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Spy Hunter

Publisher: Warner Bros.
Entwicklerstudio: TT Fusion
Genre: Action
Sub-Genre: Arcade Renner
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 09.11.2012
USK 12

Spy Hunter   11.05.2013 von Xthonios

Es war 1983, als Spieler in die Rolle eines Agenten schlüpften und mit dem Geheimprojekt G-6155 Interceptor zahlreiche Terroristen töten und so von ihren Plänen abhalten sollten. Jetzt bringt Warner Bros. Interactive das Spiel als Neuauflage heraus und wir durften eine Testfahrt mit der neuen Wunderwaffe absolvieren ...

 

Im Dezember 1983 brachte Ball Midway das Arcade-Spiel Spy Hunter heraus. Dabei galt es, in Vogelperspektive mit einem voller Waffen strotzenden Fahrzeug die Straßen abzufahren und Terroristen in die Luft zu jagen. 1987 erschien mit Spy Hunter 2 ein direkter Nachfolger. Im späteren Verlauf erschienen auch Versionen für die PS2, der XBOX und der Sony PSP. 2012 erschien nun ein Remake speziell für Handhelds.

 

Für die Bewältigung der verschiedenen Strecken und Missionszweige kann sich der Interceptor vom Superauto jederzeit in einen Geländewagen oder in ein Schnellboot verwandeln. Die Spieler wählen, mit welchem der zahlreich vorhandenen Waffen und Gadgets sie ihren Wagen ausstatten und können diese im weiteren Verlauf auch upgraden.

 

Kommen wir zur Steuerung. Wie Michael Knight sitze ich in meinem Wunderwerk der Technik und via RB beschleunige ich mein Interceptor, während ich mit LB wieder abbremse. Hier offenbart sich auch schon die erste Unbequemlichkeit in der Standardkonfiguration. Während es beim 3DS noch einigermaßen funktioniert, bekommt man hier recht schnell verkrampfte Zeigefinger, da man – um den 3D Effekt nicht völlig zu verlieren, den Nintendo gerade halten möchte. Auf den ABXY-Tasten liegen jeweils eine Waffenart, die man durch einmaliges Drücken aktiviert und beim erneuten Drücken dann abfeuert. Einige Waffen kann man dann mit dem linken Daumen noch steuern, sodass nur zu hoffen bleibt, dass man nicht plötzlich bremsen muss. Im optimalen Fall kommt man nie in die Bredouille, alles gleichzeitig drücken zu müssen. Diese komplexe Steuerung sorgt leider auch schnell für Frust statt Lust. Hier empfiehlt es sich dringend, eine der alternativen Steuerungslayouts im Menü auszusuchen und selbst herauszufinden, welche einem am besten liegt. Auch das Fahrverhalten des Megawaffenfahrzeugs scheint sich gänzlich von dem sportlichen Look des Fahrzeuges zu unterscheiden. Schnelle Links-rechts-Kombinationen führen zu schwammigen Bewegungen, sodass man Probleme bekommt, den Wagen nicht in die Wand zu jagen. Offensichtlich war wohl das Budget bei diesem Super-Kit für Sportfahrwerke zu gering.

 

Die Missionen sind meist denkbar einfach gestrickt. Positiv sind hier – trotz der Einfachheit – die Vielfalt der Missionen. Das Prinzip ist meist das Gleiche: Fahre von A nach B und halte die feindlichen Gegner auf, welche mit zahlreichen Autos, Hubschraubern oder Minen versuchen Dich zu töten. Jedoch unterscheiden sich die Missionen oft in zahlreichen Details und bieten so eine gelungene Abwechslung. An sich macht das Spaß und sorgt durch die zahlreichen Explosionen und netten Animationen für den idealen Spielspaß zwischendurch. Die Instruktionen laufen meist als Text ab und während der Fahrt ertönt dauerhaft eine Hintergrundmusik. Diese kann jedoch in den Optionen deaktiviert werden. Grafisch gesehen ist das Spiel recht gelungen, auch die Explosionen in Slow Motion werden Burnout-Fans schnell wiedererkennen und sehen cool aus. Ein weiterer Nachteil, ein Super-Geheimagent zu sein, ist wohl die Einsamkeit im Beruf. Das dachten sich die Entwickler wohl auch und haben weder einen Mehrspieler-Modus noch irgendwelche Onlinefunktionen oder einen Austausch via StreetPass implementiert. Wirklich schade.

 

Bildergalerie von Spy Hunter (5 Bilder)


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Mit Spy Hunter hat Warner Bros. zwar eine recht detailgetreue Neuauflage veröffentlicht, jedoch hat man meines Erachtens hier das Potenzial nicht ausgeschöpft. Die Steuerung ist recht unübersichtlich, das Fahrverhalten eines eine Milliarde teuren Fahrzeuges gleicht einem VW-Käfer aus den 50ern, aber dafür kann das Spiel optisch und auditiv überzeugen. Aufgrund der Steuerung empfiehlt es sich auch, den 3D-Effekt eher auf ein Mittelmaß zu reduzieren, da man sonst durch schnelle Bewegungen schnell im falschen Winkel auf den Monitor blickt und alles unscharf ist. Wer auf arcadelastige Ballereien mit Autos steht und Autorennen mag, der wird mit Spy Hunter genau das richtige Spiel finden.


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