Skyshine's Bedlam

Skyshine's Bedlam

Publisher: Versus Evil
Entwicklerstudio: Skyshine Games
Genre: Rogue-like
Sub-Genre: Strategie
Art: Downloadtitel
Erscheinungsdatum: 16.09.2015

Skyshine's Bedlam   01.10.2015 von VanTom

Endzeitszenarien sind in. Der neue Mad Max war gerade im Kino und hat ein gleichnamiges Spiel nach sich gezogen, Fallout 4 wirft seine Schatten voraus. Der Mensch scheint von der Möglichkeit einer Welt nach der uns bekannten Zivilisation fasziniert zu sein. Mit einem solchen Szenario kommt das Spiel Skyshine's BEDLAM daher. Wir haben es uns angesehen und sagen euch ob sich die Reise durch ein chaotisches Ödland ins gelobte Land  lohnt.

 

Laut Wikipedia ist Bedlam ein englisches Synonym für Chaos oder Wahnsinn, welches sich vom Namen der Londoner psychiatrischen Klinik Bethlem Royal Hospital ableitet. Dies gibt schon ein wenig von dem vor, was uns in dem Spiel erwartet. Chaos und Wahnsinn begleiten uns auf unserem Weg durch die postapokalyptische Welt. Das Intro zeigt uns unseren Ausgangspunkt. Wir sehen eine futuristische Stadt mit mehr Etagen, in der sich das menschliche Leben zurückgezogen hat, Bysantine, abgegrenzt durch eine riesige Mauer vom Bedlam. Einer Welt der Ruinen, der Mutanten und einer lebensfeindlichen Umgebung. Es gibt Gerüchte über eine sagenhafte Stadt namens Aztec City. Zusätzlich dazu wurde das Wrack eines legendären Fahrzeugs gefunden. Dieses Fahrzeug, genannt Dozer, soll die Reise von Bysantine nach Aztec City unternehmen. Mit diesem Hintergrund werden wir in das Spiel und in das Spielmenü geworfen. Im Menü können wir einen neuen Run starten oder aber einen anderen fortsetzen. Wir können uns Tutorials ansehen, welche uns die Spielmechanik nahebringen sollen. Viel mehr Informationen gibt es hier zum eigentlichen Spielgeschehen leider nicht zu finden. Der Spieler kann rudimentäre Einstellungen treffen, sich die bisherigen Highscores ansehen, die Credits genießen oder aber das Spiel beenden. Auch können wir uns das Intro nochmal ansehen.

 

Natürlich interessiert uns nun der Start eines neuen Runs. Wir wählen den entsprechenden Button und sehen uns mit der Auswahl unseres Dozers und des Schwierigkeitsgrads konfrontiert. Bezüglich der Schwierigkeit gibt es drei verschiedene zur Auswahl. Hier reicht schon die Schwierigkeit „Normal“. Bei der Auswahl des Gefährts können wir weitere Dozer auswählen, welche wie allerdings erst in den Bedlams finden und freischalten müssen. In Ermangelung an Alternativen wählen wir den Menschen zugeordneten Dozer „Boneshaker“. Dieser ist in seinen Werten sehr ausgeglichen. Diese Werte sind die Ressourcen über die wir verfügen und welche auf unserer Reise verwaltet werden wollen. So wird unser Fahrzeug von „Crude“ angetrieben, was wahrscheinlich für Erdöl steht. Wir haben eine Crew und Passagiere an Bord. Diese wollen mit Lebensmitteln versorgt werden. Diese Lebensmittel sind „Meat“, also in erster Linie Fleisch. Für die Waffen der Dozers und Unterstützungsfähigkeiten benötigen wir Energie. Alle drei Ressourcen können und müssen wir auf unserem Weg finden. Nach der Wahl des Fahrzeugs finden wir uns auf einer Karte in Bysantine wieder. Wir haben nun vier Wege auf denen wir die Stadt verlassen können. Alle Wege führen uns in ein Gebiet, welches von einer Gegnerfraktion beherrscht wird. Es gibt als Gegner die Rogue AI (eine Art künstliche Intelligenz, welches Roboterwesen steuert), Mutanten (na was ist das wohl?), Cyborgs (I will be back) und Marauders (also friedliche Plünderer). Wir wählen einen Weg und unser tonnenschwerer Dozer macht sich auf den Weg. Wir überschreiten die Grenze und betreten das erste Mal das Ödland...nur um direkt in einen Kampf zu geraten.

