Splinter Cell 3D

Splinter Cell 3D

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Ubisoft
Genre: Action
Sub-Genre: Stealth-Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 25.03.2011
USK 16

Splinter Cell 3D  11.05.2011 von Panikmike

Sam Fisher ist zurück und dieses Mal sogar in 3D. Zum Start des neuen Systems von Nintendo kamen  natürlich auch Spiele für Erwachsene raus. Eines davon ist Splinter Cell aus der bekannten Tom Clancy Reihe. Da ich ein Fan von Sam Fisher bin, konnte ich mir das Abenteuer auf dem 3D-Handheld natürlich nicht entgehen lassen …

Fans der Reihe werden bei diesem Abenteuer nicht viel Neues entdecken, da der 3D-Teil der Tom Clancy Serie lediglich ein Remake von Splinter Cell: Chaos Theory ist. Klar wurde die Grafik angepasst, ein paar Dinge modernisiert und auch die Level ein wenig verändert, doch ein neues Abenteuer entsteht dadurch nicht. Wer Chaos Theory gespielt hat, der sollte sich den Kauf gut überlegen. Doch nun mal eine gekonnte oder eher lieblose Überleitung zum eigentlichen Spiel.

Sam Fisher ist unser Protagonist, der auch hier wieder tief in seine Agenten-Trickkiste greift, um seine Mission erfüllen zu können. Doch beginnen wir mal von vorne. Vor jeder Mission kommt ein kurzer Text, zudem gibt es immer wieder Tipps, welche im Spiel sehr hilfreich sind. Gut gemachte Intro-Sequenzen leiten dann die Mission ein. Hier wurde seitens Ubisoft viel Herzblut reingesteckt. Die Animationen sind gut gelungen, ebenso ist die deutsche Übersetzung prima. Bei der ersten Mission bekommt man die Steuerung von Sam nahegelegt. Diese ist zwar gut gelungen, leider jedoch überladen. Generell hatte Ubisoft hier das Problem, alle Aktionen unseres Helden unterzubringen. Mit dem linken Stick kann man Sam steuern, die Tasten X, Y, B und A steuern die Kamera und mit dem Steuerkreuz kann man interagieren (springen, an die Wand stellen, etc.). Doch bisher weiß ich nicht, wo ich Granaten und meine ganzen Gimmicks anwählen kann. Die Wahl fiel, aufgrund der mangelnden Tasten des 3DS, auf den Touchscreen. Diese Idee ist gut, jedoch ist die Praxis nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Geübte Spieler werden kein Problem dabei haben, Anfänger jedoch vertippen sich des Öfteren. Dies ist kein Problem, wenn man sich nicht gerade im Kampf oder einer Szene mit viel Stress befindet. Später kommen dann noch mehr Extras hinzu, was das Ganze natürlich noch schwieriger macht. Da gibt es ja nicht nur das Nachtsichtgerät oder einen Scanner, sondern auch verschiedene Waffen und Granatentypen. Ihr merkt schon verlernt hat Sam Fisher nichts, doch die Überladung der Steuerung tut dem Spiel nicht gut.

Am Spielprinzip selbst hat sich nichts verändert. Sam kann nach wie vor Gegner von hinten lautlos erledigen, verschiedene Waffen nutzen und auch gekonnt seine Gimmicks einsetzen. Unsere Reise führt uns über Stock und Stein, Licht sollte man meiden, der Schatten ist unser Freund. Im Laufe des Spiels haben wir viele Möglichkeiten und auch eine große Auswahl an Waffen. Neben den Gas-, Splitter-, Nebel- und Blendgranaten gibt es ein Gewehr und eine normale Pistole. Das Highlight sind die Module, die Ihr drauf bauen könnt. Mit dem Sniper-Modul könnt Ihr aus einer sicheren Distanz besser treffen, mit dem Shotgun-Aufsatz erhöht Ihr Eure Durchschlagskraft. Ebenso gibt es Haftminen, die eine der tödlichsten Waffen darstellt.

