Sim City

Sim City

Publisher: Maxis
Entwicklerstudio: Maxis
Genre: Aufbaustrategie
Erscheinungsdatum: 1989

Sim City   12.10.2010 von Christian Wirsig

Schon 1987 programmierte der Designer Will Wright eine erste Version des Städtebau-Spiels „Sim City“, zunächst sollte er aber für das Actionspiel „Raid On Bungeling Bay“ verschiedene Inseln entwerfen, die dann vom Spieler bombardiert werden konnten. Dabei stellte er jedoch fest, dass ihm das Inseldesign viel mehr Spaß machte und inspiriert durch einige Bücher über Städtebau, bot er seinem damaligen Arbeitgeber Brøderbund an, ein Spiel mit diesem Thema zu produzieren. Ein Vorschlag, der abgelehnt wurde, da man bei Brøderbund vermutete, dass niemand daran Interesse hatte, Städte aufzubauen sowie deren Entwicklung zu beobachten und zu beeinflussen. Also gründete Wright seine eigene Firma Maxis und brachte 1989 „Sim City“ auf den Markt.

Die Spieler mussten hier auf Brachland einzelne Parzellen für Wohnungen, Industrie und Dienstleistungsbetriebe freigeben, Straßen, Eisenbahnlinien, Parks und Freizeitanlagen bauen, sich um die Stromversorgung kümmern und Steuern festsetzen. Je nachdem, wie gut oder schlecht man das machte, entwickelte sich die kleine Stadt vor den Augen des Spielers zu einer Metropole oder zerfiel wieder. Auch die Sicherheit der Bürger war eine Aufgabe des Spielers: Waren nicht genug Polizei- und Feuerwehrstationen in der Stadt verteilt, wuchs die Kriminalität und kleine Feuer konnten ganze Stadtteile vernichten. Auch Wirbelstürme, Springfluten und sogar ein Godzilla-Monster machten einem das Leben schwer. Diese Plagen konnte der Spieler auch selbst entfesseln, wenn die Bürger zu aufmüpfig wurden und einen Denkzettel benötigten. Wollte man einmal eine besondere Aufgabe lösen, standen bei „Sim City“ auch einige Szenarien bereit, etwa den Wiederaufbau von San Francisco nach dem großen Feuer 1906 oder den Angriff eines Monsters auf die Stadt Tokyo. Wie schon 1984 bei Elite, konnte „Sim City“ endlos weitergespielt werden – es gab kein fest definiertes Ziel, die Entwicklung der Stadt ließ sich nicht aufhalten, stetiges Wachstum war das Prinzip.

Das erfolgreiche „Sim City“ zog natürlich einige Fortsetzungen nach sich, bei denen vor allem die Grafik verbessert und die Zahl der möglichen Aktionen und Bauwerke erhöht wurde: „Sim City 2000“ und „Sim City 3000“. Zudem war „Sim City“ die Grundlage für weitere ungewöhnliche Simulationen der Sim-Reihe, etwa „Sim Ant“, „Sim Life“ oder das derzeit erfolgreiche The Sims.

Wir danken den Autor für die Zusammenarbeit mit Sofahelden:
Christian Wirsig, Autor des „Großen Lexikons der Computerspiele“, veröffentlicht jetzt  regelmäßig bei www.sofahelden.de einzelne Beiträge zu Retro-Spielen, Spielekultur und –Geschichte. Mehr Infos gibt es unter: www.lexikon-der-computerspiele.de




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