Sound Blaster Tactic 3D Rage wireless

Sound Blaster Tactic 3D Rage wireless

Publisher: Creative
Genre: Kopfhörer • Headset
Erscheinungsdatum: 22.08.2012
FSK 0

Sound Blaster Tactic 3D Rage wireless   25.04.2013 von Panikmike

Hin und wieder testen die Sofahelden Hardware, wenn Zeit dafür ist und es schöne, neue Produkte gibt. Von Creative haben wir nun das Sound Blaster Tactic 3D Rage bekommen, das für einen typischen PC-Gamer interessant ist. Es handelt sich dabei um ein kabelloses Headset, das über 16 Stunden Akkulaufzeit, einen kraftvollen Sound und noch einige Features mehr verspricht…

 

- Verpackung -

 

Wir beginnen natürlich beim Auspacken des Prachtstücks: Die Verpackung des Rage ist gut geworden. Das Marketing von Creative zeigt zum einen die acht wichtigsten Features auf der Rückseite, vorne und seitlich hingegen ist ein kleines Sichtfenster, damit der Käufer das Headset sehen kann. In acht verschiedenen Sprachen werden die Features kurz erklärt. Wird die Verpackung geöffnet, so fallen dem Käufer sofort der Wireless-Stick, die Anleitung, die Garantiekarte und ein Kabel entgegen. Alles fein in einer Klarsichtfolie verpackt, so dass nichts versehentlich herausfallen kann. Das Headset selbst befindet sich in einer hübschen roten Plastikwanne, die mit einem samtartigen Stoff überzogen wurde. An dieser Stelle hat Creative Sicherheitsdrähte eingebaut, so dass das feine Stück ohne entzwirbeln der Drähte nicht herausfallen kann.

 

- Installation -

 

Wie bei jedem neuen Gerät, sollte mittlerweile Windows nach dem Einstecken der Hardware alles automatisch machen. Auch hier kam sofort die Statusmeldung, dass Windows automatisch die Gerätesoftware installiert. Nach kurzer Zeit konnte die Hardware auch verwendet werden und funktionierte in der Tat einwandfrei. Da ich zu diesem Zeitpunkt gerade Bock auf Musikhören hatte, startete ich mit dem Soundtrack von Sons Of Anarchy. Die Gitarrenklänge und die Stimmen kamen klar und deutlich in meine Ohren, jedoch fehlten mir ein wenig die Dynamik und der Bass. Da ich aber noch nichts eingestellt hatte, lies ich mich überraschen, wie es später klingen würde.

 

Leider war in meiner Verpackung keine Software dabei, obwohl auf der offiziellen Homepage steht, dass diese auf CD mitgeliefert wird. Nicht verzagen – Google fragen. Nach sage und schreibe nicht mal einer Minute hatte ich den Download gefunden und schnell installiert. Für all diejenigen, bei denen die Software vielleicht auch versehentlich vergessen wurde, hier der Link dazu. Bei der Software handelt es sich um die Systemsteuerung des Headsets, das SBX Pro Studio, Voice FX und EAX-Effekte. 

 

Die Software ist selbsterklärend. Mit vielen Reglern kann der Gamer die Lautstärke, den Bass, den Surround-Sound, den Equalizer, Tonhöhen, Tremolo und viele weitere Einstellungen tätigen. Wer die Fotos in unserer Galerie betrachtet, sieht die einzelnen Reiter der Software. Ebenso gibt es natürlich eine Speicherfunktion und die Möglichkeit, die Einstellungen von Freunden zu importieren beziehungsweise für Freunde zu exportieren.

 

- Verarbeitung -

 

Wie Ihr von unseren letzten Hardware-Tests wisst, haben wir kein Testlabor, in dem wir auf Herz und Nieren testen können. Aber das brauchen wir auch nicht, weil wir Euch unsere praktischen Erfahrungen schildern wollen, und nicht mit Zahlen und Fakten um uns werfen. Die Verarbeitung des Rage ist in meinen Augen gelungen. Es ist robust, stabil und selbst die drehbaren Ohrmuscheln kann man ohne Gewalt nicht abbrechen. Einzig und allein die Einfassung der Ohrpolster in das Plastik ist nicht gut gelungen. Nimmt man das Headset in die Hand und wackelt ein wenig, hört man das Klappern des Plastiks. Die leichte Einfassung hat aber den Vorteil, dass sich die Ohrmuscheln den Ohren des Benutzers anpassen.

