Sofahelden-Selbstbau PC - Teil 3 | Einbau

Sofahelden-Selbstbau PC - Teil 3 | Einbau

Publisher: Sofahelden
Genre: Selbstbau-PC

Sofahelden-Selbstbau PC - Teil 3 | Einbau   16.04.2016 von Assimilator

Wir Sofahelden wissen, dass das Thema PC Hardware und der Bau eines PCs ab und zu etwas kompliziert erscheint. Grund genug, dass wir Euch hier etwas unter die Arme greifen.

Unser Artikel richtet sich vor allem an Nutzer, welche bisher wenig Erfahrung mit dem Bau eines PCs oder der Auswahl von Hardware haben. Dem entsprechend versuchen wir bewusst, auf technische Beschreibungen zu verzichten. Darüber hinaus ist die von uns getroffene Auswahl an Hardware subjektiv. 
 
Nachdem wir Euch im ersten Teil ein wenig die Hintergründe für unseren Artikel und die Anforderungen an den PC erzählt haben und im zweiten Teil genauer auf die Komponenten eingegangen sind, wollen wir Euch jetzt den Einbau genau erläutern.
 
Einbau der Teile
 
  • Das Gehäuse
Um mit dem Einbau zu beginnen, öffnet man das Gehäuse zuerst einmal auf allen Seiten. Anschließend muss sichergestellt werden, dass die Abstandsschrauben für das Mainboard bereits eingebaut sind oder - wenn nicht - baut man diese dann ein.
 
  • Die Wasserkühlung
Im nächsten Schritt wird der Radiator für die Wasserkühlung an der Oberseite des Gehäuses eingebaut. Corsair liefert hierfür zwar Schrauben mit, diese sind jedoch sehr hoch und sorgen für eine unschöne Delle am Gitter des Gehäuses. Sharkoon liefert das BW9000-V Gehäuse jedoch praktischerweise auch mit Schrauben aus, welche einen sehr flachen Kopf haben. Daher empfehlen wir ausdrücklich, diese flachen Schrauben zu nutzen und dabei auf die Unterlegscheibe zu verzichten. Ist der Radiator eingebaut, können direkt die Lüfter auf die Innenseite geschraubt werden. Hierbei geben kleine Pfeile an der Seite an, in welche Richtung der Luftstrom gehen wird. Da das Sharkoon Gehäuse mit seinen mitgelieferten Lüftern die Luft bereits an der Vorderseite einsaugt und an der Rückseite ausstößt, empfiehlt es sich, die Wasserkühlung so einzubauen, dass auch hier die Luft ausgestoßen wird. Generell muss beim Einbau der Wasserkühlung darauf geachtet werden, dass man die Plastikverpackung an der Pumpe nicht abnimmt. Hier ist von Corsair bereits Wärmeleitpaste aufgetragen. Wenn besagtes schützendes Stück Plastik abfällt und die Wärmeleitpaste beschädigt wird, muss diese komplett abgetragen und ersetzt werden, was den Kauf einer neuen Wärmeleitpaste erfordert.
 
  • Das Mainboard und Prozessor
Ist die Wasserkühlung komplett eingesetzt, kann das Mainboard eingebaut und direkt festgeschraubt werden. Wichtig ist es dabei, die Blende vom Mainboard noch vor dem Einbau in das Gehäuse einzusetzen. Mit dem Schrauben von Sharkoon kann das Mainboard direkt festgeschraubt werden. Nun ist es an der Zeit, den Prozessor einzusetzen. ASUS bietet hierfür eine sehr praktische Einbauhilfe, in welcher der Prozessor nur eingelegt werden muss. Auf dem Prozessor selbst ist dabei ein kleines Dreieck an einer Seite angebracht, welches sich auch auf der Einbauhilfe wiederfindet. So kann man problemlos schauen, wie rum der Prozessor eingesetzt werden muss. Anschließend kann man die Halterung am Mainboard öffnen und den Prozessor samt Einbauhilfe einsetzten und die Halterung wieder schließen.

Um die Kühlung des Prozessors korrekt einzubauen, muss an der Rückseite des Mainboards eine entsprechende Halterung angebracht werden, wobei einfach vier Nasen durch vorhandene Öffnungen im Mainboard gesteckt werden müssen. In diese Nasen wird auf der Vorderseite die Wasserpumpe geschraubt, welche vorher auf den Prozessor aufgesetzt wurde.
 

  • Das Netzteil
Im unteren Bereich des Gehäuses befindet sich an der Rückseite der Platz für das Netzteil. Auch dieses muss einfach eingesetzt und anschließend festgeschraubt werden. Sharkoon liefert das Netzteil mit einem fest angebrachten Kabel für die Stromversorgung des Mainboards aus, alle weiteren Kabel werden je nach Bedarf einfach in die Rückseite des Netzteils eingesteckt. Hierbei gilt es zu beachten, dass alle Kabel durch die Kabelführungen auf die Rückseite es Mainboards verlegt werden, um diese dann je nach Bedarf in der entsprechenden Höhe wieder nach vorne zu führen. Dies ist vor allem deshalb notwendig, damit die Kabel nicht beim Einbau großer Grafikkarten oder weiterer Hardware im Weg sind. Außerdem lassen sich in der Rückseite bequem überschüssige Zentimeter der Kabel verlegen, sodass diese direkt zu sehen sind, wenn man den PC öffnet.
 
