gehen kaputt und müssen ersetzt werden. Zwischenzeitlich sollen Missionen erfüllt werden. Ich kann mich aber auch an Wettereffekten und Anomalien erfreuen, welche recht spektakulär aussehen. Gerüchten zufolge soll es auch Statuen geben, welche den Spieler verfolgen, wenn er nicht hinschaut. Insgesamt kann gesagt werden, dass das Spiel den Spieler gut beschäftigt hält und vieles erforscht und entdeckt werden kann. Leider haben es die PDA's aus S.T.A.L.K.E.R. nicht in das Spiel geschafft, aber das wäre vielleicht auch zu viel des Klauens gewesen. Das Spiel macht schon jetzt wirklich Spaß und ich bin gespannt darauf, was die fertige Version des Spiels weiteres bieten wird.


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