Sonic Colours

Sonic Colours

Publisher: SEGA
Entwicklerstudio: SEGA
Genre: Geschicklich
Sub-Genre: Jump ´n´ Run
Art: Vollpreis
Erscheinungsdatum: 12.11.2010
USK 6

Sonic Colours  23.01.2011 von BeN

Früher konnte man die Spiele der Sonic-Reihe getrost als Erfolgsgaranten bezeichnen. Doch mit der Zeit wurden die Verkaufszahlen niedriger, die Spiele schlecht und das Image stark geschädigt. Nichtsdestotrotz hält SEGA an dem blauen Igel fest und bringt den neusten Titel der Serie, Sonic Colours Wii, auf den Markt. Ob sich hierbei ein Griff in das Spieleregal lohnt, oder die eher mäßige Serie an Jump’n´Run-Spielen beibehalten wird, erfahrt ihr natürlich in unserem Review.

Willkommen in Dr. Eggmans fantastischem intergalaktischen Freizeitpark...

Ja, ihr lest richtig, jedenfalls steht das auf der Verpackung. Der einst gefürchtete Bösewicht Dr. Eggman eröffnet einen riesigen Vergnügungspark für Groß und Klein. Natürlich wäre Sonic nicht Sonic, wenn er diese Show nicht sofort durchschauen würde. Getrieben von großem Misstrauen macht er sich mit seinem Abenteuer- Companion Tails auf den Weg, die wahren Machenschaften von Dr. Eggman aufzudecken.


Schließlich stellt sich heraus, dass der verrückte Wissenschaftler eine ganze Horde Aliens-Wisps gefangen hält, um diesen ihre Energie auszusaugen. Prompt macht sich der blaue Superheld auf den Weg, die kleinen zu retten. Leider wird diese Geschichte nicht wie üblich mit einem Intro erklärt. Ihr müsst erst zwei Level spielen, bis euch die ersten Videos zeigen, worum es überhaupt geht.

Doch nun genug zu der Story, kommen wir zum wesentlichen Teil eines Jump´n´Run Spiels, dem Gameplay. Hierbei handelt es sich um eine Kombination aus 3D- und 2D- Passagen. Die Idee dahinter ist zwar durchaus gelungen, aber manchmal etwas unglücklich umgesetzt, denn die 3D-Abschnitte sind nicht allzu gut in das eigentliche Sonic-Prinzip implementiert. Dafür erinnern die 2D-Effekte an die guten alten Sonic Zeiten und insbesondere an das neuere Sonic Unleashed. Es gibt viele Passagen, in denen ihr nur nach rechts, links, oben und unten steuern müsst, um gegnerischen Angriffen auszuweichen oder Ringe einzusammeln. Diese sind zwar nicht die schwersten Elemente des Spiels, bringen aber Abwechslung in den Jump´n´Run Spaß.

Viel mehr Abwechslung gibt es aber dafür leider nicht. Die Handlung wurde bewusst minimiert und spielt eigentlich keine Rolle. Hauptaugenmerk ist das Flitzen durch diverse Level und der Versuch, nicht in den Abgrund zu fallen. Das Letztere passiert leider sehr häufig und ist fast die einzige Möglichkeit zu sterben, die Sonic Colours zu bieten hat.


Die guten alten Alien-Wisps
Die für die Handlung entscheidenden Alien-Wisps haben auch einen großen Einfluss auf das Gameplay und sind quasi die einzige wirkliche Neuerung in der Sonic-Reihe. Insgesamt gibt es 8 verschiedene, die Euch auch 8 verschiedene Fähigkeiten verleihen. So könnt Ihr beispielsweise mit dem gelben Wisps, den blauen Igel in einen Bohrer verwandeln, der sich durch das Erdreich fräsen kann. Der violette im Bunde lässt Sonic zu einem wilden Monster werden, welches alles, was ihm im Weg steht, auffrisst. Leider werden diese Fähigkeiten viel zu wenig benötigt und verlieren somit ein bisschen an Bedeutung. Eigentlich Schade, denn sowohl die Idee als auch die Umsetzung sind eigentlich sehr gut und hätten Potenzial für mehr geboten.

Dennoch kann das Gameplay grundlegend überzeugen. Wie ein Blitz durch die Welt zu sausen macht einfach Spaß und lässt uns in nostalgische Erinnerungen eintreten. Zwar sind die Endgegnerkämpfe am Ende eines jeden Levels nicht Sonic-typisch, also  episch, aufgemacht, aber man kann ja nicht alles haben.


Grafik und Sound
Die Präsentation von Sonic Colours kann sich durchaus sehen lassen und macht ihrem Namen alle Ehre. Die Welten und Charaktere kommen nämlich kunterbunt daher. Doch die Farben wurden nicht zu grell gewählt und machen einen runden Eindruck. Die Animationen sind ebenfalls klar und wirken einwandfrei. Also kommen wir nun zu der musikalischen Untermalung. Diese ist nämlich hochkarätig besetzt, so wurde der Superstar Jean Paul Makhlouf  sowohl für das Intro als auch das Ending arrangiert. Im Spiel selbst kommt die Musik dann Sonic-typisch daher. Einfache, elektrische Töne reihen sich immer wieder zu der typischen Sonic-Melodie zusammen. Leider haben die Dialoge in den Zwischensequenzen nur eine englische Vertonung spendiert bekommen, die deutsche Bedeutung könnt Ihr nur dem Untertitel entnehmen. Hierbei müssen wir leider anmerken, dass dieser nicht immer ganz leserlich ist, der Text auf den bunten Hintergründen ist manchmal einfach zu viel für das menschliche Auge.


Das Fazit von: BeN

BeN

In den insgesamt 15 Stunden Spielzeit von Sonic Colours hatten wir so viel Spaß, wie schon lange in keinem Sonic Titel mehr. SEGA hat es geschafft, alte Elemente der Serie aufleben zu lassen und neue Errungenschaften wir die Alien-Wisps zu implementieren. Zwar ist nicht alles Gold, was glänzt, beispielsweise die nicht ganz gelungenen 3D Passagen, die fehlende deutsche Synchronisation oder die sehr einfach Gestrickte Handlung. Doch die wesentlichen Elemente, wie Gameplay und Spielspaß sind im neusten Sonic Titel sehr gelungen. Ebenfalls die grafische und musikalische Präsentation kann sich sehen lassen. Manchmal kommt sogar ein kleines bisschen Nostalgie auf, wer erinnert sich schließlich nicht gerne an die Anfangsgeschichte der Videospiele um Sonic und Dr. Eggman?! Alles in allem werden alle Sonic Fans ihren Spaß finden, aber auch Sonic-Neulinge, die einen gelungenen Jump’n´Run Titel suchen, können hier zugreifen.


positiv negativ
  • Schöne Präsentation
  • Angenehme musikalische Untermalung
  • Super Gameplay
  • Nostalgie-Faktor
  • Wenig Handlung
  • Wisps finden wenig Beachtung
  • Keine deutsche Synchronisation



Kommentare

05.02.2011 20:25:21 von TimixP


richtig intressantes spiel ich glaube ich werde es mir zu legen

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