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Star Wars: The Force Unleashed

Publisher: Lucas Arts
Entwicklerstudio: Lucas Arts
Genre: Action
Sub-Genre: Laserschwert Action
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 18.09.2008
USK 16

Star Wars: The Force Unleashed   27.09.2008 von Panikmike

Möge die Macht mit euch sein. Es ist schon eine Zeit her, an dem das letzte Star Wars Spiel erschienen ist. Doch nun könnt ihr mal eure böse Ader rauslassen und Starkiller, den Schützling von Darth Vader, spielen. Seid böse und ihr werdet gewinnen!

Im Spiel beginnt man als Darth Vader, der eine Mission auf Kashyyk erledigen muss.
Es sind nur noch ein paar Jediritter am Leben und einen davon muss Darth Vader vernichten. Am Planeten angekommen, darf man die Macht erst Mal voll ausleben. Ein paar besiegte Gegner und Wookies später, kommt man zum Endgegner des Trainingslevels. Wenn man dann kurze Zeit später den Jedi geschlagen hat, findet Darth Vader seinen neuen Schüler. Er setzt es sich zum Ziel, dem Kleinen die Denkweise der dunklen Seite der Macht zu lehren.

Nach einer Sequenz ist der damals kleine Junge nun zum Erwachsen geworden und seine Ausbildung ist beendet. Von jetzt an spielt man den „neuen“ Sith und muss das Lichtschwert eines noch lebenden Jedis holen. Noch kurz mit PROXY, seinem Ausbildungsroboter, eine Übung vollbracht und schon kann es mit Juno Eclipse, der neuen Kampfpilotin, losgehen. Sie hat gute Kampferfahrung, ist hübsch und muss nun mit euch auf Reisen gehen.

An Bord der Rogue Shadow fängt das Spiel dann erneut im Trainingsraum an. Hier kann man erst Mal den Umgang mit den Waffen und den Mächten üben, bevor man in die weite Welt fliegt und seine Missionen erfüllt. Als Erstes wird der Machtgriff erklärt. Mit „R2“ wird dieser ausgeführt und seine Wirkung ist famos. Man kann Objekte, die im Spiel leicht bläulich markiert sind, aufheben und bewegen. Allerdings bleibt die Spielfigur in der Zeit auf dem Fleck stehen. Mit ein wenig Übung ist es eine wahre Freude Gegenstände, oder auch Lebewesen, durch den Raum zu befördern. Somit ist es dem Spieler selbst überlassen, ob er den Feind mit dem Lichtschwert bekämpft oder ihn mit einem Objekt zerquetscht. Ihr merkt schon, man kann in Star Wars Unleashed sehr böse sein.

Endlich bei der ersten Mission angelangt, wissen wir nun endlich auch unseren Namen. Die Pilotin nannte uns Starkiller; wie passend! Wir befinden uns in irgendeinem Raumschiff und im Moment sind noch keine Gegner in Sicht. Aber es macht jetzt schon Spaß, die rum laufenden Roboter gegen die Wand zu schleudern und die Licht- und Explosionseffekte zu betrachten.

Als ich dann im Hangar angekommen bin, traute ich meinen Augen nicht. Man kann schwebende Tie-Fighter einfach mit seiner Macht auf die Gegner schleudern. Wie geil ist das denn! Gesagt, getan. Als ich dann ein wenig meine Wut an den Soldaten ausgelassen hatte, fand ich ein rotes Objekt in einer Ecke. Das war ein Sith-Holocron, welches mir für kurze Zeit große Kraft verliehen hat. Ich erinnerte mich, dass einer der fünf zerstörten Tie-Fightern auf dem Bildschirm stand, als ich diesen zerstörte. Also musste ich anscheinend auch noch andere vier von der Decke holen. Als ich das schaffte, blinkte "Bonusziel gelöst" auf dem Fernseher. Im Hauptmenu findet man auch noch die anderen Bonusziele. Ergo: Öfters mal Nachlesen um 100% des Spiels zu schaffen.

Nach weiteren Morden an meinen Gegnern und ein paar Sequenzen später, fand ich dann einen versteckten gelben Block. Der Jedi-Holocron brachte mir 10.000 Machtpunkte und bringt generell immer etwas Extravagantes. Mit den Machtpunkten steigt man im Spiel, wie bei einem Rollenspiel, auf. Es gibt drei verschiedene Rangsphären, die man zur Steigerung der Kräfte einsetzen kann. Die blauen Kraftsphären verbessern meine Macht, die roten Kombosphären schalten tödliche Kombos frei und die gelben Talentsphären verbessern meine Fähigkeiten. Mit Select kommt man in ein spezielles Menu, bei denen man dann in alter Rollenspielmanier seine Punkte verteilen kann. Hier gibt’s eine ganze Menge zu verteilen und die Komponente der Abwechslung ist somit gegeben.

