„Fortsetzungen sind meistens schlechter als ihre Vorgänger!“ Dieser Grundsatz stimmt in den meisten Fällen und nur ab und zu zwinkert uns ein Sequel entgegen, das dem ersten Teil nicht nur das Wasser reichen kann, sondern diesen sogar noch übertrifft. Die oft genannten Vertreter sind hier wohl „Aliens“ und „Terminator 2“. Bei „Special Force Hong Kong 2“ handelt es sich jedoch definitiv um keine gelungene Fortsetzung. Warum? Lest selbst …
Lee und KC Wong sind zwei harte Cops und Partner, sonst jedoch recht unterschiedlich. KC liegen die Frauen zu Füßen, darunter auch ihre neue Kollegin To. Y.T. dagegen hat nur Pech und wird regelmäßig von
seiner Ex-Freundin gedemütigt. Der Fall beginnt, als vor den Augen der Cops eine juwelenbesetzte Halskette gestohlen wird, und recht bald stoßen sie auf eine Verdächtige, die die Ermittlungen nicht nur kräftig durcheinander wirbelt, sondern die beiden Cops auch in tödliche Gefahr bringt.
Was sich nach dem Lesen der Coverangabe noch nach einer witzigen und interessanten Actionkomödie anhört, verliert sich sehr schnell im Sumpf der Wirklichkeit. Zu dumpfbackig sind die beiden Bullen, um tatsächlich im Polizeidienst zu stehen, zu vorhersehbar die recht konstruiert wirkende Story und handwerklich fehlt dem ganzen auch der nötige Pfiff. Zwischen Liebesgetümmel und platten Kalauern setzt sich schließlich das eigentliche Herzstück des Films durch: eine rasant geschnittene Actionszene mitten auf der Autobahn. Hätte der Rest des Films weniger Blödeleien und dafür mehr dieser hervorragenden Adrenalinschübe zu bieten, würde er aufgrund des Spaßfaktors einige Sufen nach oben klettern.

Doch dem kurzen Höhenflug steht der Abstieg gegenüber, wenn wir uns zur technischen Seite der Disc begeben. Das Bild besitzt einen anamorphen Transfer im Format 1,85:1. Die Qualität des Transfers ist jeodoch eher mäßig, da es sich vermutlich um eine Portierung des nicht anamorphen Transfers der Hongkong-DVD handelt. Die Farben wirken ausgewaschen und blass, dem Bild fehlt es meist an Schärfe und Details sind schlecht zu erkennen. Ebenso kommt es häufig zur Bildung von Artefakten und Aliasing, was bei einer Produktion von 2004 eigentlich nicht der Fall sein dürfte. Auch der Ton reißt sich mit seiner schlechten deutschen Synchro im 2.1-Mix kein Bein aus. Die Sprecher wirken lustlos und sind nur selten synchron mit den Lippen der Schauspieler. Effekte kommen so gut wie gar nicht vor und hin und wieder meldet sich der Bass zu Wort. Die Dialoge sind allerdings immer klar verständlich. Wenigstens bei den Extras gibt es einen kleinen Lichtblick: Sie bestehen aus dem schon fast obligatorischen Wendecover, einem werbelastigen Making of, Deleted Scenes, dem Originaltrailer sowie einer Vorschau auf künftige Titel. Immerhin – besser als gar nichts.
Kommentare
04.10.2010 19:53:07 von Ali
Diaboli schaut auch auf dem Foto wie ein kleiner Japsinese aus :D