Sinbad der Abenteurer - bei diesen Worten denken wir an einen orientalischen Klassiker mit vielen Ungeheuern, Fabelwesen, Zauber und Magie. Nun, für diese Verfilmung trifft dies nicht ganz zu. Sinbads Abenteuer wurden nicht nur neu verfilmt, sondern darüber hinaus komplett modernisiert und an die heutige Zeit angepasst...
Die Geschichte beginnt mit dem Einblick in den Alltag von „Mr. Sinbad“, dem Vorsitzenden eines Technologiekonzerns, der sich neben Schiffbau nunmehr auch auf die Förderung von Erdöl spezialisiert hat. Während eines Schiffstransportes
einer gigantischen Menge an Erdöl kommt es auf dem Schiff zu Übergriffen von Piraten, die das Erdöl an sich nehmen wollen. Der Ärger nimmt zu, als ein Riesenkraken aus den Tiefen des Meeres auftaucht und das Schiff mit seiner Fracht auf den Meeresgrund zieht. Nun muss schnell gehandelt und die Fracht geborgen werden, um ein weltweites Verschmutzen der Weltmeere zu verhindern. Nach dem Mr. Sinbad davon erfährt, macht er sich selbst auf dem Weg um die Geschehnisse zu ergründen, das Auslaufen des Erdöls aus dem Tanker zu verhindern und schließlich die Welt zu retten. Damit ihm dies gelingt, muss er – ganz klassisch – sieben Aufgaben bestehen, die sich in den verschiedenen Gegnern des Films niederschlagen.
Der Film bietet einige Aspekte, die man auch aus anderen Produktionen kennt. So erinnert etwa die Figur des reichen Milliardärs, der zugleich selbst an der "Front" des Übels kämpft, an Bruce Wayne, der am Tage seine Geschäfte leitet und nachts auf den Straßen der Stadt Verbrecher bekämpft, auch wenn Mr. Sinbad durch den Öltransport eigentlich selbst für die drohenden Katastrophen verantwortlich ist. Auch ein Großteil der Kulisse von grünem Urwald und den Stränden auf einer einsamen Insel auf der Sinbad und seine Begleiter überleben müssen, erinnert von der Idee und Umsetzung stark an die Serie „Lost“. Auch die Insel auf dem Rücken eines gigantischen Wals gab es schon einmal, mit dem Unterschied einer riesigen Schildkröte anstelle des Wals.
Bei der Umsetzung fällt auf, dass Bild und Ton sehr gut gemacht sind. Insbesondere die kräftigen Farben und der satte Bass überzeugen. Die Computeranimationen hingegen sind ein Graus und wirken teilweise extrem billig. Anstelle von vielen drittklassigen Computeranimationen wäre es besser gewesen weniger, aber dafür qualitativ höherwertigere Animationen zu produzieren oder ganz davon abzusehen und stattdessen alternative Darstellungsmethoden zu wählen.

Beim Betrachten des Films fallen schließlich viele Details auf, die sehr weit hergegriffen sind und einfach nicht mit der Realität überstimmen. Beispielsweise ist es kaum vorstellbar, dass zwei Menschen nur mithilfe eines Seiles und deren Muskelkraft einen gigantischen Zyklopen zum Stolpern bringen können. Genauso ist absurd, dass eine Dschungeleinwohnerin, die fast ihr ganzes Leben lang im Dschungel gelebt hat, plötzlich in der Lage ist ein hochmodernes U-Boot per Computer zu steuern. Auch fällt bei kurzen Panoramabildern aus der Luft auf, dass die vermeintliche Insel keine Insel ist, sondern aller Wahrscheinlichkeit nach nur Festland sein kann.
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