  • Die Festplatten
Für die Festplatten gibt es von Sharkoon zwei Käfige, welche einen Einbau ohne Schrauben vorsehen, da die Festplatten einfach eingesteckt werden müssen. Wir haben für eine bessere Zirkulation den oberen, größeren Käfig herausgenommen, da wir ihn nicht benötigen.
 
  • Die Grafikkarte
Das vorletzte Stück Hardware, was nun noch seinen Platz im PC finden muss, ist die Grafikkarte. Hierfür müssen zwei Blenden (Nummer 2 und 3) ausgebaut werden, sodass die Grafikkarte entsprechend Platz hat. Anschließend wird die Grafikkarte am obersten langen Slotplatz eingebaut, dem sogenannten PCI Express Slot.
 
  • Der Arbeitsspeicher
Als letzter Schritt muss nun noch der Arbeitsspeicher verbaut werden. Direkt neben dem Prozessor befinden sich dafür vier Bahnen, welche für den RAM vorgesehen sind. Wichtig ist, dass man sich für eine Farbe (schwarz oder grau) entscheidet und beide Riegel auf die entsprechende Farbe einbaut. Mit diesem Schritt ist der eigentliche Einbau der Hardware abgeschlossen.
 

  • Verkabelung
Um den PC in Betrieb zu nehmen, müssen einige Komponenten jedoch noch verkabelt werden. ASUS liefert das Mainboard mit ausreichend SATA-Kabeln aus, welche die Datenverbindung für die Festplatten darstellen. Schaut man sich den Stecker genauer an, findet man eine Seite, an welcher eine Ecke hervorsteht. So ist deutlich erkennbar, wie rum die Kabel angeschlossen werden müssen. Genauso sieht es mit dem Stromanschluss der Festplatten aus. Die SATA-Kabel werden dabei an das Mainboard angeschlossen und die Stromkabel an das Netzteil. Das bereits erwähnte Kabel vom Netzteil für die Stromversorgung wird auch auf das Mainboard gesteckt. Dabei befinden sich der dicke, vieladrige Stecker rechts neben dem Arbeitsspeicher und der kleine vieradrige Stecker in der oberen linken Ecke. Zum Anschließen der Grafikkarte werden insgesamt zwei Kabel benötigt. Beide Kabel verbinden dabei jeweils das Netzteil mit der Grafikkarte.
 
  • Anschlüsse am Mainboard
Im vorletzten Stück werden nun die Lüfter angeschlossen. Dabei wird sowohl eine Stromversorgung vom Netzteil aus benötigt, als auch eine Signalsteuerung auf dem Mainboard. Die letzteren Stecker sind sehr klein und müssen im Mainboard auf jeweils drei Nadeln gesteckt werden, welche mit FAN bezeichnet sind, wobei die Gehäuselüfter „Chasis Fan“ 1 und 2 sind. Die Wasserkühlung wird auf die mit „CPU FAN“ beschriebenen Nasen gesteckt.

Im letzten Schritt müssen nun noch ein paar kleine, unscheinbare Kabel vom Gehäuse mit dem Mainboard verbunden werden. Diese sind im Gehäuse fest installiert und haben Beschriftungen wie „HDD LED“, „PWR“ und so weiter. Die entsprechenden Gegenstücke auf dem Mainboard befinden sich an der unteren rechten Seite und sind genauso betitelt. Die Beschriftung der Stecker muss dabei immer nach unten zeigen. Wer sich nicht sicher ist, wo genau die entsprechenden Nadeln auf dem Mainboard sind, kann dazu immer die entsprechende Anleitung zu Rate ziehen, hier sind alle entsprechenden Stecker erläutert.
 
  • Einschalten und Installation
Nachdem alle Komponenten verbaut wurden und der PC entsprechend verkabelt ist, kommt der spannende Moment: Das erste Einschalten. Hierfür sollten jedoch nur die Stromversorgung, eine Tastatur sowie ein Monitor angeschlossen werden. Nachdem der PC Strom hat, kann es durchaus ein paar Sekunden dauern, bis das erste Signal am Monitor ankommt. Darüber hinaus kann es vorkommen, dass der PC noch einmal von allein ausgeht und sich direkt wieder anschaltet. Dies hat etwas mit dem Selbsttest der Hardware zu tun. So lange nur ein einfacher, kurzer Piepton zu hören ist, ist alles in Ordnung und man sollte nach kurzer Zeit auf dem Monitor die verbaute Hardware (Mainboard, Prozessor, Grafikkarte und Festplatten) sehen können.
 
Was nun noch fehlt ist ein Betriebssystem. Da wir uns einen Gaming PC zusammengestellt haben, fällt die Wahl natürlich sofort auf Windows 10. Um den PC korrekt zu betreiben, muss es sich jedoch zwingend um die 64Bit Version handeln. Nach der erfolgreichen Installation fehlen noch ein paar Treiber. Da evtl. unter anderem auch die Treiber für die Netzwerkkarte des Mainboards fehlen, empfiehlt es sich, vor dem Start der Installation auf einem andren PC alle Treiber von der Website von ASUS herunterzuladen. So ist man auf jeden Fall für alle Fälle vorbereitet. Sind alle Treiber installiert, ist das System betriebsbereit.
 
Herzlichen Glückwunsch!

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