 

Das Mikrofon wird per 3,5mm-Klinkenstecker eingesteckt, und ist dann sofort einsatzbereit. Mit dem etwa 12cm langen, flexiblen Metallstab lässt sich das Mikro ideal in die Nähe des Mundes positionieren, so dass der menschliche Spieler gegenüber kein Verständnisproblem hat. Am Ende ist noch ein Schaumstoff angebracht, der leider hin und wieder abgefallen ist. Hier sehe ich ein kleines Problem, da dieser schnell nach dem Herabfallen verschwinden kann.

 

Des Weiteren ist oberhalb des Mikrofons ein Stummschalter angebracht, und ein wenig dahinter der Mini-USB-Slot, in dem man das Ladekabel einstecken kann. Hinter der linken Ohrmuschel befinden sich der Power-Knopf und die Lautstärke, die man ohne lang zu suchen erreichen kann, wenn man mit der linken Hand die Ohrmuschel umfasst. Ist man Eigentümer eines großen Kopfes, können die Bügel natürlich noch ausgefahren werden, indem man einfach die Ohrmuscheln links und rechts nach unten zieht. Der Mechanismus rastet gut ein, so dass ein verrutschen unterm Zocken eigentlich nicht passieren kann.

 

- Klang -

 

Doch nicht nur der Komfort des Headsets ist wichtig, sondern vielmehr auch der Klang und die Einstellmöglichkeiten. Da jeder Mensch ein anderes Empfinden hat, und somit auch die Soundregler anders drehen wird, ist es sehr wichtig, dass die Sprachqualität des Mikros und auch die Hörqualität der Kopfhörer stimmig sind. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss einfach passen, daher habe ich für Euch auch stundenlang gezockt und ebenso per Skype telefoniert.

 

Wie oben kurz angesprochen, war ich beim Musikhören zunächst ein wenig enttäuscht. Doch nach meinen Einstellungen in der Software verwandelte sich die Enttäuschung in eine Euphorie. Der Klang war absolut klar und deutlich, der Bass anständig und auch die Instrumente kamen sauber in meinen Gehörgang. Auch bei den Skype-Sessions, die ich mit Freunden und Kollegen gemacht hatte, konnte ich kein Manko feststellen. Ich wurde gut verstanden und ebenso konnte ich alle Sprecher gut verstehen. Ein Rauschen gab es zu keiner Zeit, daher hat das Rage den Skype-Test zu 100 Prozent bestanden.

 

Wichtiger ist allerdings die 7.1-Surround-Fähigkeit, die ich beim Filmschauen und Zocken getestet habe. Meine Testobjekte waren das aktuelle Call Of Duty und der aktuelle Film Der Hobbit auf Blu-ray. Beim Zocken konnte mich die Kreation von Creative überzeugen, man hört die Gegner aus allen Richtungen kommen und trotzdem auch die Effekte des Spiels. Dennoch ist der Sound von meinen Dolby Digital Boxen, die ich direkt per Verstärker angestöpselt habe, ein anderer Genuss. Bei meinem Filmtest war es leider anders, trotz vielen Einstellungen und einer langen Probierphase habe ich es nicht geschafft, einen anständigen Dolby-Digital-Klang zu bekommen. Eine Alternative zu einer richtigen Dolby-Digital-Anlage ist der Kopfhörer  bei Filmen und auch bei Spielen also nicht! Dennoch war die Klangqualität sehr gut, die Stimmen, die Musik und auch die Effekte kamen klar und deutlich in mein Ohr.

