Street Fighter IV

Street Fighter IV

Publisher: Capcom
Genre: Criware
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 20.02.2009
USK 12

Street Fighter IV   20.02.2009 von Panikmike

Wer kennt es nicht, das gute alte Street Fighter. Meiner Meinung nach hat dieses Spiel das Genre revolutioniert. Jeder kennt es, fast jeder liebt es. Jetzt gibt es Nachschub und das endlich auf den Next-Gen-Konsolen. Ob das neue Street Fighter IV ein gutes Spiel ist oder ob es doch nur ein aufbereitetes und altes Gameplay vorzuweisen hat, seht ihr hier…

Also ich muss die Programmierer erst mal loben, denn soviel Liebe in ein Spiel zu verbannen habe ich selten gesehen. Die bunte Mischung aus 2D und irgendwie leicht angehauchte 3D Welt mit dementsprechend vielen Details dazu, ist genial. Die Kämpfer sehen alle fantastisch aus und man erkennt alle alten Kämpfer noch. Die Vergangenheit zeigt ja leider, dass einige Remakes oder neue Teile einer Serie da schludern. Die Charaktere werden dann quasi verschlimmbessert. Doch hier ist dies Gott sei Dank nicht so. Alles wirkt sehr lebendig und die Animationen sind butterweich. Das Spiel ist sauschnell und hat zu keiner Zeit nur einmal irgendwie geruckelt. Man kann selbst als Zuschauer stundenlang beim kämpfen zuschauen, ohne das einem langweilig wird. Man wird immer wieder etwas Neues entdecken, besonders im Hintergrund. Denn dort sind wirklich sehr viele ansehnliche Dinge, die man nach kurzer Spieldauer gar nicht erkennen kann. Zum Beispiel springt ein Zuschauer von der Bühne wenn ihr gewinnt, oder ein Krokodil schwimmt zum Verlierer, oder ein Radfahrer stürzt, wenn ihr einen Supermove macht. Das kann man hier fast unendlich weiterführen. Die Optik ist meiner Meinung nach genau das, was Street Fighter IV zum absoluten Knaller macht.

Aber nun zum eigentlichen Spielgeschehen. Ihr startet das Spiel und habt ein paar Modi zur Auswahl. Ich widme mich erst mal dem Hauptmodus. Die meisten unter euch kennen ihn auch unter Arcademodus. Hier könnt ihr zwischen acht Schwierigkeitsgraden wählen, ich empfehle euch aber „Kinderleicht“ oder „Sehr leicht“ zum Einstieg. Danach könnt ihr noch die Rundenanzahl bestimmen, diese gehen von einer Runde bis hin zu sieben Runden. Und zu guter Letzt wird das Zeitlimit eingestellt. Nun kommt ihr zum Auswahlmenü der Charaktere. Insgesamt sind es 25 verschiedene, die ihr auswählen könnt, jedoch sind es am Anfang nur 16 Stück. Die anderen müsst ihr im Spiel freischalten. Wenn ihr das Spiel zum Beispiel mit der neuen Schönheit Crimson Viper durchspielt, so bekommt ihr die Blondine Cammy.

Mit von der Partie sind viele alte Bekannte, wie Endgegner M.Bison, das Monster aus dem Urwald Blanka, der Russe Zangief, die Kampfkunstexperten Ryu und Ken, der starke Soldat Guile und der bewegliche Inder Dhalsim. Aber Capcom schwört auch auf ihre neuen Charaktere, die einen frischen Kampfstil ins Geschehen bringen. Die hübsche Crimson Viper kann mit ihrem Flammenspagat und dem Elektroschlag überzeugen. Für erfahrene Spieler gibt es den mexikanischen Wrestler El Fuerte. Er ist zwar klein aber unglaublich schnell und kann somit den Gegner zwar nicht kraftvoll aber auf eine etwas andere, untypische Weise besiegen. Im Gegenzug zum Mexikaner gibt es Rufus, der Amerikaner ist rein von der Statur das Dreifache von El Fuerte. Mit ihm könnt ihr seine Masse sprechen lassen. Die Bauchwirbelattacke und der Fußdreher sind optisch sehr nett und kämpferisch effektiv. Zu guter Letzt gibt es noch Abel, den Franzosen. Mit ein wenig Übung könnt ihr den Tornado Throw und seine Fußkampfkünste ausüben.

Reflex-, Fokus- und Specialleiste

Wie bitte? Ich erklär es euch. Wenn ihr einen Gegner trefft, so füllt sich am unteren Bildschirm eure blaue Comboleiste. Diese ist in vier Abschnitte unterteilt. Habt ihr einen davon voll, so habt ihr die Möglichkeit einen „EX“ Move auszuführen. Drückt einfach bei einem Specialmove nicht nur eine sondern zwei Tasten und schon habt ihr diese Attacke mit mehr Durchschlagskraft. Ist die Leiste komplett voll, so könnt ihr mit einer anderen Bewegung einen „Super“ Move machen, dieser ist dann um einiges stärker und wird dem Gegner hohen Schaden zufügen.

