Spuk am Lagerfeuer

Spuk am Lagerfeuer

Originaltitel: Grim Prairie Tales: Hit the Trail... to Terror
Genre: Horror • Western
Regie: Wayne Coe
Hauptdarsteller: James Earl Jones • Brad Dourif
Laufzeit: DVD (83 Min)
Label: Alive
FSK 16

Spuk am Lagerfeuer   06.10.2017 von MarS

Jeder hat irgendwann einmal klein angefangen. So auch der inzwischen weltberühmte polnische Kameramann Janusz Kaminski, der vor allem für seine Arbeit mit Steven Spielberg bekannt ist und mehrfach ausgezeichnet wurde. Seine erste Arbeit beim Film als Cinematographer hatte er im Jahr 1990 in Spuk am Lagerfeuer, einer Sammlung von Kurzgeschichten mit überraschend prominentem Cast. Nun erschien der Film erstmals auf DVD...

 

Farley Deed (Brad Dourif) ist auf dem Weg durch die Prärie um seine Frau zu treffen, die sich bei seiner kranken Mutter befindet. Als er eines Nachts sein Lager aufschlägt trifft er plötzlich auf den Kopfgeldjäger Morrison (James Earl Jones), der sich zu ihm gesellt und es sich am Feuer bequem macht. Um sich die Zeit zu vertreiben beginnt Morrison damit, unglaubliche Geschichten zu erzählen, aber auch Deed hat nach anfänglicher Skepsis etwas auf Lager. Die Erzählungen entwickeln sich zum regelrechten Wettstreit zwischen den Beiden...

 

In der ersten Geschichte geht es einem Trapper an den Kragen, der gegen jede Vernunft eine Abkürzung über einen Indianerfriedhof wagt. Die zweite Geschichte erzählt von einer schwangeren Frau, die alleine durch die Wüste irrt, jedoch nicht ganz so hilflos ist wie es erscheint. Deeds Geschichte handelt von einer Siedlerfamilie, deren Familienoberhaupt dazu gezwungen ist, Dinge gegen seinen Willen zu tun, um für Sicherheit zu sorgen. In der letzten Geschichte dreht sich alles um einen Revolverhelden, der bei einem Wettbewerb sein Können beweisen will.

 

Spuk am Lagerfeuer ist irgendwie ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist die gesamte Situation am Lagerfeuer sehr interessant, angespannt und atmosphärisch, und gerade hier wird die Stimmung perfekt von Brad Dourif und James Earl Jones auf den Zuschauer übertragen. Auf der anderen Seite jedoch sind da die Geschichten der Beiden, die weder wirklich spannend, noch in irgendeiner Form gruselig oder beängstigend sind. Konsequent ist die Umsetzung des Wettstreits zwischen den Männern, denn die Erzählungen steigern sich tatsächlich in ihrem Inhalt und damit auch dem Grad an Unterhaltung, von Horror ist das Ganze jedoch Meilenweit entfernt. Auf diese Weise wird Spuk am Lagerfeuer leider auf das äußerst unterhaltsame Kammerspiel zwischen den Hauptdarstellern reduziert, wobei die Gruselgeschichten eher störend wirken, als dass sie in den Vordergrund gestellt werden, wo sie eigentlich hingehören.

 

Bildergalerie von Spuk am Lagerfeuer (6 Bilder)

Auch wenn es der erste Auftritt des Films auf DVD ist wäre im technischen Bereich ganz klar mehr drin gewesen. Scharfe Bilder sucht man vergeblich, alles wirkt trüb, schlecht kontrastiert und verschwommen. Gerade in den zahlreichen Nachtszenen gehen jede Menge Details im schlechten Schwarz- bzw. in diesem Fall Grauwert unter, teilweise ist kaum etwas zu erkennen. Auch der Ton kann nicht überzeugen, denn hier spielt sich alles ohne jegliche Dynamik oder gezielte Signalortung im Centerbereich und Frontbereich ab.


Das Fazit von: MarS

MarS

Spuk am Lagerfeuer ist leider nur bedingt unterhaltsam und von Horror oder Grusel findet man hier eigentlich nicht die kleinste Fährte. Das Kammerspiel zwischen Brad Dourif und James Earl Jones ist sehenswert und schafft eine tolle, angespannte Atmosphäre, die Geschichten selbst sind aber eher langweilig. Hier sorgen nur einige wenige Momente für Spannung oder Schauwerte, ansonsten lässt sich hier nur der ein oder andere bekannte Schauspieler in einer frühen Rolle entdecken. Spuk am Lagerfeuer ist wegen den Szenen am Lagerfeuer sehenswert, nicht aber wegen der Handlung um die es eigentlich gehen sollte. Bedenkt man die schlechte Qualität der DVD sollte man sich hier einen Blick zweimal überlegen.


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