 

- Features -

 

Neben den Qualitäten eines guten Headsets, sollten aber auch ein paar nützliche Funktionen an Bord sein. Das Rage hat hier einige Dinge, die nicht unerwähnt bleiben sollen. Bei Design-Enthusiasten geht es schon los. Das Headset nutzt die sogenannte SB-Prism-Technologie, mit der man die Beleuchtung der Ohrmuscheln für den eigenen Stil verändern kann. Insgesamt gibt es 16 Millionen Farben zur Auswahl. Rechnet man das auf das ganze Leben, so kann der Gamer etwa jede Minute die Farbe wechseln, ohne dass er in seinem restlichen Leben eine doppelte Farbe zu Gesicht bekommt. Eine weitere Technologie, die beim Rage zu tragen kommt, ist das SBX Pro Studio. Diese Klangtechnologie erzeugt rund um den Spieler einen guten Klang, mit tollen Effekten. Sitzt man zu Hause im Bett und möchte einen Film ansehen, so ist das der ideale Weg, um ohne Dolby-Digital-Anlage in den vollen Genuss des Films zu kommen, insofern man sich auf einen Verlust der Richtungen einlässt. Wie oben schon erwähnt, klingt das Rage sehr gut, dennoch konnte ich keine hundertprozentige Dolby-Digital-Wahrnehmung feststellen. Auf gut Deutsch gesagt, einen richtigen Klang aus allen Richtungen gab es nicht. Doch auch beim Zocken ist dies wichtig, da der Spieler besonders bei Shootern die Gegner um sich herum hören muss. Bei meiner Testphase ging es bei den Spielen aber weitaus besser, als beim Filmschauen. Wichtig ist jedoch auch die Akkuleistung, denn es bringt ja nicht wirklich was, wenn das Headset bei einer langen Film- oder Zockernacht einfach den Geist aufgibt. Daher spendierte Creative einen leistungsfähigen Lithiumionen-Akku, der bis zu 16 Stunden aushält. Wem das nicht ausreicht, der kann das Headset aber per mitgeliefertem Ladekabel direkt am PC/Notebook anstecken und braucht den Film oder das Spiel deswegen nicht zu unterbrechen.

 

Bildergalerie von Sound Blaster Tactic 3D Rage wireless (7 Bilder)

- Technische Daten –

 

Kopfhörer:

  • Treiber: 50-mm-Neodym-Magnet
  • Frequenzumfang: 20 Hz - 20 kHz
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 102 dB/mW

 

Mikrofon:

  • Mikrofontyp: Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Frequenzumfang: 100 Hz - 6,5 kHz
  • Impedanz: < 2,2 kOhm
  • Empfindlichkeit: -40 dBV/Pa

 

USB-Transmitter:

  • USB 1.1- oder 2.0-Anschluss

 

Schnittstelle:

  • 2,4-GHz-ISM-Band für drahtlose Übertragung

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Viel zocke ich auf dem PC nicht, aber hin und wieder brauche ich einfach einen Ausgleich zur Konsole. Das Headset Sound Blaster Tactic 3D Rage ist auf alle Fälle ein gutes Gerät, das Zocker für den Preis von unter 100 Euro erfreuen wird. Mit den zahlreichen Einstellungen kann sich zwar jeder Fan lange beschäftigen, dafür wird auch das letzte bisschen Klang aus dem Headset gekitzelt. Dennoch war der Klang beim Filmschauen für mich nicht zufriedenstellend, weil ich keinen richtigen Dolby-Surround-Effekt hinbekommen habe. Für Spiele, Webcasts, Skype-Telefonie oder Ähnliches hingegen ist es gut, und auch das Design kann überzeugen. Ob man diverse Spielereien, wie zum Beispiel die schier unendlichen Farbwechsler an den Ohrmuscheln braucht, ist jedem selbst überlassen - ich brauch es jedenfalls nicht. Alles in allem ist das Geld für das Rage gut angelegt, wenn man ein besseres Headset braucht, aber nicht mehr als 100 Euro ausgeben möchte.


positiv negativ
  • Schönes Design
  • 16 Millionen Farben am Ohr
  • Abnehmbares Mikrofon
  • Deutsche, einfach zu bedienende Software
  • Kabellos, mit einer Akkudauer von bis zu 16 Stunden
  • Lautstärkeregler leicht zu finden
  • Zu schwer
  • Kurzes Ladekabel
  • Etwas viel Druck auf den Ohren
  • 5.1-Sound bei Filmen nur durchschnittlich
  • Für Technofans zu wenig Bass





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