 

Unser Dozer verlässt sich dabei nicht auf seine Offensivbewaffnung, sondern unsere Crew kommt zum Einsatz. Dabei gibt es vier unterschiedliche Waffengattungen. Es gibt Scharfschützen, die sogenannten „Deadeyes“. Diese haben nicht viel Lebensenergie, dafür aber die höchste Reichweite und richten viel Schaden an. Weiterhin finden wir in unseren Reihen Nahkämpfer, sogenannte „Frontliners“. Als klassische Tanks haben sie auch die entsprechenden Eigenschaften, hohe Lebensenergie und wenig Schaden. Dazwischen gibt es noch die „Trenchers“ und „Gunslingers“. Die „Trenchers“ machen mehr Schaden auf kurze Reichweite, sind dabei aber auch robuster. Die „Gunslinger“ sind mit Pistolen bewaffnet und machen etwas weniger Schaden. Allerdings haben sie die charmante Eigenschaft, dass sie automatisch zurückschießen wenn sie angegriffen werden. Der Gegner führt dabei die gleichen Waffengattungen ins Feld. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede. Einheiten der Rogue-AI teleportieren ganz gerne über das Schlachtfeld, anstelle sich normal zu bewegen.

 

Die Kämpfe finden auf einem Kartenausschnitt statt. Die Gegner und die Kämpfer des Spielers werden dabei zufällig positioniert. Eine möglichst taktisch kluge Aufstellung der Einheiten entfällt also. Wir müssen damit klarkommen, wie das Spiel uns hinstellt. Nun können die Züge beginnen. Pro Zug können wir zwei Aktionen durchführen. Wir können uns bewegen oder angreifen. Wir können aber auch zweimal angreifen oder uns zweimal bewegen. Sofern wir die entsprechende Energie haben, können wir aber auch die Unterstützung unseres Dozers einsetzen. Dies kann von Angriffen bis zur Heilung der eigenen Einheiten reichen. Es können aber auch weitere Unterstützungen (Equalizers genannt) im Spielverlauf gefunden und anschließend verwendet werden. Gleiches gilt für die Offensivbewaffnung des Dozers.

 

Während des Kampfes zählen die Abschüsse unserer Einheiten. So gewinnen unsere Einheiten an Erfahrung, je mehr Gegner sie ausgeschaltet haben. So wird aus einen „Rookie“ nach drei bis vier Abschüssen ein "Veteran". Dieser hat mehr Lebensenergie und richtet ebenfalls mehr Schaden an. Zusätzlich dazu können „Elite“-Einheiten gefunden werden, welche massive Vorteile bieten. Allerdings müssen diese Einheiten erst gefunden und besiegt werden. Dabei kann der Spieler froh sein, wenn nur wenige eigene Einheiten bei diesem Versuch drauf gehen.

 

Ansonsten sind auf dem Kampfgelände Deckungspunkte platziert hinter denen sich einzelne Einheiten schützen können. Hier kann es passieren, dass Einheiten gar nicht getroffen werden, während sie in Deckung sind. Auf dem Schlachtfeld sind weiterhin Ressourcen zu finden und einzusammeln. Diese sind aber mit Vorsicht zu genießen, da hier auch Fallen verborgen sein können. Es kann sehr frustrierend sein, wenn eine Veteraneneinheit in die Luft fliegt, nur weil sie „Crude“ aufsammeln wollte. Weiterhin erhält der Gegner einen weiteren Vorteil. Es gibt das sogenannte „Blitzometer“. Dieses wird über Gegnerzüge gefüllt. Ist die Anzeige voll, kann der Gegner dreimal geschützt angreifen, ohne dass wir etwas dagegen tun können. So wogt der Kampf hin und her. Sobald eine Seite alle vorhandenen Einheiten verloren hat, ist der Kampf entschieden. Alternativ können wir auch aus einem Kampf fliehen...dann erhalten wir aber keine Ressourcen.

