SteelSeries Maus World of Warcraft

SteelSeries Maus World of Warcraft

Publisher: Steel Series
Genre: Gaming-Maus
Erscheinungsdatum: 15.09.2010

SteelSeries Maus World of Warcraft   26.04.2011 von Panikmike

Mäuse gibt es wie Kakerlaken in einem schäbigen Hotel. Warum soll man gerade die oder jene Maus von Hersteller X oder Y kaufen? Jede hat doch seine Vorteile, oder? Die letzten Tage trudelte eine ganz besondere Maus der Firma SteelSeries zu uns in Haus. Sie hat nicht nur tolle Funktionen, sondern auch eine verdammt tolle Optik. Doch taugt die Maus auch was?

Es ist ja nicht die erste Maus, die ich in den Händen halte und testen darf. Das Problem wird langsam, dass man sich vor der großen Flut an Eingabegeräten kaum mehr retten kann und alles trotzdem irgendwie bewerten muss. Die Optik ist mittlerweile sehr wichtig, man möchte ja ein schickes Ding auf dem Schreibtisch stehen haben. Natürlich muss der Funktionsumfang auch passen und auch der Preis muss stimmen. Für die Hersteller ist es nicht einfach, alles unter einem Hut zu bekommen und was Besonderes zu zaubern. Doch SteelSeries hat es geschafft. Die Maus sieht grandios aus, die Funktionalität ist super und auch der Preis ist in Ordnung. Ok, sofern man Gamer ist und ein wenig mehr für eine Maus ausgeben möchte. Doch das muss jeder für sich selbst entscheiden, auf den Funktionsumfang und die Optik werde ich im nachfolgenden Text  mehr eingehen.

Wie testet man am besten eine Maus? Ich dachte mir dieses Mal Folgendes: Ich habe mittlerweile einfach hohe Erwartungen bei einem Premium-Produkt und daher stelle ich mir selbst ein paar wichtige Anforderungen, die nach einem 14-tägigen Testlauf beantwortet werden.

Anforderung 1: Da ich mittlerweile sehr faul bin, muss ich eine Maus in meinen USB Port anstecken und dann sollte sie sofort funktionieren.

Ihr werdet an dieser Stelle sagen, das geht doch bei jeder Maus, doch so ist es nicht. Ich hatte schon einmal ein Gerät, welches erst nach dem dritten Mal einstecken funktioniert hat. Ebenso ist es nicht unüblich, dass man vorher einen Treiber aus dem Internet oder von der CD installieren muss. Die WoW-Maus lief reibungslos nach ca. 10 Sekunden, nebenbei hat mein Windows 7 noch einen Treiber aus dem Netz geladen. So soll es sein, außer dem Einstecken des USB-Steckers musste ich nichts tun.

Anforderung 2: Wenn ich den vollen Funktionsumfang nutzen möchte, dann muss ich natürlich einen Treiber bzw. eine Software installieren. Was ich nicht abhaben kann, ist, wenn diese dann nur mit Umwegen auf meinem System läuft.

Zuerst suche ich erst mal eine CD, doch in der Verpackung ist keine enthalten. Denkt man aber logisch, so hat mittlerweile jeder einen Internetanschluss und kann sich die Software von der Hersteller-Homepage runterladen. Vor allem denkt SteelSeries auch an die Umwelt, eine CD mit nur einem Treiber drauf macht eigentlich heutzutage keinen Sinn mehr. Also mal schnell die 27 MB von der Homepage runtergeladen und installiert. Bei der Installation sind fünf Sprachen verfügbar, die Wichtigsten (Deutsch und Englisch) sind vorhanden. Die komplette Prozedur dauerte bei mir mit Windows 7 knappe sieben Minuten. Es war aber nicht nur die Installation, sondern auch noch ein Treiberupdate dabei. Per Mausklick kann man die Software starten, ich hatte in keiner Form ein Problem!  Eine relativ schnelle Installation, die ohne negative Aspekte läuft. Prima.

Anforderung 3: Die mitgelieferte Software sollte einfach zu bedienen sein und sollte logischerweise auch funktionieren!

Puhhh, hier muss ich mich ein wenig auslassen. Generell sind die Optik und die Einstellungsmöglichkeiten der Software gut gelungen, doch leider ist alles ein wenig kompliziert gemacht. Alles ist auf Deutsch, das gibt auf alle Fälle einen Pluspunkt. Doch wenn man mit den Fachbegriffen nicht klarkommt, dann bringt einem die deutsche Sprache leider auch nichts. Da die Maus aber für Gamer ist, und bei diesem Klientel die Grundkenntnisse vorausgesetzt sind, ist dieser Punkt ein wenig zu vernachlässigen. Es gibt 10 Profile, die man individuell programmieren kann. Ebenso kann man alle Buttons selbst definieren oder aus einer großen Liste aus Befehlen wählen. Mein Test verlief super, ich habe mir ein Textmakro gebastelt und auf eine Taste gelegt. Neben der Abtastung kann man auch die Beleuchtung einstellen und noch vieles mehr, was der Gamer benötigt.

Anforderung 4: Da ich sehr Wert auf den Formfaktor lege, muss die Maus für mich bei der ersten Berührung handlich sein. Ist sie es nicht, gebe ich ihr noch ein paar Minuten eine Chance, da man sich ja an die Form gewöhnen kann. Klappt es auch nach ein paar Minuten nicht, dann war es das für mich – ich bin da mittlerweile radikal.