Die zweite Leiste füllt sich nur wenn ihr Treffer einstecken müsst. Ist diese dann gefüllt, so könnt ihr einen verheerenden „Ultra“ Move ausführen. Es ist allerdings nicht so einfach ihn auszuführen, es bedarf viel Übung. Wenn er euch aber gelingt, dann werdet ihr ein farbliches Effektgewitter sehen und euer Gegner verliert bis zu 40% der gesamten Energie. Wenn ihr also mal wenig auf eurer Lebensleiste und innerlich schon abgeschlossen habt, dann könnt ihr das Ruder mit einem Ultra immer noch herumreißen.
Die letzte Neuerung ist der „Fokus“ Angriff. Durch drücken von zwei Tasten wird, beim richtigen Timing, ein gegnerischer Angriff geblockt. Ebenso könnt ihr somit selbst einen tollen Angriff hinlegen oder zu guter Letzt kann man, mit viel Übung, einen gegnerischen Move abbrechen.
Das hört sich im ersten Augenblick unglaublich kompliziert an, aber wenn man es mal selbst spielt und das Grundprinzip verstanden hat, dann ist alles sehr einfach. Getreu dem Motto: Übung macht den Meister.

Time Attack

In diesem Modus kämpft man gegen die CPU. Dafür ist aber nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung, die man aber durch einen Sieg ein wenig aufpushen kann. Je nach Level (bei Normal sind es 20 Stück) muss man zahlreiche Stages in knappen Zeiten schaffen. Zum Beispiel bei Level 6 gilt es in 200 Sekunden neun Gegner zu besiegen. Pro erfolgreichem Sieg bekommt man als Bonus 10 Sekunden mehr Zeit. Ihr könnt euch also ausrechnen, dass euch nicht viel Spielraum bleibt und ihr generell am Ball bleiben müsst, um diese Herausforderungen zu schaffen. In diesem Beispiel habt ihr 32 Sekunden pro Gegner Zeit ihn zu Boden zu bringen. Dann mal los, wir dürfen keine Zeit verlieren.

Survival

In diesem Modus geht es nicht um Zeit, sondern dass man möglichst viele Gegner mit einer Lebensleiste schafft. Am Anfang hat man pro Stage noch 100% des Lebenssaftes. Wenn man unter dem Kampf Energie verliert, so bekommt man beim Sieg eine gewisse Prozentzahl zurück. Anfangs sind es noch 50%, später wird es weniger. Ab Level 5 zum Beispiel, ist die Heilmenge nur noch bei 30%. Schafft man die angegebene Zahl der Gegner, so kann man weiterspielen, bis man das Zeitliche segnet. Man muss nur mindestens so viele Kämpfer schaffen, wie am Anfang vorgegeben ist. So geht das ebenso wie beim Time Attack Modus bis Level 20. Beim Schwierigkeitsgrad Schwer sind es insgesamt nur 5 Level, aber lasst euch von der geringeren Zahl nicht täuschen, dafür werden die Gegner um einiges schwerer.

Trial

Im Trial Modus stecken viele Herausforderungen. Hier muss man sich zunächst für einen Kämpfer entscheiden und muss mit ihm dann diverse Aktionen schaffen. Der Gegner steht ruhig in der Ecke und wartet nur darauf, von euch geschlagen zu werden. Habt ihr die Moves geschafft, so kommt ihr in die nächste Area. Hierbei geht es aber nicht um normale Angriffe mit der Hand oder dem Fuß, sondern meistens um Spezialattacken oder auch schnellen Kombinationen. Wenn ihr noch was über Street Fighter 4 und den Kampfstilen lernen wollt, dann ist dieser Modus das richtige für euch.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Nach den ersten 30 Minuten war ich geschockt. Alles war sauschwer und ich war den meisten Gegnern ausgeliefert. Aber als ich dann die verschiedenen Leisten verstanden und auch die Bewegungen wieder verinnerlicht hatte, so machte es mir eine Freude wie selten zuvor ein Prügelspiel. SF 4 ist eine Bombe, spielt es und ihr liebt es. Selten so ein fesselndes Spiel gesehen, bei dem man immer was Neues entdeckt und welches eine hohe Langzeitmotivation hat. Fans von Kampfspielen sollten alles andere vergessen und sofort bei SF4 zuschlagen. Tipp!


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positiv negativ
  • Bedienung sehr gut…
  • Geiler Grafikstil
  • Kurze aber schöne Zwischensequenzen im Animestil
  • Super schnell
  • Tolle neue Ideen im Vergleich zu den alten Teilen
  • … nur wenn man die Bewegungen kennt
  • Endgegner macht oftmals nur zwei oder drei Moves
  • Trotz der sieben Schwierigkeitsgrade für Anfänger sehr schwer
  • Erfolge sehr hart zu ergattern





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