Natürlich gibt es auch wieder die Geräusch- und Lichtleiste. Da man bei seinen Einsätzen auch nicht gerade laut sein sollte, muss man immer die Geräuschleiste beobachten. Ist man zu laut und es sind Gegner in der Nähe, so kann es passieren, dass sie einen hören und angreifen. Ebenso wichtig ist die Lichtleiste. Sie zeigt an, inwieweit sich Sam im Licht bzw. im Schatten befindet. Auch diese spielerische Komponente ist sehr wichtig, da man durch geschicktes Verstecken und Schleichen ein einfacheres Spiel hat, als wenn man wild um sich ballert, da die Gegner dann verständlicherweise auf Euch aufmerksam werden. Neu hingegen ist das System, die Hilfetexte direkt ins Spiel einzubauen. Was bei Splinter Cell: Conviction eingeführt und für gut geheißen wurde, ist nun auch in dieses 3DS Abenteuer implementiert.  Leider gibt es auch was Negatives zu berichten: Der Mehrspielermodus ist komplett gestrichen worden. Prinzipiell würde es super passen, zusammen mit einem menschlichen Mitspieler die Missionen zu erledigen. Leider kann man weder online, noch offline zusammen zocken.

Doch was wäre ein 3D Spiel ohne einen richtigen dreidimensionalen Effekt? Dieser geht auch hier sehr in die Tiefe und kann sich sehen lassen. Das Feature hat zwar keinerlei Relevanz auf das Spiel, jedoch kommt Sam in 3D sehr gut raus. Die Grafiken selbst sind liebevoll gestaltet, seien es nun die Gesichter oder das komplette Setting. Überall wurde viel Arbeit reingesteckt und alles sieht nahezu perfekt aus. Doch was wäre eine gute Grafik ohne den entsprechenden Klang? Die Soundeffekte passen auch sehr gut zum Spiel, ebenso die gute deutsche Synchronisation. Die Stimmen versteht man klar und deutlich, hier hätte man nichts besser machen können. Die Musik passt ebenso gut zum Gesamtkonzept, diese passt sich interaktiv dem Spielgeschehen an.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Splinter Cell 3D ist neben einigen anderen Spielen ebenso ein Starttitel für den 3DS gewesen. Auch wenn das Spiel selbst ein Remake mit leichten Änderungen ist, so kann es überzeugen und macht Spaß. Der 3D Effekt und die Grafik ist sehr gut, die Musik und auch die deutsche Synchronisation passen. Leider ist man auf sich allein gestellt, da es keinen Mehrspielermodus gibt. Seitens der Steuerung muss man sich erst mal daran gewöhnen, doch nach einer kleinen Übungszeit ist man schnell drin und kann damit dann sehr gut umgehen. Einzig und allein die Kamerasteuerung  in stressigen Situationen ist unglücklich und bleibt bei mir als Manko stehen. Ebenso ist das dunkle Gameplay der meisten Level in einem hellen Raum störend, oftmals sieht man nicht dass, was man sehen sollte. Da kann man zwar dann den 3D Effekt komplett nach unten regeln, viel bringt das jedoch nicht. Alles in Allem ist Splinter Cell 3D ein gelungenes Spiel, welches man als Steahl-Fan haben sollte.


positiv negativ
  • Remake von Chaos Theory nur portable…
  • Gute, aber überladene Steuerung…
  • Brilliante Sprachausgabe
  • Passende Musik
  • Tolle Grafik und guter 3D-Effekt
  • Dialoge sehr erwachsen
  • Abwechslungsreiche Einsätze
  • … leider mit wenig Neuerungen
  • … was in stressigen Situationen nervt
  • Kaum verschiedene Gegner
  • Kein Mehrspielermodus
  • Kameraführung im Stress schwer zu bedienen
  • Keine Auswahl der Ausrüstung vor den Level





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