Solis

Solis

Originaltitel: Solis
Genre: Science Fiction • Thriller
Regie: Carl Strathie
Hauptdarsteller: Steven Ogg • Alice Lowe
Laufzeit: DVD (92 Min) • BD (92 Min)
Label: Capelight Pictures
FSK 12

Solis   20.12.2018 von MarS

In The Walking Dead spielt er in seiner Rolle als Simon seit der sechsten Staffel lediglich die zweite Geige hinter dem Oberbösewicht Negan. Nun darf der Kanadier Stephen Ogg im Sci-Fi-Thriller Solis endlich einmal ganz alleine seine Talente beweisen...

 

Inhalt

 

Der Astronaut Troy Holloway (Stephen Ogg, The Walking Dead) erwacht an Bord einer beschädigten Raumkapsel. Nach anfänglicher Orientierungslosigkeit wird ihm schnell klar, dass er der einzige Überlebende eines tragischen Unglücks ist, und sich die Rettungskapsel nicht mehr manövrieren lässt. Auch zahlreiche andere Systeme sind ausgefallen und er treibt hilflos direkt auf die Sonne zu. Seine einzige Chance auf Rettung besteht in Commander Roberts (Alice Lowe), mit der er über Funk in Kontakt steht. Doch die Zeit wird immer knapper...

 

Solis präsentiert sich als Low-Budget-Mix aus Gravity und Buried - Lebend begraben und setzt dabei, ebenso wie seine Vorbilder, auf eine schauspielerische One-Man Show sowie eine konsequent bedrohliche Grundatmosphäre. Auf Grund dieser minimalistischen Grundlagen muss man als Zuschauer schon ein Faible für solche Filme haben, da das Geschehen ansonsten dank des beengten Settings und des damit einhergehenden geringen Handlungsspielraums sehr schnell langweilig wird. Solis macht seine Sache in diesem Bereich aber dank der tollen Arbeit von Regiedebütant Carl Strathie, der hier auch das Drehbuch verfasst hat, wirklich sehr gut, und weiß seine geringen Mittel hervorragend zu nutzen. Selbstverständlich neigt eine derartig begrenzte Inszenierung dazu, sich im Verlauf in Teilen zu wiederholen, was aber von der hervorragenden Leistung von Stephen Ogg wieder ausgeglichen wird. Der nämlich überträgt seine Emotionen durch sein authentisches, intensives Schauspiel sehr gut zum Zuschauer. Aber auch die begleitende Stimme aus dem Off, gesprochen von Alice Lowe, funktioniert perfekt als Ergänzung und füllt damit die Lücke der fehlenden zwischenmenschlichen Komponente in der Raumkapsel aus. Selbst das liebevoll gestaltete Setdesign weiß hier zu gefallen, wobei vor allem das Innere der Rettungskapsel schnell vergessen lässt, dass es sich hier um eine Low-Budget-Produktion handelt. Eher nostalgisch muten da im Gegenzug die Außenaufnahmen im Weltall an, die dadurch jedoch irgendwie auch einen gewissen Retro-Charme ausstrahlen. Gar nicht so unpassend, liefert die Handlung doch bei genauer Betrachtung eigentlich nichts wirklich Neues. 

 

Bildergalerie von Solis (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Das Bild der Blu-ray zeigt sich scharf und detailreich. Kontrast und Schwarzwert sind sehr gut ausbalanciert und erzeugen eine ansprechende Farbgebung. Störendes Filmkorn oder Bildrauschen sind nicht auszumachen. Die Tonspur erweist sich als sehr dynamisch und kraftvoll abgemischt. Gezielter Effekteinsatz, verteilt auf alle Boxenbereiche, rundet das akustische Klangpaket sehr schön ab. Lediglich der Score könnte an mancher Stelle etwas mehr Druck und Räumlichkeit vertragen, im Gesamtbild aber eine sehr gute und absolut HD-würdige Veröffentlichung.


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Solis ist ein Low-Budget Science-Fiction Streifen für Minimalisten und Freunde von atmosphärischen One-Man Shows. Wie so oft bei Filmen mit beengtem Setting und nur wenigen Protagonisten ist der Film sicherlich für einige Filmfans zu langatmig, andere jedoch werden von der packenden Handlung und dem tollen Zusammenspiel zwischen Stephen Ogg und der Stimme von Alice Lowe begeistert sein. Solis ist für mich ein echter kleiner Geheimtipp, der sich sehen lassen kann.


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