Sine Mora

Sine Mora

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Digital Reality & Grasshopper Manufacture
Genre: Action
Sub-Genre: Horizontaler Shooter
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 21.03.2012
USK 12

Sine Mora   09.05.2012 von Panikmike

Oftmals handelt es sich bei den auf dem Xbox LIVE-Spiele-Marktplatz zu findenden Arcade-Games um simple Spiele, die man nach ein paar Minuten wieder aufhört und sich über die Kosten aufregt. Doch Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. Sine Mora ist ein Shooter, der nicht nur von einer guten Idee lebt, sondern auch noch grafisch atemberaubend daherkommt. Was hinter diesem Titel steckt, zeigen wir Euch hier …

„Wir haben doch keine Zeit!“ Dieser Spruch ist für Film-Freaks mittlerweile eine Legende, trifft aber auch für so manche Spiele zu. Sine Mora ist eines davon, worauf dieser Spruch zutrifft, denn Zeit spielt hier die wichtigste Rolle. Das Spiel selbst ist ein klassischer Side-Scroller, bei dem man mit einem kleinen Flugzeug alles wegballern muss, was einem vor die Flinte kommt. Im Story-Modus gibt es verschiedene Piloten, die hinter dem Bösewicht Ronotra Koss her sind. Dieser hat ein Mädchen entführt, was den Rebellen-Piloten überhaupt nicht passt. Nebenbei wird noch die Welt bedroht – das geht nun wirklich nicht! Daher heißt es, sich den Weg durch diverse Level zu ballern, bis am Ende … Nein, spoilern werde ich hier ganz sicher nicht! Flugzeuge, Unterwasserfahrzeuge, Geschütze und riesige Monster-Endgegner sind nur ein paar Dinge, die im Laufe der Kampagne unter Beschuss genommen werden dürfen. Bei einer erfolgreichen Eliminierung lassen diese dann hin und wieder Symbole fallen, die schleunigst aufgesammelt werden sollten. Manche geben bessere Waffen, manche auch Punkte oder Zeit!

Zeit oder nicht Zeit?
Da wären wir dann auch schon beim wichtigsten Feature. Der Spieler hat die Möglichkeit, die Zeit zu verlangsamen. Wie bei Matrix kann dann gezielter auf die Gegner geballert oder den gegnerischen Geschossen ausgewichen werden. Jedoch ist das auch nur ein paar Sekunden möglich, bis die Leiste gen Null ist. Zusätzlich sollte sich niemand lange mit diesem Feature aufhalten, wenn keine schwierigen Situationen auf dem Bildschirm zu sehen sind. Die normale Zeit läuft nämlich auch in diesem Modus weiter ab und wenn diese auf null ist, heißt es „Game Over“. Es ist also immer wichtig, die Zeit im Auge zu behalten und nebenbei natürlich auch die Bonuszeit-Symbole aufzusammeln. Da dies aber nicht ausreichen würde, geben diverse besiegte Gegner ebenso ein paar Sekunden auf unser Zeitkonto. Übrigens gibt es keinen Lebensbalken, bei einem Treffer verlieren wir ebenso das kostbare Gut Zeit. Daher ist eine doppelte Vorsicht geboten, wenn man die Level schaffen möchte. Einfach ist Sine Mora nicht, aber es bleibt immer fair! Wer die ca. 3–4-stündige Kampagne durchgespielt hat, kann sich im Arcade-Modus austoben. Dieser ist mit seinen zwei Schwierigkeitsstufen deutlich fordernder und somit wird das Spiel auch für Profis harter Tobak.

Bildergalerie von Sine Mora (12 Bilder)

Die Präsentation
Grafisch gesehen ist das Spiel sehr gut geworden. Die Entwickler zaubern in jedem Level erneut ein Ahhh und ein Ohhh auf die Lippen der Spieler. Die Level sind knallbunt, hochauflösend und sehen wirklich super aus. Da mal ein riesiges Monster, dort mal ein Kugelhagel – die Programmierer von Grasshopper haben sich vieles einfallen lassen und das dann zudem auch noch gut umgesetzt. Mit dem Hintergrund, dass das Spiel ein Arcade-Game für wenig Geld ist, könnten sich einige Publisher eine Scheibe der Grafikentwicklung abschneiden. Wer übrigens aufgrund der Fotos denkt, es gäbe nur typische 2D-Ansichten, der irrt. Kameraschwenks und gut gemachte Animationen auf 3D-Basis beleben das Spiel immer wieder. Soundtechnisch bekommt der Fan sehr schöne Klänge geboten. Das liegt aber daran, dass der Schöpfer des Soundtracks kein anderer als Akira Yamaoka ist, der den Spielern in diversen Silent Hill-Spielen schon seine Klänge geschenkt hat. Auch wenn die eher ruhigen Musikstücke nicht ganz zur Action des Spiels passen, so ist in meinen Augen aber das Gesamtkonzept gelungen.
 


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich hätte niemals gedacht, dass ein Arcade-Game so geil aussehen kann. Die Entwickler haben sich sichtbar ins Zeug gelegt und eine Grafikbombe erschaffen. Die Endbosse sehen ebenso toll aus wie die schönen Hintergründe oder aber die Animationen der Gegner. Das Zeit-Feature verleiht dem Spiel eine besondere Note, vor allem, weil man keine Lebensenergie hat. Sowohl Profis als auch Einsteiger werden dieses Spiel lieben. Schade, dass die Zwischensequenzen keine Animationen, sondern sehr schlichte Texteinblendungen sind, das hätte dem Spiel zusätzlich gut getan. Alles in allem ist Sine Mora ein sehr gutes Spiel und für Shooter-Fans ein absoluter Pflichtkauf. Wer diese Art Spiele mag, kommt an diesem Titel nicht vorbei.


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positiv negativ
  • Sehr schöne Grafik
  • Fordernde Boss-Kämpfe
  • Geniales Zeit-Feature
  • Ausgewogener Schwierigkeitsgrad
  • Starre Text-Zwischensequenzen
  • Ruhige, teilweise unpassende Musik





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