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Sonic Free Riders

Publisher: Sega
Entwicklerstudio: Sega
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Sportspiel
Art: Midpreis Titel
Erscheinungsdatum: 10.11.2010
USK 6

Sonic Free Riders   12.11.2010 von Panikmike

Auch Sega springt auf den Kinect-Zug auf und brachte zeitgleich zum Release des neuen Wundergeräts von Microsoft ein Spiel heraus. Natürlich konnte es nur ein Spiel mit dem berühmten blauen Igel names Sonic sein. Dieses Mal schwingen sich er und seine Freunde auf ein fliegendes Skateboard und rasen durch die Gegend. Ob das gut gehen kann???

Activision hat es uns vorgemacht, sie brachten vor etwa einem Jahr ein Skateboardspiel heraus, bei dem der Spieler auf einem Brett in Form eines Skateboards stand. Dieser neuartige Controller sorgte für Diskussionen bei den Gamern, da er nicht wirklich funktionierte und mehr Frust als Spaß brachte. Sega versuchte es nun, besser zu machen, doch sie nutzen gleich die neue Technik der Xbox 360. Die Zeiten eines Bretts sind passé, nun gibt es ja Kinect. Also rein mit der Disk und das Spiel starten. Schon im Menü bemerkt man die neuen Möglichkeiten von Kinect, man steuert hier alles mit der Hand. Doch leider ist das Menü leicht gewöhnungsbedürftig, denn man muss auf ein Symbol gehen und es quasi nach oben oder unten wegschieben. So kann man nach und nach alle Symbole erreichen und das gewünschte nach rechts unten ziehen. Es ist eine nette Idee, die aber noch ein wenig Optimierungsbedarf benötigt.


Doch legen wir mal los, wir sind ja schließlich nicht zum Spaß hier. Natürlich beginne ich zuerst eine Weltmeisterschaft. Dieser Modus ist auch der Kern des Spiels, drumherum hat das Spiel nur die Standardmodi wie einzelne Runden, Teamrennen oder Ringesammeln. So rast man mit Team Heroes (Sonic, Miles und Knuckles) oder Team Babylon (Jet, Wave und Storm) durch die wildesten Levels, die aus gewaltigen Canyons, Höhlen, Lavaseen, Wasserfontänen und noch vielem mehr bestehen. Die Steuerung unserer Helden geht sehr einfach: Ihr steht vor eurem Fernseher wie auf einem Snowboard. Schiebt man es quasi an, so gibt es einen Schub. Die Lenkung ist nicht nur mit einer kleinen Bewegung machbar, sondern man muss seinen kompletten Körper in die Kurve legen. Neigt man sich nach vorne, so wird man schneller, dreht man hingegen beide Füße in eine waagrechte Position, so wird gebremst. Stellt euch einfach echtes Snowboardfahren vor! Wer es an dieser Stelle nicht verstanden hat, der bekommt im Spiel selbst ein sehr gutes Tutorial.

Doch wir sind ja schon geübte Spieler, also rauf aufs virtuelle Brett. Alles geht drunter und drüber, mal gibt es hier eine Abkürzung, mal kann man dort eine Rampe benutzen. Die insgesamt 16 Strecken haben es in sich, sie teilen sich und man sollte die Idealwege finden, um sich gegen die Konkurrenz zu bewähren. Doch man muss nicht immer nur den ersten Platz belegen, sondern kann auch diverse Missionen bestehen. So muss man im Laufe seiner Karriere eine bestimmte Anzahl von Ringen sammeln, grinden, ein normales Rennen fahren, Stuntpunkte anhäufen und noch vieles mehr. Doch ein Rennen ohne Extras wäre langweilig, oder? Ihr solltet deswegen immer Ausschau nach diversen Gimmicks haben. Wie man es von Mario Kart gewohnt ist, befinden sich auf der Strecke kleine Symbole, die mir verschiedene Waffen zum Einsammeln bieten. So kann man dann eine Rakete auf den Gegner schießen, eine Bowlingkugel losrollen lassen, mit einer Sodadose kurzzeitig schneller fahren oder mit einem Oktopus Tinte in das Gesicht der Gegner drücken. Doch jedes Gimmick erfordert eine andere Handbewegung, die das System relativ sauber erkennt. Auf den Oktopus muss man draufschlagen, die Rakete werfe ich wie einen Dartpfeil nach vorne und so ähnlich weiter. Kommt man in die Nähe einer Sprungschanze, so sollte man sich auf einen Trick vorbereiten. In der Luft kann man sich dann um 360 Grad drehen oder ein paar andere Tricks durchführen. Leider ist dies kein Vergleich zu diversen Skate- oder Snowboardspielen. Es ist eine nette Sache, mehr aber auch nicht! Schade - hier gab es auch ein paar Schwierigkeiten, denn die Sprünge wurden nicht immer ideal durchgeführt. Leider ist dies ein Manko, denn eigentlich braucht man einen guten Sprung, um seine Turboleiste aufzufüllen. Doch meistens klappte dies auch und so konnte ich den Turbo dann auch wie bei einem Skateboard mit dem Fuß von vorne nach hinten ausführen. Ich gebe aber jedem den Tipp, zuerst alle 13 Einführungen zu spielen, denn da wird das Spiel wirklich von vorne bis hinten erklärt. Ohne die Einführung gibt es sicherlich einen kleinen Fluchfaktor!