 

Bildergalerie von Skyshine's Bedlam (17 Bilder)

Nach einem erfolgreichen Kampf bekommen wir eine Übersicht über die gewonnen Ressourcen gezeigt. Gewonnene Energie können wir auch einsetzen um die Einrichtungen unseres Dozers zu verbessern. So können wir die Zeit verkürzen, die ein verletzter Kämpfer auf der Krankenstation verbringen muss. Wir können aber auch den Verbrauch an Treibstoff oder Energie für die Waffen reduzieren. Sind wir mit dem Management unseres Dozers zufrieden, kehren wir auf die Karte zurück und sehen uns von „Ausrufezeichen“ umgeben. Diese geben Points of Interest (POI) an und können von einem Außenteam (Awayteam) mit einem kleinen Fahrzeug besucht werden. Hier können zusätzliche Crewmitglieder gefunden werden oder einfach nur weitere Ressourcen oder Kämpfe. Das Spiel sagt selbst, dass nicht alle Überraschungen gut sein müssen. Finden wir weitere Ausrüstung, so kann diese verwendet werden. Wir können aber auch bestimmte Items finden, welche bestimmte Events freischalten.

 

So versuchen wir immer näher nach Aztec City zu kommen. Dabei kann es schon mal vorkommen, dass wenn wir keinen Treibstoff mehr haben ein Alchemist auftaucht, welcher einen Teil der Mitreisenden in Treibstoff umwandelt. Hier können wir nun moralisch entscheiden und unsere Passagiere schützen, was aber letztendlich zum Ende des Runs führt, oder aber wir nehmen das Angebot an...


Das Fazit von: VanTom

VanTom

Das Spiel wird als Rogue-like beschrieben. Das heißt wir sammeln, erforschen und kämpfen uns unseren Weg frei. Dabei wird aber nicht davon ausgegangen, dass wir dies beim ersten Mal schaffen. Nein viel mehr will das Spiel uns dazu bringen es oft zu versuchen. Neue Dinge oder Strategien zu erproben und es dann wieder zu versuchen. Dies ist sehr motivierend umgesetzt. Dabei ist das Spiel aber sehr schwer und die KI nutzt jede Schwäche, welche der Spieler bietet. Auch in diesem Spiel gilt ein Permadeath. Ist eine Spielfigur tot, bleibt sie dies auch. Die Grafik ist dabei sehr comicartig und passt sehr gut zu dem Szenario. Die Animationen sind eher schwach und könnten etwas abwechslungsreicher sein. Die Tutorials bestehen leider nur aus Videos. Hier wären simulierte Kämpfe ganz toll gewesen. Der Soundtrack vermittelt den richtigen Eindruck und gibt einem das Gefühl, dass man tatsächlich durch ein chaotisches Ödland streift. Das Spielprinzip ist zwar recht leicht zu verstehen, aber schwer zu meistern. Auch wäre es ganz schön gewesen, wenn die Truppen nicht komplett zufällig auf dem Kampffeld stehen würden. Alles in allem macht das Spiel einen ordentlichen Eindruck und macht durchaus Spaß. Die Entwickler haben auch bereits angekündigt, dass an einigen Stellen noch nachgearbeitet wird. Für Spieler die harte Spiele als Herausforderung schätzen, ist dies ein Pflichtkauf. Ansonsten ist das Szenario abgedreht genug, so dass der Spieler alle Dozer finden kann. Das Spiel zeigt wieder einmal, dass gute Ideen über Kickstarter finanziert werden können.


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positiv negativ
  • Passende Grafik und Soundtrack
  • Spannendes Kampfsystem
  • Sehr gelungene Endzeitatmosphäre
  • Große Karte, welche zur Erforschung einläd
  • Tutorial nur als Video
  • Harte Kämpfe mit teilweise unfair platzierten Einheiten
  • Schwache Animationen
  • Nur eine spielbare Fraktion (Human)





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