Als ich die Maus ausgepackt habe, dachte ich wortwörtlich: Oh meine Fresse ist die groß und unhandlich. Schnell auf das Mauspad gepackt und die Hand draufgelegt. Die erste Berührung war schrecklich, es kam mir vor als würde ich irgendwas essen, was ich absolut hasse. Doch nach ein paar Minuten fühlt sie die Maus wirklich gut an. Der kleine Finger liegt super in einer extra dafür entwickelten Mulde, der Daumen schmiegt sich schön an die linke Mulde an und passt ideal auf die fünf Daumentasten. Da diese einen guten Druckpunkt haben, kann man sie auch nicht aus Versehen drücken. Die drei anderen Finger liegen gut auf der Oberfläche, beide Maustasten haben auch hier einen guten Druckpunkt und die zusätzlichen Tasten für die Finger sind sehr gut platziert. Das Mausrad ist mit Gummi überzogen und lässt sich ebenso nicht so einfach drehen. Dass man hier versehentlich drankommt, sollte in den seltensten Fällen passieren. Alles in allem war ich erstmals von der Masse der Maus geschockt, nach ein paar Minuten wandelte sich die Skepsis in ein Erlebnis.

Anforderung 5: Die Optik spielt eine große Rolle. Die eine Maus leuchtet, die andere hat eine spezielle Oberfläche, die Nächste hat sonst irgendein spezielles Gimmick. Auf alle Fälle sollte sie nicht 08/15 sein.

Diesen Punkt muss natürlich jeder für sich selbst entscheiden. Ich für meinen Teil finde die WoW-Maus supertoll. Die Oberfläche mittig hat eine schöne braun schimmernde Aluminium-Optik, seitlich ist die Maus in Schwarz gehalten. Die Tasten wurden in einer schönen dunklen Silberfarbe gefärbt, das gummierte Mausrad ist schwarz. Doch das Besondere sind die drei Schnitte, die ein orangefarbenes Licht nach außen dringen lassen. Die Optik hat sich, wie auch der Name zeigt, von Blizzards World of Warcraft Cataclysm inspirieren lassen. Wem die Farbe Orange nicht gefällt, der kann die Beleuchtung natürlich nach seinem eigenen Wohlbefinden einstellen. Das Kabel ist nicht, wie bei vielen herkömmlichen Mäusen, aus reinem Plastik, sondern mit einer Art Schnur ummantelt. Trotzdem ist das Kabel sehr biegbar und schützt somit vor einem möglichen Kabelbruch!

Anforderung 6: Viele Mäuse haben mittlerweile einige Gimmicks, wie zusätzliche Tasten, programmierbare Makros, eine Daumenablage oder Ähnliches. Doch wenn man zu viel reinpackt, dann bin ich eher gefrustet, als begeistert.

Bei dieser Maus ist es in meinen Augen schon extrem, da sie auf den ersten Blick viele Tasten hat. Zählt man alle zusammen, so sind neben dem typischen Mausrad und der linken und rechten Maustaste noch insgesamt elf weitere Tasten verfügbar. Diese kann man sich natürlich schön programmieren oder auch blind lassen. Die oberen fünf Tasten sind sehr gut platziert, nach ein paar Mal klicken kann man problemlos alle Tasten drücken, ohne eine andere gemeint zu haben. Die Taste beim kleinen Finger ist gewöhnungsbedürftig, da dies die einzige Taste ist, die keinen richtigen Mausklick hat. Man kann sie zwar genauso wie die Anderen drücken, doch das typische „Klick“ hört und fühlt  man nicht. Probleme hatte ich mit den fünf Daumen-Tasten. Mir sind fünf Tasten an dieser Stelle einfach zu viel, doch auch hier macht Übung den Meister. Generell sind alle Tasten für den typischen Gamer ideal, vor allem für World of Warcraft Spieler, da diese Maus extra für dieses Spiel gemacht worden ist. Der Clou, WoW Spieler können die Maus einfach einstecken und im Spiel selbst dann direkt konfigurieren!

Anforderung 7: In meinem Fall bekomm ich die Muster ja von dem Hersteller direkt. Doch wenn man sich nicht sicher ist, dann geht man auf eine Shopping-Tour, da man da die Mäuse alle sehen und teilweise auch fühlen kann. Auch wenn die Verpackung eigentlich nicht wichtig ist, so entscheidet sie in manchen Fällen doch die Kaufentscheidung.

Auch die Optik der Verpackung ist wichtig, die Wenigsten werden dies jedoch denken. Doch das Auge isst mit und beim Kauf eines Gerätes sieht man natürlich auch drauf. Die Verpackung der WoW Maus ist schön gestaltet, das Logo von Blizzard und ein Bild der Maus sieht man vorne. Klappt man den Deckel nach links, so offenbart sich die Maus selbst, die man durch das durchsichtige Plastik sehen kann. Im Deckel und auf der Rückseite sind die wichtigsten Fakten aufgezählt, alles wird durch schönen World of Warcraft Bilder untermalt.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich liebe Mäuse mit Spielereien. Daher war das auch für mich Pflichtprogramm, diese Maus zu testen und Euch darüber zu berichten. Anfangs war ich ein wenig geschockt über die Größe, doch schon nach einer kurzen Einarbeitungszeit, kam ich super damit klar. Ich bin zwar kein World of Warcraft Spieler, trotzdem konnten mich die Einstellungen überzeugen. Alles funktionierte auf Anhieb, die Software ist klasse und das Definieren der Macros war super einfach. Mir persönlich gefällt die Catacylsm Steel Series Maus sehr gut, doch das ist bekanntlich Geschmackssache. Wer das Geld hat und eine tolle Optik neben seinem PC oder Laptop haben möchte, der sollte hier zuschlagen. World of Warcraft Spieler werden das Potential noch besser erkennen, alleine weil World of Warcraft diese Maus im Spiel selbst unterstützt!


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  • Schnurartiges, strapazierfähiges Kabel
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  • Software am Anfang gewöhnungsbedürftig





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