Ach ja, nebenbei sammle ich natürlich die typischen goldenen Ringe ein, auf die Sonic und seine Konsorten scharf sind. Hat man genügend angehäuft, so steigt unser Board automatisch auf und wir verbessern unsere Fahrkünste. Doch das ist nicht alles, man kann die Ringe im Spiel dann gegen Tuning-Teile eintauschen. Bei jedem Brett habe ich zwei Slots, in die ich ein Modul stecken kann. So kann man schneller fahren, Ringe per Magnet einsammeln und noch mehr. Später gibt es sogar noch verschiedene Vehikel freizuschalten, wie zum Beispiel neue Bretter oder ein Motorrad! Die Steuerung mit dem Motorrad ist allerdings nicht wie beim Board, sondern wie in der Realität. Man streckt die Arme nach vorne und stellt sich vor, man hätte einen Motorradlenker in der Hand. Nun lenkt man einfach nach links oder rechts, die restlichen Steuerungselemente wie das Auslösen der Gimmicks sind gleich.

Doch bekanntlich macht es im Team mehr Laune, deshalb hat Sega dem Spiel zwei Teammodi spendiert. In einem muss man zusammen fahren und die Gegner besiegen, getreu dem Motto: Eine Kette ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Baut einer Mist, so muss das Team leiden. Sega hat sich hier aber auch etwas Besonderes einfallen lassen, denn an bestimmten Stellen der Strecke müssen beide Fahrer verschmelzen und kurzzeitig zusammen als eine Einheit fahren. Es sieht dann so aus, dass sich beide zueinander drehen, die Hände nach vorne strecken, so dass sie diese und die von seinem Partner sich berühren. Danach lenkt man einfach nach vorne oder hinten und der Partner geht mit. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. Es lockert das Spiel ein wenig auf und macht es für Mehrspieler-Partien interessanter. Im zweiten Modus gibt es eine Art Staffellauf. Hier bilden sich zwei Teams, die beim Fahren den Platz wechseln müssen. Natürlich kann man das Ganze auch online fahren. Während meiner Testphase konnte ich zwar nie ein Rennen mit acht Spielern finden, aber mein Höchstmaß mit fünf Spielern lief super flüssig. Man merkt in keinster Weise irgendwelche Lags. Es kann lediglich ein wenig dauern, bis man ein Spiel findet. Leider sind auf den Server nur wenige Spieler, die Free Ride online genießen möchten


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich konnte das Spiel schon auf dem Kinect-Event in München spielen und bekam gleich Lust auf mehr. Die Steuerung funktioniert gut, man muss mit vollem Körpereinsatz durch die Strecke rasen. Die Waffen und die Gimmicks sind eine nette Sache, auch wenn man sie oftmals in der Hektik falsch einsetzt. Sonic Free Riders ist an sich sehr hektisch und actionreich, ein ruhiges Fahren darf man nicht erwarten, doch das ist auch gut so. Wer Sonic mag, der wird auch dieses Spiel lieben. Als Anfangsracer für Kinect hat Sega jedenfalls ein gutes Spiel abgeliefert, auch wenn es ein paar Mängel gibt und die Grafik nicht komplett überzeugen kann. Doch kommt es bei so einem Spiel darauf an? Nicht unbedingt!


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