Strigoi - The Undead

Strigoi - The Undead

Originaltitel: Strigoi – The Undead
Genre: Horror
Regie: Faye Jackson
Hauptdarsteller: Constantin Barbulescu
Laufzeit: 88 Minuten
Label: WGF
FSK 16

Strigoi - The Undead   12.06.2012 von Torsten

Richtige Vampire trinken nicht einfach nur dein Blut! Soso, was tun sie denn sonst noch alles? Essen? Das macht doch schon einmal neugierig und wenn man dem Cover des Films Strigoi – The Undead Glauben schenken darf, so haben wir es hier mit einem „wahren Kunstwerk“ zu tun, das „Horror in einer neuen Dimension“ darstellt. Große Worte, die es zu beweisen galt ...

 

Der junge Medizinstudent Vlad kehrt von einer Fortbildung aus Italien wieder zurück in seinen Heimatort. Doch das verschlafene Nest inmitten Rumäniens ist nicht wiederzuerkennen. Die Einwohner verhalten sich seltsam und mysteriöse Todesfälle haben sich ereignet. Er findet seine Unterschrift auf der Sterbeurkunde eines alten Säufers und mehrere Männer halten eine mehrtägige Totenwache. Was soll da verheimlicht werden und woran ist der Mann gestorben? Vlad macht sich eigenständig auf die Suche nach Beweisen für eine Verschwörung. Er hält den Tod des Trunkenbolds nämlich nicht für einen Unfall, sondern glaubt an eine unnatürliche Todesursache. Er stöbert herum, stellt unangenehme Fragen, doch die Bedrohung ist noch schrecklicher, als er je zu träumen gewagt hätte. Die Toten bleiben nicht unter der Erde und mischen sich unter die Lebenden. Doch sie geben sich nicht auf den ersten Blick zu erkennen, wem ist da noch zu trauen? Oder ist er gar selbst einer der wandelnden Untoten?

 

Die Bildqualität der DVD kann nicht wirklich überzeugen. Ein verwaschenes Bild und grobes Korn, das offensichtlich durch den Einsatz zu lichtschwacher Kameras entstand, machen den Film schon einmal nicht zum Hingucker. Der Ton geht klanglich zwar in Ordnung, doch nimmt man die Elemente „Stimmen“ und „Musik“ auseinander, so können auch sie nicht punkten. Viele Sprecher wirken deplatziert und passen mit geschlossenen Augen nicht zu den jeweiligen Schauspielern. Zum Glück kann hier zumindest der Protagonist Vlad überzeugen. Dies gilt dagegen nicht für den Soundtrack des Films, der mit seinen Folklore-Melodien für viele unfreiwillig komische Momente sorgt. Das andauernde „Hundeknurren“ der Strigoi wirkt geradezu lächerlich und die Handlung weicht bis zum Schluss so weit auf, dass schon gar nicht mehr klar ist, warum man sich den Film überhaupt bis zum Ende angeschaut hat. Das nächste fragwürdige Thema sind die „Stars“ des Films selber, die Strigoi. Das Bild der klassischen Horror-Figuren hat sich in den letzten Jahren immer wieder gewandelt. So auch das des Vampirs. Er ist vom edel gekleideten, alten Herren mit grau melierten Haaren und schwarzem Umhang über den flinken Superhelden mit Kampfsporterfahrung bis hin zum Milchbubi-Schönling mit betörendem Charme mutiert. Eine Abwandlung dieser Gattung heißt im vorliegendem Fall „Strigoi“. Diese Wesen unterscheiden sich von ihren Vampir-Genossen dadurch, dass viele von ihnen zunächst ein ganz normales Leben führen, bis sie eines Tages ihr grausames Unwesen treiben. Knoblauch kann ihnen nichts anhaben, sie können heiligen Boden betreten und fürchten auch nicht das Tageslicht. Mit diesen Attributen ausgestattet könnten sie eine handfeste Bedrohung darstellen. Aber warum essen sie uns nur den Kühlschrank leer, anstatt unser Blut zu trinken? Was soll daran bedrohlich, oder gar gruselig sein?

 

Bildergalerie von Strigoi - The Undead (8 Bilder)


Das Fazit von: Torsten

Torsten

Strigoi – The Undead ist ein B-Horrorstreifen, der Elemente klassischer Vampir-Filme mit reichlich Alkohol und Folklore vermischt und so eine Gruselkomödie mit ungewöhnlichem Soundtrack erschafft. Richtig gruselig werden die Strigoi dabei allenfalls für Veranstalter von „All you can eat“-Buffets. Auch der Humor veranlasst nicht gerade zum Schenkelklopfen. Darüber hinaus ist die Qualität und die Sinnhaftigkeit vieler Dialoge nicht einmal Durchschnitt. Die Story verliert schnell an Fahrt und wirkt zum Ende hin sogar unschlüssig. Alles in allem geht der Film ohne Glanz in Ermangelung an echten Höhepunkten in der Masse unter.


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