Streamingdienste in Deutschland boomen

Streamingdienste in Deutschland boomen

Genre: Filme • Serien • Streaming • Gaming • Casino
FSK 18

Streamingdienste in Deutschland boomen   13.11.2018 von CommercialJoe

Der Fernseher in deutschen Wohnzimmern bleibt immer häufiger schwarz - zumindest was das klassische Fernsehangebot betrifft. Pro Tag investiert der Deutsche durchschnittlich 242 Minuten vor der Röhre - rund vier Stunden pro Tag. Dabei wird aber immer seltener auf das klassische, sogenannte lineare TV gesetzt...


Streamingdienste erleben einen regen Zuspruch in der Bundesrepublik. Ein Drittel der Fernsehzeit wird mittlerweile für das Video on Demand-Angebote genutzt, Tendenz steigend. Der Kampf zwischen dem klassischen Fernsehen und den Diensten auf Abruf scheint längst entschieden und stellt den Abgesang der Fernsehanstalten in ihrer jetzigen Form dar.

 

YouTube bleibt angesagt

 

Bei den Video on Demand-Angeboten ist die Videoplattform YouTube unangefochtener Spitzenreiter. 34 Prozent der Deutschen nutzt das Portal mehrfach pro Woche für Videos, Filme oder zum Musikhören. Ebenfalls sehr beliebt sind die Streamingdienste aus den Vereinigten Staaten, Amazon Prime Video und Netflix.

 

Die großen Fernsehanstalten in Deutschland - öffentliche wie private Sender - haben den sinkenden Einfluss ihrer Sender längst erkannt. Mit eigenen Mediatheken versuchen sie, ihre Verbreitung aufrechtzuerhalten. Besonders erfolgreich sind die öffentlich-rechtlichen Sender damit. Die Mediathek von ARD und ZDF werden von rund 30 Prozent der Bundesbürger regelmäßig abgerufen.

 

Der gesellschaftliche Wandel

 

In den 80er und 90er Jahren waren große Unterhaltungsshows im Fernsehen ein Ereignis für die ganze Familie. Klassiker wie "Wetten, dass ..." haben früher die Familie für einen Abend vor die Röhre geführt. Das gemeinschaftliche Erlebnis ist nicht mehr vorhanden. Inzwischen gibt es in Deutschland keine Sendungen mehr, bei denen die Familie zusammenkommt. Die Ausnahme sind sportliche Großereignisse wie die Welt- oder Europameisterschaft im Fußball.

 

Video on Demand-Angebote werden meistens allein oder mit dem Partner geschaut. Der Wandel beim Fernsehkonsum ist auch ein Wandel der Gesellschaft, der sich fortsetzen wird. Hält der Trend an, wird das klassische Fernsehen zum Ende des Jahrzehnts erstmals weniger Zuschauer haben als Streamingdienste im Internet.

 

Deutschland ist online


Schon heute verbringt der durchschnittliche Bundesbürger mehr Zeit im Internet als vor dem Fernseher. Rund fünf Stunden pro Tag wird im Internet über Laptop und PC gesurft, eine weitere Stunde über das Smartphone. Dabei werden soziale Kontakte gepflegt, geshoppt und das Glück im Online Casino gesucht.

 

Für das Streamen von Videos über YouTube, Netflix, Amazon Prime Video und anderen Mediatheken wird knapp ein Drittel der Onlinezeit geopfert. 150 Minuten für Videos, aber nur eine Stunde für soziale Medien. Ohnehin nutzen mehr Deutsche Video on Demand-Angebot als soziale Netzwerke wie Facebook.

 

Am liebsten jeden Tag


Wer sich einmal mit dem Virus der Streamingportale angesteckt hat, kommt davon so schnell nicht mehr los. Ein Viertel der Nutzer von Onlinevideos nutzt die entsprechenden Portale jeden Tag. Immerhin zwanzig Prozent sind mehrfach in der Woche online, nur fünf Prozent schaut weniger als zwei Mal im Monat Videos im Internet.

 

Voraussetzung für ein ansehnliches Film- und Serienvergnügen im Internet ist die richtige Hard- und Software sowie eine stabile Internetverbindung. Für Filme mit einer Standardqualität ist eine Internetverbindung mit mindestens drei Mbit pro Sekunde notwendig. Deutlich schneller muss der Anschluss bei Videos in HD sein, hier sind mindestens fünf Mbit/s erforderlich. Mit einem Internetanschluss mit 15 MBit/s lassen sich die neusten Filme und Serien in Ultra-HD (4k) ansehen.




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