Endlich mal wieder böse sein und Böses tun. Der Schüler spielt sich wunderbar und seine Mimik in den Zwischensequenzen ist einfach genial. Trocken, ernst und mit einem starren Blick. Dies lässt dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren. Das Spiel selbst ist wie ein kleiner Hollywoodstreifen; leider mit einigen Fehlern. Schade ist, dass das Spiel darauf ausgelegt ist, die Macht so oft wie möglich zu benutzen. Das Lichtschwert und eigentliche Objekt der Begierde, wird leider ein wenig vernachlässigt. Generell kann man natürlich die Macht einsetzen oder die Gegner mit dem Lichtschwert besiegen. Jedoch ist die Macht einfach um Längen effektiver und hat somit auch einen höheren Spaßfaktor. Die Effekte sind hierbei wesentlich spektakulärer und es gibt einfach mehr "Ahhh-" und "Ohhh-" Effekte.

Die Zerstörungsengine ist gut und lädt zu mehr ein. Man kann mit dem Lichtschwert Bäume fällen, große und schwere Batterien mit der Macht zerstören und Türen mit einem Boom demolieren. Je größer die Zerstörung, desto schöner der Effekt. Und diese sehen verdammt gut aus. Selbst bei mehreren fliegenden Objekten und Explosionen, geht die Engine nicht in die Knie und bleibt flüssig. Leider verschwinden die zerstörten Gegenstände und getöteten Gegner nach kurzer Zeit. Aber wie sagt der Volksmund so schön: „Man kann nicht alles haben!“.

Die Abwechslung ist auch gegeben, da es das Aufstiegsystem gibt. Die Levels sind verschieden und sehen allesamt gut aus. Eine Karte ist dauerhaft in der linken oberen Hälfte des Bildschirms eingeblendet, auf der man anhand von gelben Punkten immer den Weg erkennen kann. Deshalb ist der Schwierigkeitsgrad auch ideal, da man keine Irrgartenwege erforschen muss. Trotzdem gibt es insgesamt vier Schwierigkeitsgrade: Schüler, Sith-Krieger, Sith-Lord und der Letzte ist gesperrt und wird nur beim durchspielen freigegeben. Im Level selbst gibt es sehr gut platzierte Speicherpunkte, aber man kann auch selbst speichern.

Aber nun zurück zur Abwechslung, denn da ist noch so einiges mehr zu schreiben. Wie auch in fast allen anderen Actionspielen verbaut, gibt es hier auch die typischen Quicktimesequenzen. Bei Star Wars: The Force Unleashed heißen diese Lichtschwertparade. Man muss hier schnell einen Knopf drücken, um ein Kampfduell zu gewinnen. Es passiert quasi, wenn dein und des Gegners Lichtschwert aufeinander prallen und somit keiner die Oberhand hat. Also kräftig den Knopf drücken, um den Kontrahenten zu schlagen. Ebenso bei den Bosskämpfen sind Quicktimesequenzen eingebaut. Allerdings sind diese immer sehr fair und ohne Frustfaktor.

Zum Sound kann man nicht all zu viel sagen außer: Genial. Die allgemeinen Klänge der Filme wurde hier 1:1 angeglichen und übernommen. Die Lichtschwerter surren durch die Luft, die Musik ist spannend und theatralisch zugleich. Jegliche Töne der Krieg der Sterne wurden aufgenommen und hier genial in den Spielabfluss eingebaut. Alles in Allem ein gutes Spiel mit einigen kleinen Macken.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Da ich ja seit meiner Kindheit ein Star Wars Fan bin, war für mich The Force Unleashed ein Muss. Mal wieder einen bösen Buben spielen und so richtig die Sau raus lassen. Die Steuerung ist gut, die Geschichte wie im Kino und das Spiel leicht zu erlernen und nicht überladen. Die kleinen Macken trüben zwar das Geschehen, aber im Großen und Ganzen ziehen sie das Spiel nicht ins Negative. Die Kombination aus Action und Rollenspiel ist gut gelungen und fehlte noch im Star Wars Universum. Für Fans ein absolutes „must have“!


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positiv negativ
  • Gutes Aufstiegssystem
  • Abwechslungsreiche Levels
  • Schöne Zwischensequenzen
  • Leicht zu erlernende Steuerung
  • Lange Ladezeiten
  • Kein Mehrspielermodus
  • Schlechte Kameraführung in engen Räumen
  • Objekte wirken zum Teil matschig und zerrissen





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