Sinatra Club

Sinatra Club

Originaltitel: At The Sinatra Club
Genre: Thriller
Regie: James Quattrochi
Hauptdarsteller: Andy Davoli • Danny Nucci
Laufzeit: Ca. 85 Minuten
Label: MIG Filmgroup
FSK 16

Sinatra Club   08.03.2012 von Mr. Holle

Willkommen in New York City der 70er Jahre! Willkommen im Sinatra Club! In dem seit Jahren anhaltenden Mafiakrieg ist dieser exklusive Club der einzige Rückzugsort für alle fünf Mafia-Familien, wo Frieden herrscht. Mitten in diesem Club plant der junge John Gotti, durch einen spektakulären Überfall die Familien zu vereinen. Ob ihm diese waghalsige Idee gelingen wird?

Salvatore Polisi (Jason Gedrick) ist schon seit langem ein Mitglied der Mafia und hat aufgrund seiner verrückten Art den Spitzname „Ubatz“ erhalten. Er ist ein enger Freund von John Gotti (Danny Nucci), der als ambitioniertester und fähigster Mafia-Zögling gilt. Daher ist es selbstverständlich, dass ihn John in seine weitreichenden Pläne einbindet. Zusammen mit Ubatz und einigen anderen jungen Mafiosi aus den fünf Familien möchte John einen gewagten Coup landen. Dabei soll natürlich eine Menge Geld rausspringen, aber vor allem möchte John den Respekt der alten Bosse erlangen, um einen Grundstein für die Vereinigung der fünf Familien zu legen. Doch so einfach ist die Sache natürlich nicht. Den Zuspruch seines Ziehvaters Fatico (Michael Nouri) hat er sicher, aber die anderen Familienoberhäupter sehen die Entwicklung von John eher skeptisch. Allen voran Paul Castellano (Leo Rossi) ist wenig von Johns Vorhaben begeistert, da er selber geplant hatte, die Familien zu vereinigen und nun seinen Ruhm gefährdet sieht.


Doch damit John seinem Ziel überhaupt etwas näher kommen kann, muss der Überfall auf den schwer bewachten Silbertransporter gelingen. Viele Faktoren müssen von ihm und dem bunt zusammengestellten Haufen von Gangstern berücksichtigt werden. Je näher die Zeit rückt, desto mehr unvorhersehbare Probleme treten auf. Als wäre es für John nicht schon schwer genug, seine Leute ruhig zu halten, bevor sie sich gegenseitig an die Kehle gehen oder unüberlegte Dinge tun, stirbt kurz vor dem Überfall ein wichtiger Informant bei der Polizei. Zu allem Überfluss erschießt dann auch noch Tommy (Andy Davoli) ein ranghohes Familienmitglied und bringt damit das gesamte Projekt in Gefahr. John weiß, dass es nicht nur um seinen Ruf geht, sondern auch um sein Leben, wenn der Coup fehlschlagen sollte. Trotz aller schlechten Vorzeichen will John den Überfall durchziehen und jedem beweisen, dass er alles unter Kontrolle hat. Wenn er sich dabei nicht doch schlussendlich verrechnet hat…

Der Sinatra Club orientiert sich größtenteils an wahren Begebenheiten aus der Zeit der Mafiakriege im New York der 70er Jahre. Es wird die Geschichte aus der Sicht von Salvatore Polisi erzählt, der den Aufstieg und Fall des Mafiabosses John Gotti miterlebt hat und auch selber das Drehbuch schrieb. Auf dem Cover wird damit geworben, der „Sinatra Club – Der Club der Gangster“ sei im Stile von „Good Fellas“, „Casino“ und „Der Paten“. Wer sich mit solchen genialen Klassikern der Mafiaverfilmungen messen will, sollte schon wissen, was er da tut. Da es sich bei dieser Produktion eher um einen B-Movie handelt, kommt nicht ohne Grund Zweifel an diesem hochgesteckten Ziel auf. Die Schauspieler sind mit beispielsweise Danny Nucci (The Rock, Titanik), Jason Gedrick (Backdraft, der stählerne Adler), Michael Nouri (Terminal, The Hidden) und Joseph Lawrence (CSI NY) zumindest nicht völlig unbekannt und bringen eine zwar nicht außergewöhnliche, aber doch sehr solide Leistung. Das Bild ist absichtlich etwas blass gehalten, um die Stimmung der 70er Jahre besser transportieren zu können. Die Bildqualität bleibt leider generell hinter den Möglichkeiten einer Blu-ray-Disc zurück. Der Soundtrack hält sich sehr im Hintergrund, schafft jedoch eine durchweg gute Atmosphäre. Die Tonspuren in Deutsch (Dolby Digital 2.0 und DTS-HD 5.1) und Englisch (DTS-HD 5.1) kommen sauber über die Lautsprecher und die Synchronstimmen sind meist ordentlich gewählt worden. Als Extras gibt es neben dem üblichen Wendecover noch das Making-of und den Trailer.


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Sich mit dem Epos „Good Fellas“ oder „Der Pate“ bei einer Filmlänge von 81 Minuten vergleichen zu wollen, erscheint mir etwas sehr vermessen. Sicherlich hätte die Geschichte über John Gotti auch Material für mehr Filmminuten geboten, jedoch bin ich mir nicht sicher, ob das bei dieser Produktion wirklich gut ausgegangen wäre. Den Schauspielern gelingt es meistens, die Atmosphäre in dem Milieu stimmungsvoll darzustellen, allerdings hätte ich mir bei einigen Charakteren mehr Tiefe gewünscht. „Sinatra Club“ ist ein recht solides Werk, mehr aber auch nicht. Wer dieses Genre mag, kann ruhig einen Blick riskieren, sollte aber seine Erwartungen nicht zu hoch stecken.


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